Die Schleiereule ist im Kraichtal noch anzutreffen. Meist kann man sie in abgelegenen Feldscheunen, in Gehöften und Scheunen beobachten. Dass man sie aber in einem alten, hohlen Birnbaum entdeckt, den sie sich offenbar als Ruheplatz ausgesucht hat, ist schon ein Glücksfall. Diese Bilder verdanke ich dem Tipp eines Freundes, der mir seine Entdeckung mitteilte.

Die Schleiereule braucht genau diese kleinzellige Landschaft mit alten Bäumen, Hecken und abgelegenen Gehöften, wo sie nachts auf Jagd gehen kann. Sie jagt Mäuse, Frösche, Insekten. Zur Brut nimmt sie auch angebotene Nisthilfen an. In vielen Gegenden Deutschlands wurde beim Bau einer Scheune oder eines Gehöftes im Dachboden ein sogenanntes „Uhlenloch“ gelassen. Hier konnte sie ein- und ausfliegen und war geschützt. Dies brachte allen einen großen Nutzen, weil sie die Getreideschädlinge wie Mäuse dezimieren konnte. Zum Glück gibt es immer mehr Menschen, die den Nutzen dieser Eule erkannt haben und Hilfen zum Überleben anbieten. In strengen Wintern überleben viele Eulen leider nicht.