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Sie sind gut getarnt: Junge Zauneidechsen

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Es ist Anfang August – und es ist sehr heiß. Die jungen Zauneidechsen mögen es, wenn es so richtig warm ist. Doch sie müssen auf der Hut sein. Es gibt genügend Fressfeinde, vor allem aus der Luft, aber auch von Fuchs, Mardern und Wildschweinen,  aber auch von Katzen droht Gefahr. Deswegen müssen sie gut getarnt sein. Und das sind sie. Ihr Körper ist so gemustert, dass sie kaum auffallen, wenn sie sich in spärlicher Vegetation mit steinigem Untergrund aufhalten. Normalerweise kann man sie nur entdecken, wenn sie sich bewegen.

Frisch geschlüpfte Zauneidechsen sind 50 bis 60 Millimeter lang. Auf diesem Bild ist eine junge Zauneidechse zu sehen. Sie hat sich gut versteckt. Können Sie die junge Eidechse entdecken? Die nächsten Bilder helfen Ihnen dabei.

Nur bei entsprechender Nähe und Vergrößerung wird die junge Zauneidechse sichtbar. Die olivbraune Grundfarbe und die feinen seitlichen Punkte lösen aus größerer Entfernung die Körperkontur auf.

Zauneidechsen sind in ihrem Bestand – leider auch im Kraichtal – stark bedroht. Vor allem das Verschwinden ihrer Lebensräume macht ihnen zu schaffen.  So stellt die Wiederbewirtschaftung von Brachland, der Verlust von Randstreifen oder Böschungen, aber auch der Straßen- und Siedlungsbau die Tiere vor große Probleme. Mit dem intensiven Mähen und Mulchen dieser Orte geht darüber hinaus manchmal auch noch die letzte Deckung verloren. Der Bestand der Zauneidechse ist in ganz Deutschland gefährdet. Deswegen steht sie unter strengem Schutz durch das Naturschutzgesetz!

Zauneidechse

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Die Zauneidechse ist die häufigste Eidechse im Gebiet. Auch sie ist wärmeliebend. Deswegen sieht man sie oft an sonnigen Stellen, wo sie sich aufwärmt. Aber auch ihr Bestand ist gefährdet. Deswegen sind Trockenmauern und geschützte, sonnige Stellen, aber auch Hecken mit Totholz, alte Bäume und Baumstümpfe für sie überlebenswichtig. Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt. Die Zauneidechsen ziehen sich ab August in geschützte Plätze im Untergrund zurück. Ende März/Anfang April kommen zuerst die Männchen und dann die Weibchen wieder an die Oberfläche.  Die Zauneidechse ist bei uns streng geschützt. Sie steht mittlerweile auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

 

Reptilien bei uns im Kraichtal

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Reptilien sind die Wärmespezialisten im Gebiet. Sie werden durch die Außentemperaturen aufgeheizt und tanken im Sonnenlicht Bewegungsenergie. Deswegen findet man sie oft an Trockenmauern oder sonnenbeschienenen Stellen, wo sie sich auf „Betriebstemperatur“ bringen lassen. Diese Tiergruppe ist bei uns vor allem durch die Zauneidechse vertreten; zur Tiergruppe gehören bei uns noch Schlangen und Schildkröten. Diese sind aber bei uns sehr selten geworden; lediglich die Ringelnatter und ganz vereinzelt die Schlingnatter sind hier mit viel Glück zu entdecken. Giftige Schlangen gibt es im Kraichtal nicht, dafür aber in manchen Teichen und kleinen Seen ausgesetzte Exemplare der Amerikanischen Schmuckschildkröte (siehe Bild!).  Die heimischen Reptilien sind bei uns gefährdet. Aber jeder kann etwas zum Schutz der Reptilien tun: Trockenmauern oder kleine Anhäufungen von Steinen in sonniger Lage können in jedem Garten Rückzugsräume für die Eidechsen bieten.