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Wenn „ER“ wieder fliegt, ist es Frühling: Der Zitronenfalter

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Die Winter können in Deutschland sehr kalt werden. Deswegen gibt es nur ganz wenige Schmetterlingsarten, welche als voll entwickelte Falter bei uns überwintern. Der Zitronenfalter gehört dazu. Was ihn aber von den anderen Arten unterscheidet, ist die Art der Überwinterung. Während der Kleine Fuchs, das Tagpfauenauge oder der C-Falter zur Überwinterung frostgeschützte Orte wie Dachböden, Scheunen, Keller oder Industrie- und Wohngebäude aufsuchen, bleibt der Zitronenfalter in der „freien Natur“. Er versteckt sich im Spätherbst lediglich im Brombegestrüpp oder unter Efeuzweigen. Manchmal sitzt er auf Zweigen oder im trockenen Laub auf dem Boden. Dann verbringt er in seinem „Versteck“ die Wintermonate

Dabei fällt er in die sogenannte „Winterstarre“. Damit er auch Frostnächte und -tage überleben kann, scheidet er alle Körperflüssigkeit, die er nicht benötigt aus – und produziert ein spezielles „Frostschutzmittel“, das vor allem aus Glycerin und anderen Stoffen besteht. Der Stoffwechsel wird stark zurückgefahren. Dadurch wird verhindert, dass seine Körperzellen durch den Frost geschädigt oder zerstört werden. So kann er – zumindest kurzfristig – problemlos Temperaturen bis -20° C. aushalten. Es macht ihm auch nichts aus, wenn er in seinem Versteck völlig mit Schnee bedeckt wird. Ab Ende März-Anfang April wird er dann wieder aktiv und beginnt sofort mit der Nahrungssuche. Dabei findet man ihn häufig auf den Taubnesseln, die schon im zeitigen Frühjahr in recht großen Beständen blühen. Und der Zitronenfalter kommt mit seinem langen Rüssel problemlos an die Nektar-Vorräte in den Lippenblüten heran. Im April und Mai geht er dann auf die Suche nach Weibchen, die ebenfalls überwintert haben. Der männliche Zitronenfalter besucht hier gerade eine Rote Taubnessel. Das Männchen ist auffallend gelb gefärbt. Ein weiteres Merkmal sind die braunroten Punkte auf den Vorder- und Hinterflügeln. Typisch sind auch die ausgezogenen Flügelspitzen. Im Gegensatz zu vielen anderen Schmetterlingsarten sieht man ihn kaum mit ausgebreiteten Flügeln sitzen; er „sonnt“ sich nur mit zusammengeklappten Flügeln. Die überwinterten Weibchen sehen ähnlich aus wie Kohlweißlinge. Sie sind nicht gelb gefärbt sondern weißlich-grün, zeigen aber auch die typischen braunroten Punkte auf den Flügeln und die gleiche Form der Flügel. Mit Kohlweißlingen kann man sie im März/April aber nicht verwechseln, denn diese gibt es im März/Anfang April noch nicht. Zudem finden sich keine schwarzen Flecke auf den Flügeln oder an den Flügelrändern. Die Kohlweißlinge haben auch keine spitzen Flügelecken. (Das Bild zeigt ein Weibchen des Zitronenfalters im Juli an der Blüte der Wald-Platterbse)

Nach der Paarung legt das Weibchen die Eier ausschließlich auf die Blätter einiger Faulbaum- oder Kreuzdorn-Arten. Damit endet der Lebenszyklus der Zitronenfalter. Immerhin werden die Zitronenfalter fast ein Jahr alt, von dem sie aber einen Großteil verschlafen. Damit haben  die Zitronenfalter die höchste Lebenserwartung aller mitteleuropäischen Schmetterlinge.  2 Wochen nach der Eiablage schlüpfen die Raupen und ernähren sich ausschließlich von den Futterpflanzen.  Ende Juni bis Anfang August schlüpfen die Schmetterlinge. Die neue Generation fliegt von Juni bis Juli; im August erfolgt eine „Sommer-Ruhe“. Ab September fliegen sie wieder, bis sie mit den ersten kalten Temperaturen in „Kältestarre“ den Winter über in ihrem Versteck verbringen. Im nächsten Jahr werden sie wieder für Nachwuchs sorgen.

Großer Kohlweißling

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Der Große Kohlweißling gehört zur Schmetterlingsfamilie der Weißlinge. Er ist bei uns weit verbreitet. Man findet ihn auf Äckern und Feldern, aber ebenso in Gärten und überall dort, wo Kreuzblütengewächse vorkommen. Als erwachsenen Schmetterling sieht man ihn vor allem an Disteln und Flockenblumen, aber auch an zahlreichen Nektar  spendenden Blütenpflanzen wie hier am Dost  – oder sogar in den Hausgärten am Lavendel.

Die Weibchen tragen auf den Vorderflügeln schwarze Flecken, die bei den Männchen völlig fehlen. Der Kohlweißling tritt in 2 bis 3 Generationen von Mitte März bis Oktober auf. Von Juni bis Oktober kann man auch die Raupen finden.

Das Weibchen legt auf die Unterseite der Blätter der  Futterpflanzen bis zu 100 Eier in Gruppen ab. Diese schlüpfen etwa 14 Tage später und verpuppen sich dann etwa 4 Wochen später. Die Herbstgeneration überwintert als Puppe.

Bei den männlichen Faltern fehlen die schwarzen Flecken an den Vorderflügeln.

Seit einigen Jahren werden die Kohlweißlinge mit biologischen Mitteln bekämpft, indem man Eier der Kohlweißlings-Schlupfwespe in den entsprechenden Gemüse-Kulturen ausbringt – übrigens bisher mit großem Erfolg.

Goldene Acht oder Hufeisenklee-Gelbling

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Die Goldene Acht ist ein Schmetterling aus der Familie der Weißlinge. Man kann ihn auf blühenden Wiesen, Luzerne- oder Kleefeldern, auf Trockenrasen, auf Weiden oder Brachen beobachten. Die rotumrandete Acht auf gelben Flügel gab ihm den Namen.

Die Falter fliegen im Sommer überwiegend violette Blüten an, im Herbst vor allem gelbe Blüten.

Das Weibchen, das gerade auffliegt, ist auf der Oberseite weiß mit schwarzen Ecken auf den Vorderflügeln. Die Hinterflügel zeigen 2 orangefarbene Flecken, die nicht umrandet sind.

Beim Männchen ist die Grundfärbung der Flügel insgesamt gelb, also auch die Flügeloberseiten.

Die Goldene Acht fliegt in zwei bis drei Generationen von Mai bis Oktober. Wo es noch Wiesen gibt, die nur wenige Male gemäht werden, kann man ihn noch finden. Ansonsten ist er auch bei uns selten geworden. Es gibt einige Unterarten des Schmetterlings, die nur sehr schwer voneinander unterschieden werden können.

Grünader-Weißling

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Der Grünader-Weißling  ist bei uns im Kraichgau recht häufig. Insgesamt gehört er zu den häufigsten Tagschmetterlingen. Unterseite und Oberseite der Flügel sind bei diesem Falter unterschiedlich gefärbt. Die Oberseite ist weißlich mit schwarzen Zeichnungen, die Unterseite ist gelbgrün und zeigt die deutlich grün beschuppten Flügeladern. An den Flügelenden sind sie grau gefärbt.

  

Bei uns  gibt es normalerweise drei Generationen des Schmetterllings – von März bis in den Oktober hinein. Die letzte Generation eines Jahres legt Eier, aus denen sich dann die Raupen und die Puppen entwickeln. Aus diesen Puppen erscheinen dann im Frühjahr die fertigen Schmetterlinge. Die Überwinterung erfolgt also als Puppe.

Grünader-Weißlinge kann man vor allem in feuchten Wäldern, Waldrändern, Hecken oder beschatteten Wiesen finden.

In  der ersten Generation sind die Falter noch kräftig gefärbt und die Erkennungsmerkmale (z.B. grüne Adern) treten dann noch deutlich sichtbar hervor. In den späteren Jahresgenerationen verblassen diese Merkmale dann häufig.

Dieser Falter – ein Männchen – befindet sich auf einer Knoblauchrauke. Dies ist auch eine mögliche Futterpflanze für die kommenden Raupen. Futterpflanzen sind bei dieser Schmetterlingsart, Schaumkraut-Arten, Senfe, Kresse-Arten und Knoblauch.

Männchen kann man an der Anzahl der schwarzen Flecken auf den Vorderflügeln erkennen. Bei den Männchen sind es je zwei pro Flügel, bei den Weibchen nur 1 Fleck pro Flügel. Der Grünader-Weißling wird auch als „Rapsweißling“ bezeichnet; dass aber der Raps bei der Ernährung der Pflanzen eine Rolle spielt, ist noch nicht geklärt. Möglicherweise leitet sich der Name auch dadurch her, dass er zeitgleich zur Rapsblüte häufig zu beobachten ist.

Dieser Schmetterling befindet sich auf einer Bärlauch-Pflanze. Deutlich zu erkennen sind die verschieden gefärbten Unter- und Oberseiten der Flügel.

Aurorafalter

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Aurorafalter sind im Kraichtal von Ende März bis Ende Mai zu beobachten. Nur die Männchen haben orange Bereiche auf den Flügeln. Beim Weibchen fehlt die organge Färbung der Flügel. Weibchen kann man daher durch ihre Unterseite bestimmen, wo sie das gleiche Fleckenmuster aufweisen wie die Männchen.  Wegen der fehlenden orange Färbung werden Weibchen oft mit anderen Weißlingen verwechselt.

Bei den Männchen kann man die orange Färbung auch durch die Rückseite der Flügel erkennen.

In der Mitte der Flügel befindet sich ein schwarzer Punkt. Dies ist auch bei den Weibchen der Fall.

Als Raupe ernährt er sich vom Wiesenschaumkraut oder der Knoblauchrauke. Aber auch als erwachsener Falter sucht er bevorzugt diese Pflanzen auf.

Das Männchen nähert sich dem Weibchen. Dieses zeigt sich paarungsbereit und hebt den Hinterleib an.

Wenige Augenblicke später fliegen beide auf und verschwinden.