Die Türkentaube ist eine mittelgroße Taube, die sich durch ihr einfarbiges, helles Gefieder von den anderen bei uns vorkommenden Taubenarten unterscheidet. Man findet sie oft in der Nähe menschlicher Siedlungen, wo sie auch gerne brütet. Ihre Nahrung aber findet sie vor allem in der umliegenden Feldflur. Im Winter besucht sie oft die angebotenen Futterstellen für Singvögel. Das Gefieder ist auf der Oberseite in verschiedenen hellgrauen Tönen gefärbt, die Unterseite ist weißlich-grau. Die rötlichen Augen haben einen weißen Augenring. Ihr wichtigstes Kennzeichen ist aber der schmale schwarze, weißgerandete Nackenring. Auch ihr Ruf ist charakteristisch. Während der Brutzeit ist er intensiv und lange zu hören. Die Betonung liegt dabei auf der zweiten Silbe:   “ … du-DUU-du“.

Die Türkentaube stammt ursprünglich aus Asien, breitete sich aber in den vergangenen Jahrzehnten nach Mitteleuropa aus. Inzwischen sind sie bei uns Standvögel geworden, die auch im Kraichtal das ganze Jahr beobachtet werden können.

Türkentauben ernähren sich von Samen, Getreidkörnern und verschiedenen Früchten.

In Gärten und Parks zeigen sie sich oft wenig scheu, vor allem wenn sie dort reichlich Futter vorfinden.

Ihr Nest baut sie in hohen Bäumen; bevorzugt werden dabei Nadelbäume. Das Nest selbst ist sehr einfach gebaut. Türkentauben bekommen im Schnitt 1-2 Jungvögel, die im Jugendgefieder keinen grauschwarzen Nackenring aufweisen. Oft erfolgen mehrere Bruten hintereinander, um die hohen Verluste durch Beutegreifer auszugleichen. In einigen Bundesländern und anderen europäischen Ländern ist zudem die Jagd auf Türkentauben erlaubt. Allerdings bestehen in diesen Fällen feste Jagd- und Schonzeiten.

Die Taube ruft gerade. Das tut sie meist sehr ausdauernd.