Die Speise-Morchel gehört innerhalb der Pilze zur Familie der Morchelverwandten. Es gibt einige Morchelarten bei uns im Kraichtal.  Morcheln findet man bei uns vom April bis – je nach Wetterlage -zum Juni. Ihr Erscheinen hängt aber wesentlich vom Wettergeschehen ab. In einem sehr trockenen Frühjahr mit wenig Niederschlägen wird man diesen Pilz kaum finden.   Es kommt auch vor, dass es deswegen in manchen Jahren überhaupt keine Morcheln gibt.Morcheln sind sehr teure und begehrte Speisepilze. Man findet sie auch im Kraichtal auf ungedüngten Wiesenflächen, alten Parkanlagen, die noch nie oder ganz selten gedüngt wurden, aber auch manchmal  in naturbelassenen Gärten – wie im Beispiel der Morcheln auf dem Titelbild. Speisemorchelnwachsen wachsen oft in Gruppen, manchmal aber auch einzeln.Typisch für die Speise-Morchel  ist der kegelförmige, gerippte Hut, der unregelmäßige wabenartige Strukturen ausbildet. Die Farbe kann von hellbraun bis dunkelbraun und gelblichen Tönen variieren. Die Speisemorchel kann über 10 cm groß werden. Schneidet man die Morchel der Länge nach durch, so wird ein weiteres Erkennungsmerkmal deutlich: Stiel und Hut sind hohl.Das Bild zeigt eine aufgeschnittene Speise-Morchel. Da es sich hier um einen schon älteren Pilz handelt, ist er beim Aufschneide im Bereich des Fußes zerbrochen.Das Bild zeigt Morcheln auf einer typischen ehemaligen Streuobstwiese, bei der zwar viele Obstbäume inzwischen verschwunden sind, die aber wegen ihrer hügeligen Geländestruktur nicht gedüngt wird. Dieses Vorkommen besteht schon seit mehreren Jahren, denn die Speise-Morchel ist standorttreu und kommt oft in größeren Gruppen vor.  Es gibt einige Morchel-Arten bei uns. Obwohl sie alle giftig sind, gelten sie unter Kennern als die besten Speisepilze überhaupt. Dies mag ein Widerspruch sein, aber bei der hier vorgestellten „Speise-Morchel“ spielt die Art der Zubereitung eine entscheidende  Rolle. Grundsätzlich gilt: Die Speise-Morchel darf nicht frisch und roh gegessen werden. Dann ist sie giftig. Wenn man sie essen will, muss man sie vorher mindestens 5 Minuten lang auf ca. 80° erhitzen – oder bis zu einem halben Jahr trocknen.  Ganz sicher geht man, wenn man sie zum Beispiel in einer Soße über längere Zeit mitkocht.Aber hier gilt: Wer Pilze sammeln will, muss die Pilze  – und auch deren Doppelgänger kennen, sonst kann das schwere und schlimme Folgeschäden nach sich ziehen.  Dabei hat die Speisemorchel einige wichtige Unterscheidungsmerkmale zu ihren gefährlichen Doppelgängern:  Die Speisemorchel hat einen Hut, der wabenförmige Strukturen aufweist. Hut und Stiel sind hohl. Die gefährliche Frühjahrslorchel hat keine wabenförmige Struktur – sondern hat eine lappige Hutoberfläche ohne Wabenkammern. Zudem ist sie nicht hohl.Weil sie sehr selten sind, werden diese Speise-Morcheln nicht geerntet.

Speise-Morcheln sind sehr selten. Deswegen stehen sie in Deutschland unter Naturschutz! Das besagt, dass alle essbaren Morchel-Arten nur für den Eigenbedarf – und nur in geringen Mengen gesammelt werden dürfen.