Der Perlpilz ist ein sehr guter Speisepilz. Doch gerade in diesem Fall birgt das Sammeln Risiken. Es gibt einen gefährlichen Doppelgänger, den man auf keinen Fall verspeisen sollte: der Pantherpilz. Was die ganze Sache noch komplizierter macht, ist die Tatsache, dass beide Pilzarten zur gleichen Zeit in der gleichen Umgebung vorkommen können – oft nur wenige Meter voneinander getrennt. Deswegen ist es wichtig, beide Pilzarten genau zu kennen. Dann kann man sicher eine Verwechslung vermeiden. Abgesehen davon, dass auch der Perlpilz giftig ist – und nur dann gegessen werden kann, wenn man ihn zuvor gart. Denn das in ihm enthaltene Gift wird durch gründliches Garen zerstört.

Beide Pilzarten haben auf ihren Hüten noch Restflocken der Pilzhaut, in welche der Pilz eingehüllt war. Durch Regen können diese Reste aber abgewaschen werden.

Unterschied 1:

Der Hutrand des Perlpilzes ist glatt und nicht gerieft – oder weist nur wenige Riefen auf; der Hutrand beim Pantherpilz ist rundum gerieft.

Unterschied 2:

Die Stielmanschette ist beim Perlpilz gerieft und sieht ähnlich aus wie ein Plisseerock, beim Pantherpilz hat die häutige Stielmanschette keine Riefen. Allerdings: bei ganz jungen Perlpilzen mit geschlossenem Hut ist dieses Merkmal noch nicht ausgeprägt!

Unterschied 3: Der Perlpilz hat eine rübenförmige Knolle ohne Scheide. Beim Pantherpilz steckt die Knolle in einer Hautscheide.

Unterschied 4: Bei Verletzungen (z.B. Schneckenfraß) färbt sich der Perlpilz an den Fraßstellen rot; der Pantherpilz bleibt weiß.

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.