Das Scharbockskraut bildet die ersten gelb blühenden Teppiche in unseren Gärten und feuchten Wiesen, aber auch in Hecken und an Waldrändern. Es ist bei uns im Kraichtal häufig anzutreffen. Die Pflanze verdankt ihren Namen der Tatsache, dass sie früher als Mittel gegen den Skorbut („Scharbock“) Verwendung fand.  Die grünen Blätter enthalten besonders viel Vitamin C. Somit konnte der Vitamin C – Mangel nach den langen Wintermonaten ausgeglichen werden. Allerdings enthalten die Blätter Gifte. Deswegen ist es dringend geraten, die Blätter – wenn überhaupt – nur in geringen Mengen – und unbedingt vor der Blüte – zu verzehren, weil während der Blütezeit der Giftgehalt zu hoch ist.

Die rundlichen, herzförmigen Blätter enthalten viel Vitamin C, sollten aber nur in geringen Mengen – und unbedingt vor der Blüte – verzehrt werden.

Ab Mitte Mai verlieren die Blätter ihren Glanz, welken und die gesamte Pflanze zieht sich zurück. Damit endet die Vegetationszeit für das laufende Jahr.

Doch die Pflanze hat vorgesorgt: Sie hat Brutknöllchen gebildet, die jetzt auf den Boden fallen und dann im nächsten Jahr als neue Pflanzen heranwachsen.  In ein paar Tagen ist vom Scharbockskraut nichts mehr zu sehen. Es hätte als kleine Pflanze ohnehin keine Chance gegen die späteren pflanzlichen Konkurrenten. Als Frühblüher hat sie ihre „Nische“ genutzt und in der kurzen Vegetationszeit schon für Nachwuchs gesorgt.