So wie zum Beispiel die Nachtigall im Kraichtal ein „Sommervogel“ ist, sind Bergfinken im Kraichtal „Wintervögel“. Schon ab Ende September kann man die ersten Bergfinken bei uns antreffen. Den Sommer verbringen sie im Norden Europas, wo sie in Nadel- und Birkenwäldern brüten. In strengen Wintern kommen sie oft in großen Scharen zu uns, in milden Wintern kann es vorkommen, dass man bei uns nur einzelne Exemplare sieht. Bergfinken ernähren sich im Winter von Sämereien, vor allem von Bucheckern. Aber auch sie profitieren von den immer häufiger angelegten Feldern mit „Zwischenfrucht“, wo sie sich von zahlreichen samentragenden Pflanzen ernähren (z.B. Sonnenblumen). Manchmal kann man sie auch an den winterlichen Futterstellen beobachten. Je nach Witterung kehren sie spätestens Anfang/Mitte April wieder in ihre Brutgebiete zurück.

Auch bei den Bergfinken ist das Männchen auffälliger gefärbt als das Weibchen.. So sind beim Männchen Kopf und Schulter blauschwarz, Kehle und Brust sind braun-orange, der Schnabel ist im Prachtkleid schwarz. Im Sommerkleid ist der Schnabel gelblich gefärbt, hat aber eine schwarze Spitze. Das Weibchen ist insgesamt heller  und weniger auffallend gefärbt. So ist die Kopfseite beim Weibchen nicht schwarz.

Männchen

Weibchen

Ein kleines Beispiel für einen Schwarm Bergfinken: In einer Heckenreihe entlang eines Wirtschaftsweges im Kraichtal neben Feldern mit Zwischenfrüchten versammelten sich in dieser Hecke mehrere Hundert Bergfinken. Leider zeigen die Bilder nur Ausschnitte. Als ein Greifvogel erschien, wurde das ganze Ausmaß deutlich: Eine Bergfinken-Wolke erhob sich in die Luft (Dezember 2017) ….

Suchbild: Wie viele der Bergfinken in der Hecke sind auf diesem Bild sichtbar?

Ende März, Anfang April werden sie uns wieder verlassen …..