Wenn der Schwarze Holunder verblüht ist, dann beginnt bei uns im Kraichtal die dritte Holunder-Art zu blühen: Der Zwergholunder oder Attich. Er blüht bei uns von Ende Juni bis August und kann fast 2 m hoch werden. Man findet ihn an Gebüschrändern, Waldrändern oder Unkrautflächen. Der Zwergholunder liebt stickstoffreiche, kalkhaltige Böden; deswegen findet man ihn auch an Schwemmrändern von Äckern. Obwohl er bei uns an einigen Stellen vorkommt und dort auch stabile Bestände bildet, ist er recht selten.

Im Gegensatz zum Roten Holunder bildet er  – wie auch der Schwarze Holunder – tellerförmige Blütenstände aus. Auch sein Geruch ähnelt dem des Schwarzen Holunders.

Bei dieser Holunderart sind die Staubbeutel anfangs rot, später färben sie sich schwarz.

Alle Teile der Pflanze sind giftig; auch die Blätter und die Wurzel; besonders giftig sind aber die Beeren und deren Samen. Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, ja sogar tödliche Vergiftungen können die Folge sein.

Da der Zwergholunder unterirdische Ausläufer bildet, können sehr dichte Bestände mit zahlreichen Pflanzen entstehen.