Die Hasel ist bei uns sehr häufig anzutreffen. Sie gehört zu den Birkengewächsen und ist eine typische Pflanze der Waldränder und Feldhecken. Schon im Spätherbst erscheinen dann die noch unreifen Kätzchen. Je nach Witterung blühen die ersten Haselsträucher schon ab Anfang Januar. Die gelben Kätzchen sind die männlichen Blütenstände. Diese produzieren Unmengen an Pollen, unter denen zahlreiche Allergiker leiden. Für Insekten, zum Beispiel Bienen, sind die Haselpollen eine erste, eiweißreiche Nahrungsquelle. Die Hasel ist auch für viele Schmetterlingsarten als Nahrungspflanze wichtig.

Noch sind die Kätzchen nicht reif. Die zahlreichen – noch unreifen –  männlichen Blüten stehen dicht an dicht in den Kätzchen zu einem Blütenstand vereint. Die weiblichen Blütenknospen sind jetzt noch fest verschlossen.

Die Kätzchen haben sich „gestreckt“ und geben die einzelnen „Stockwerke“ des Blütenstandes, in dem die männlichen Blüten angeordnet sind,  frei. Jetzt sind sie reif. Die gelbe Farbe verdeutlicht dies. Jedes dieser Kätzchen kann weit mehr als eine Million Pollen freisetzen. An warmen Wintertagen werden nur die Kätzchen angeflogen, wo die Insekten, vor allem Honigbienen, Pollen sammeln.  An windigen Tagen lassen sich während der Vollblüte ganze Pollenwolken beobachten. Die Hasel wird nur durch den Wind bestäubt.

Die unscheinbaren weiblichen Blütenstände werden nicht angeflogen, da sie geruchlos sind und auch keinen Nektar anbieten.

Die weiblichen Blütenstände befinden sich immer in der Nähe der Kätzchen.

Die weiblichen Blütenstände sind von Blütenknospen umschlossen; lediglich die roten Narben schauen aus den Knospen hervor. Damit werden vorbeifliegende Pollen aufgefangen und bleiben an der Narbe kleben.

Die Haselsträucher verwandeln den Waldrand in eine gelbe Wand. In diesem Jahr blühen die Haseln wegen der milden Witterung schon jetzt.