Die Schwarzerle ist ein typischer Begleitbaum von Gewässern aller Art, aber auch in staunassen, überschwemmten Gebieten ist sie anderen Laubbäumen überlegen. Sie gehört zur Gruppe der Birkengewächse – und wie die meisten Vertreter dieser Art bereitet sie mit ihren Pollen vielen Allergikern Probleme. Die Schwarzerle bildet ebenfalls Kätzchen – und die weiblichen Blüten reifen zu Zapfen heran, die im Spätherbst und Winter den Samen freigeben.

Hier sieht man eine ganze Reihe von Schwarzerlen entlang eines Grabens. Dabei festigen die Wurzeln das Grabenufer.

Hier sind die männlichen und weiblichen Blüten noch nicht reif; die Kätzchen sind noch geschlossen – und auch die zahlreichen weiblichen Blütenstände sind noch nicht geöffnet.

Hier sind zum einen die männlichen Blütenstände (Kätzchen), die reifen zapfenförmigen weiblichen Blüten(rot) und die reifen Früchte des letzten Jahres sichtbar. Die reifen Zapfen haben die Zapfenschuppen geöffnet, die Samen können herausfallen oder werden von Vögeln herausgeholt. Dies sind vor allem der Distelfink und der Erlenzeisig.

Die Blütezeit der Schwarzerle ist je nach Witterung von Februar bis April. Da die Erle in Gewässernähe wächst, wird ihr Samen in großen Teilen durch das Wasser verbreitet.

Ein typischer Standort für die Schwarzerle im Kraichtal: Bruchwälder mit oft lang anhaltender Staunässe.

Und hier nochmal eine begleitende Baumreihe entlang eines Grabens im Kraichtal. Leider sind aber die Schwarzerlen, ähnlich wie die Eschen, von einer fäulnisbildenden Pilzkrankheit bedroht.

Frisch geschlagenes Holz der Schwarzerle färbt sich orangerot. Deswegen wird die Schwarzerle oft auch als „Rot-Erle“ bezeichnet, was botanisch falsch ist, da es eine eigene Art „Rot-Erle“ gibt. Nach dem Trocknen verschwindet die Färbung aber wieder.

Das Holz der Schwarzerle lässt sich gut in Wasser verbauen und zeigt ähnliche Eigenschaften wie Eichenholz. Steinzeitliche Pfahlbauten wurden oft auf Schwarzerle errichtet, ebenso Teile von Venedig.