Der Tigerschnegel ist eine bis zu 20 cm große Nacktschnecke und kommt bei uns im Kraichtal recht häufig vor, obwohl man ihn recht selten zu Gesicht bekommt. Sein tigerartiges Fleckmuster gab ihm den Namen „Tigerschnegel“. Innerhalb der Gruppe der Landlungenschnecken gehört er zur Familie der Schnegel. Das Atemloch liegt auf der rechten Seite des Schnegels und ist oft etwas dunkler umrandet. Bei uns kommt der Tigerschnegel in Gärten, Parks und Auwäldern, aber manchmal auch in feuchten Kellern vor. Deswegen nennt man ihn bei uns im Kraichtal auch  oft „Kellerschnecke“.Die Tigerschnegel sind nur nachts aktiv. Tagsüber suchen sie Verstecke auf. Nachdem dieser Tigerschnegel in seinem Gartenversteck  entdeckt wurde, sucht er sich nun ein neues Versteck in einer nahen Trockenmauer. Tagsüber sucht er sich ein Versteck im Garten. Geeignete Verstecke sind da, wo es dunkel  und feucht ist. Also sind Holzhaufen, Ansammlung von Steinen, aber auch frische Komopstliegen ideale Rückzugsorte für die Tigerschnegel.Leider hat er unter dem Ruf zu leiden, den Nacktschnecken bei uns als große Gartenschädlinge haben. Doch das hat er nicht verdient: Im Gegenteil, er macht Jagd auf alle Arten von Nacktschnecken, sogar auf solche Exemplare, die fast so groß sind wie er. Er ernährt sich neben den Nacktschnecken auch noch von Aas und von bereits welken und abgestorbenen Pflanzenteilen. An frischem Salat oder Erdbeeren vergreift er sich nicht. Darüber hinaus frisst er die Eier anderer Schnecken und deren Nachkommen. Somit ist der Tigerschnegel kein Kulturschädling sondern wegen seiner räuberischen Lebensweise ein Nützling. Bei guten Bedingungen ist er standorttreu. Wenn wir ihm also Raum lassen, kann er in unseren Gärten einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der schädlichen Nacktschnecken leisten.