Der Zwergtaucher gehört zur Familie der Lappentaucher, weil er an den Zehen keine Schwimmhäute hat – sondern „Schwimmlappen“ an den Zehen besitzt, welche die Zehen nicht miteinander verbinden  – sondern deren Oberfläche vergrößern  und damit das Schwimmen und Tauchen effektiver machen.  Er ist der kleinste Vertreter seiner Familie.  Im Kraichtal ist er meist nur im Winter  zu sehen. Denn Zwergtaucher verbringen den Winter oft weitab ihrer Brutgebiete und suchen sich nahrungsreiche Teiche und Gewässer. Bietet das „Wintergewässer“ nicht die Bedingungen, die der Zwergtaucher für eine erfolgreiche Brut braucht,wird es im Frühjahr wieder verlassen.  Der Zwergtaucher befindet sich gerade im „Schlichtkleid“. Während der Brutzeit zeigen die Vögel ein viel auffälligeres „Prachtkleid“.

Zwergtaucher sind recht scheu und halten sich meist in Ufernähe auf, wo sie nur schwer zu entdecken sind, weil sie in der Ufervegetation Deckung finden.

Sie ernähren sich von Pflanzen und von tierischer Nahrung (kleine Fische, Wasserinsekten, Amphibien und deren Larven, usw.). Sie sind wendige und geschickte  Jäger.

 

Der Körper ist stromlinienförmig und extrem an das Tauchen angepasst. Der Tauchvorgang erfolgt aus dem Schwimmen heraus und beginnt nicht mit einem Sprung, wie dies zum Beispiel beim Bläßhuhn der Fall ist. Den nötigen Vortrieb dafür liefern die Beine, welche bei den Tauchern aus diesem Grund ziemlich weit hinten am Körper positioniert sind. Deswegen wirken sie an Land recht unbeholfen.Wie dynamisch der Tauchvorgang erfolgt, zeigt dieses kleine Videobeispiel:

 

Zwergtaucher sind erfolgreiche und geschickte Jäger. Fast bei jedem Tauchgang erbeuten sie irgend etwas, das dann blitzschnell gefressen wird. Von Insekten und deren Larven bis hin zu kleinen Fischen oder Ampibien erstreckt sich sein Beutspektrum. Hier hat der Zwergtaucher gerade einen kleinen Fisch erbeutet, den er mit dem Kopf voran verschlingt. Grundsätzlich wird die Ausbeute der Tauchgänge an der Oberfläche verschlungen.

In einem Info-Text zum Zwergtaucher heißt es: „Wenn der Zwergtaucher unter Wasser auf Jagd geht, bedeutet das für alle Alarmstufe Rot!“ Dies gilt nicht nur für Fische – sondern auch für Libellenlarven  und andere Kleintiere.