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Sommer im Kraichtal

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Es ist Sommer im Kraichtal. Überall blüht es.  Wie jedes Jahr bringen die Felder mit Sonnenblumen Farbtupfer in die Landschaft. Blühende Wiesen, Schmetterlinge, Schwalben in der Luft und der Gesang der Lerchen hoch am Himmel sagen uns: Jetzt ist der Sommer da!

‚Die Sonnenblumen haben ihr „Gesicht“ immer in Richtung Sonne gedreht. Sie erwarten die zahlreichen Insekten, die sie bestäuben sollen.

Im „Korb“ der Sonnenblume stehen die Blüten dicht an dicht gedrängt. Die Blüten am Rand sind schon geöffnet. Die auffallenden gelben Blütenblätter am Rand des Blütenkorbs haben nichts mit der eigentlichen Bestäubung zu tun. Sie täuschen eine große Blüte vor, deren Besuch sich für die Insekten lohnt. Ihre  Aufgabe ist es,  möglichst viele Bestäuber anzulocken und zu zeigen, dass hier etwas zu holen ist: Pollen und Nektar.

Auf den tellerförmigen Doldenblüten des Bärenklaus findet gerade eine „Massenhochzeit“ der Weichkäfer statt

Ein Dickkopffalter besucht gerade den Blutweiderich. Er kommt mit seinem langen Rüssel problemlos an den Nektar heran.

Und schon muss er seinen Platz räumen. Eine Blaupfeil-Libelle beansprucht den Weiderich als Aussichtsplattform für ihre Jagd nach Insekten.

Die Böden im Kraichtal sind fruchtbar. Wie ein weicher Teppich überziehen die Getreidefelder die Landschaft.  Und dazwischen Hecken und Sträucher, die für das Kraichtal so typisch sind.

Der Weizen auf diesem Feld ist zwar noch nicht ganz reif – doch bald wird die Ernte beginnen. Eifrig bedient sich die Goldammer am reichhaltigen Angebot, solange es  das noch gibt.

Weizen und Gerstenfelder tauchen die Landschaft in ein sanftes Gelb. Und schon sind die ersten Gerstenfelder gemäht:  Die Ernte hat im Kraichtal begonnen.

Noch aber kann man im Himmel den Gesang der Lerchen hören. Dieser Gesang  ist für mich das „Lied des Sommers“.

Die Lerche ist wachsam. Das Erbsenfeld, in dem sie ihre Jungen aufgezogen hat, ist gerade gemäht worden. Jetzt heißt es,  wieder vermehrt aufzupassen, da die Deckung nach oben  fehlt.

 

Der Feldhase kann sich noch im Gras hinter dem Maisfeld relativ sicher fühlen. Wenn in einigen Wochen alles Getreide gemäht ist, muss er wieder besser aufpassen – aber noch bleiben ihm die Maisfelder und die Hecken eine Weile als Deckung erhalten.

Es ist heiß geworden. Auch im Fischteich wird das Wasser immer wärmer. Ein Wasserfrosch wartet geduldig auf leichtsinnige Insekten.  Aber auch er muss gut aufpassen.

Nach vielen Tagen mit großer Hitze gibt es bei uns im Kraichtal manchmal  heftige Gewitter. Sie können wie in diesem Jahr heftige Schäden in den Ortschaften, aber auch in Feld und Flur anrichten.

 

Dunkle Wolken aus Südwesten und ein kräftig auffrischender Wind. Gibt es wieder ein schweres Gewitter, wie es in diesem Jahr schon der Fall war? Jedenfalls gehören auch die Gewitter zum Sommer im Kraichtal. (Das kurze Video kann im Vollbild-Modus angeschaut werden. Der Vollbild-Modus kann mit der >ESC-Taste< beendet werden.)

 

Amphibien brauchen unsere Hilfe

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Die Amphibien haben sich auf Feuchtgebiete spezialisiert, und das ist ihr Problem:  Für ihre Entwicklung brauchen sie unbedingt Wasser. Was viele nicht wissen: Außerhalb der Entwicklungszeit verbringen die meisten Lurche ihre Zeit an Land. Frösche, Kröten und Unken, aber auch verschiedene Molcharten gehörten vor einigen Jahrzehnten noch zur Kraichgaulandschaft. Das hat sich leider dramatisch verändert. Einige Amphibienarten sind inzwischen aus unserer Landschaft verschwunden oder sie sind extrem selten geworden. Dies hat neben der geringer werdenden Zahl der Feuchtgebiete auch damit zu tun, dass schon seit einigen Jahren der Grundwasserspiegel stetig fällt. So liegen auch im Kraichtal in diesem Jahr einige Laichgewässer, die für die Entwicklung der Amphibien-Larven lebenswichtig sind, schon seit Monaten trocken.

Und ohne die vorbildliche Arbeit zahlreicher Helfer, die während der Laichzeit Tag für Tag an den „Krötenzäunen“ die wandernden Lurche absammeln und vor dem Straßenverkehr in Sicherheit bringen, wäre deren Lage noch viel schlimmer. Dabei spielen doch die Amphibien eine wichtige Rolle. Außerhalb der Laichperiode gehen sie in den Feldern, im Wald, aber auch in den Siedlungen auf die Jagd nach Schädlingen.

Ein Blick in den Sammeleimer am Morgen …..