Die Kornrade ist im Kraichtal sehr selten. Man kann sie nur an wenigen Stellen finden. Kaum zu glauben, war sie doch noch vor einigen Jahrzehnten wegen ihrer Giftigkeit ein gefürchtetes Ackerunkraut. Heute ist sie selten geworden, weil moderne Technik in den Mühlen die Samen problemlos auslesen kann und weil sie in der modernen Landwirtschaft durch Herbizide zurückgedrängt werden konnte.

Die Kornrade gehört zu den Nelkengewächsen und ist ein Acker-Wildkraut. Sie ist einjährig und kann bis zu 1 m groß werden. Die Blätter sind grasartig schmal.

Die schönen Blüten haben 5 Blütenblätter, die aber von den Kelchblättern weit überragt werden.

Alle Teile der Pflanze sind stark giftig, vor allem auch für die Nutztiere. Als die Saatreinigung noch nicht in heutigem Umfang möglich war, kam es immer wieder zu Vergiftungen. Durch die Verwendung von Herbiziden in der Landwirtschaft ist die Kornrade stark gefährdet.

Weite Teile der Pflanze sind  behaart.

Inzwischen gibt es auch Zuchtformen der Kornrade, die sich für den Anbau im Garten eignen.