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Garten-Kreuzspinne

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Von der Kreuzspinne gibt es zahlreiche Arten. Die Garten-Kreuzspinne ist die häufigste Kreuzspinne bei uns. Die Kreuzspinnen sind in ihrer Färbung sehr variabel und können sich der Helligkeit der Umgebung anpassen. Den Namen haben sie von den hellen Flecken auf dem Hinterleib, die ein kreuzartiges Muster bilden. Die  länglichen Streifen entsprechen den Längs- und Querbalken des „Kreuzes“. In der Mitte des Kreuzes befindet sich ein kreisrunder, heller Fleck.  Wie bei vielen Spinnenarten werden die Weibchen sehr viel größer als die Männchen.

Kreuzspinnen sind „Radnetz-Spinnen“. Sie ernähren sich von allen Insekten, die sie mit ihrem Radnetz fangen können. Fliegen, Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Wespen und sogar Hornissen sind mögliche Beutetiere. Manchmal werden sie aber selbst Beute von Vögeln, aber auch von Insekten wie Hornissen.

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Die Gartenkreuzspinne sitzt oft in der Mitte oder am Rand ihres Radnetzes. Dabei bekommt sie jede Erschütterung mit. Hat sich eine Beute verfangen, dann eilt die Spinne herbei und begutachtet die Situation. Je nach Art der Beute spinnt sie dann ein spezielles Band, mit dem sie das Beutetier schnell „einpacken“ kann. Hier hat die Kreuzspinne eine Fliege gefangen. Mit dem Biss gibt sie ein Sekret ab, welches das Beutetier von innen auflöst. Dann dreht sie das Beutetier schnell um die eigene Achse und spinnt es mit einem breiten gesponnenen Band ein. Wenn die Spinne hungrig ist, beginnt sie, die Beute aufzusaugen. Ansonsten transportiert sie die Beute in eine Ecke des Netzes oder hängt sie am Rand – gewissermaßen als Nahrungsvorrat – auf.

Nachdem die Fliege eingesponnen ist, wird sie abtransportiert und in Sicherheit gebracht. Dabei hält sich die Spinne an die Fäden des Netzes.   Auch die Fliege ist an einem „seidenen Faden“ befestigt.Die Kreuzspinne transportiert ihre Beute vom zentralen Netzbereich weg und bringt sie unter ein großes Blatt. Auch hier sind die Haltefäden deutlich sichtbar. Die Fliege wird nun mit einem der hinteren Beine festgehalten, während die Spinne jetzt den engen Raum zwischen den beiden Blättern aufsucht.  Deutlich ist die Musterung des Unterleibs der Spinne mit den Spinndrüsen zu sehen. Die Fliege wird nun durch einen zusätzlichen Haltefaden fixiert.

Im Versteck unter den Blättern angekommen, wird die Beute nun ausgesaugt.Obwohl viele Menschen Ängste entwickeln, wenn sie Spinnen begegnen, haben sie eine sehr große Bedeutung für uns. So sind sie eine natürliche biologische Schädlingsbekämpfung, weil sie viele Schadinsekten vertilgen. Auch in der Medizin zeigen sich einige Verwendungs-Ansätze zur Wundversorgung mit den Spinnfäden.

 

Veränderliche Krabbenspinne

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Die Veränderliche Krabbenspinne gehört zur Familie der Krabbenspinnen. Sie kommt bei uns im Kraichtal recht häufig vor, obwohl man sie oft übersieht.  „Krabbenspinne“ heißt sie, weil ihre beiden Vorderbeinpaare sehr lang sind – und sie in ihrer Lauerstellung eher einer Krabbe ähnelt als einer Spinne. Den Namen Veränderliche Krabbenspinne“ hat sie bekommen, weil die Weibchen dieser Spinnenart ihre Farbe aktiv ändern können. So gibt es weiße, grünliche und gelbgefärbte Weibchen.

Weibchen und Männchen sehen unterschiedlich aus – und sind auch unterschiedlich groß. Die Männchen sind nur mit 3 bis 5 Millimeter viel kleiner als die weiblichen Tiere, die bis zu 11 Millimeter groß werden können. Wie bei vielen Spinnenarten ist auch die Paarung für die Männchen der Veränderlichen Krabbenspinne nicht ungefährlich. Oft werden diese selbst zur Beute.

Hier ist ein weiß gefärbtes Weibchen auf dem Weg zu „ihrer“ Blüte. Tatsächlich verbringen viele Spinnen oft ihr ganzes Leben auf einer Pflanze.

Diese weiß gefärbte Veränderliche Krabbenspinne lauert auf  den weißen Blüten einer Wilden Möhre auf Beute. Wegen ihrer Tarnfärbung ist sie für anfliegende Insekten kaum zu entdecken. Sie kann Schwebfliegen, Bienen, Wespen, Hummeln, große Schmetterlinge und sogar Hornissen überwältigen.

Hier hat sie gerade eine Wildbiene erbeutet. Nachdem sie das Gift in ihr Opfer injiziert hat, hält sie die Beute mit den weit gestreckten Vorderbeinpaaren auf Abstand. So schützt sie sich gegen die Stiche ihrer Opfer.

Hier lauert ein gelb gefärbtes Weibchen auf  dem Blütenstand einer Sonnenblume auf Beute. Wenn die Biene auf der linken Seite in die Nähe der Spinne kommt, hat sie keine Chance.

Die beiden Bilder zeigen ein anderes Weibchen, das im zentralen Bereich des Blütenstandes auf Beute lauert. Auf dem unteren Bild ist auch die Spinne in Erwartung eines Beutetieres zu sehen.  Während sie sich mit den Hinterbeinen an den Blüten festhält, sind die Vorderbeine in Fangstellung ausgebreitet. Mit ihnen hält sie die Beute auch fest.

Tatsächlich hat die Spinne hier eine Körperhaltung eingenommen, die sie wie eine „Krabbe“ aussehen lässt. Die Veränderliche Krabbenspinne mag es warm. Man findet sie auf Wiesen, an Wegrändern oder an sonnenbeschienenen Waldrändern, aber auch auf Feldern – wie hier auf einem großen Feld mit Sonnenblumen.

Hier ist sie gerade dabei, einen C-Falter zu überraschen.  Selbst so große Schmetterlinge kann sie überwältigen.