Das Große Windröschen gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Im Kraichtal ist sie nur vereinzelt anzutreffen; sie ist selten. Das Große Windröschen gilt in ganz Deutschland als gefährdet – und ist daher geschützt!  Früher war die Art noch recht häufig; doch Flurbereinigungsmaßnahmen und eingeschleppte Konkurrenzpflanzen machten ihr Probleme. Eigentlich ist sie für das Kraichtal wie geschaffen, denn hier findet sie die kalkhaltigen Lehm- und Lößböden, die sie braucht. Und auch Lebensräume, die sie gerne besiedelt, gibt es hier reichlich: Hohlwege, Böschungen, sonnenbeschienene Waldsäume und Hecken.

Was für die meisten Hahnenfußgewächse zutrifft, gilt auch für das Große Windröschen: Die gesamte Pflanze ist giftig!

Ein typisches Merkmal sind die drei Hochblätter unterhalb der gestielten weißen Blüte. Auch der Blütenaufbau bietet weitere Merkmale.

Um die zapfenförmige Blütenachse befindet sich ein dichter Kranz der gelben Staubblätter. Der zapfenförmige Teil der Blüte besteht aus mehr als 150 Fruchtblättern. Die Blüten verströmen einen Duft, was bei den Hahnenfußgewächsen sonst nicht üblich ist.

Das Große Windröschen wird von vielen Insektenarten bestäubt, die in der Blüte zwar keinen Nektar, aber zahlreiche Pollen vorfinden. Die reifen Früchte werden mit einem Haarfilz umgeben und können so durch den Wind verbreitet werden. Bleibt zu hoffen, dass uns diese schöne Pflanze im Kraichtal noch lange erhalten bleibt.