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Erdkröte

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Die Erdkröte gehört zu den Froschlurchen und ist die häufigste Amphibienart im Kraichtal. Trotzdem bekommt man sie meist nur während der Fortpflanzungszeit im Frühjahr zu sehen, wo sie zu ihrem Laichgewässer wandert. Dies geschieht vor allem in den ersten frostfreien Nächten – je nach Region und Witterung schon Ende Februar/Anfang März. Dabei überqueren sie bei dieser Wanderung öffentliche Straßen und fallen so oft dem Straßenverkehr zum Opfer. Bei der Paarung klettert das Männchen auf den Rücken des Weibchens und klammert sich fest. Manchmal kommen die Erdkröten schon im „Huckepack“ am Laichgewässer an. Am Laichgewässer angekommen warten schon paarungsbereite Männchen. Oft kommt es vor, dass ein Männchen ein anders Männchen besteigen will. Dann gibt das Männchen einen Warnton ab. Wenn das Weibchen die Eischnüre ablegt, gibt das Männchen seine Samenzellen dazu.

Wie schon beschrieben bedeutet der Straßenverkeht eine große Gefahr für die wandernden Erdkröten. Deswegen ist die Errichtung von Krötenzäunen und das regelmäßige Absammeln eine große Hilfe für den Fortbestand der Lurche. Auch Erdkröten sind streng geschützt.

Rotmilan

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Der Rotmilan ist ein mittelgroßer Greifvogel, der lange Flügel und einen langen, gegabelten Schwanz hat. War er vor einigen  Jahren noch recht selten bei uns zu beobachten, so hat sich der Bestand des Rotmilans inzwischen im Kraichtal wieder leicht erholt. Auch er ist ein typischer Bewohner der Feldflur. Wie der Mäusebussard bezieht der Rotmilan Sitzwarten auf Bäumen und hohen Sträuchern. Meist aber ist er in der Luft zu sehen, wo er an seinem Flugbild leicht zu erkennen ist. Er ist viel wendiger und wirkt eleganter in seinem Flug als der Mäusebussard. Im Flug lässt er oft den Kopf leicht herabhängen und beobachtet so das überflogene Gebiet. In seiner Ernährung ist er nicht wählerisch; von Insekten bis zu Kleinsäugern, Aas oder Abfälle gehören zu seinem großen Nahrungsspektrum. Manchmal jagt er auch anderen Vögeln die Beute ab. Im Herbst sammeln sich aber die Rotmilane und warten gemeinsam auf günstigen Wind, der ihnen den Flug ins Winterquartier erleichtert. Ab Ende März kann man sie meist wieder bei uns im Kraichtal beobachten. Allerdings konnte man in den letzten beiden Jahren auch im Winter Rotmilane im Kraichtal beobachten. Ob es sich dabei aber um Brutvögel vor Ort – oder um Teilzieher aus anderen Gegenden handelt, konnte nicht festegestellt werden.

Wie schon gesagt, ist ihr Flug sehr elegant. Wenn sie von Krähen belästigt werden, dann scheinen sie mit den Krähen zu spielen. Ihr Flug wirkt lässig. Die Schwanzfedern werden ständig bewegt  und gedreht.

Wenn dann im Frühjahr die Brutzeit beginnt, kann es zu Konflikten mit anderen Greifvögeln kommen, wenn sie ihr Nest in deren Revier bauen. Aber auch hier zeigt sich, dass sie mit ihren Flugkünsten zumindest dem Mäusebussard mit Gelassenheit davonfliegen, wenn sie angegriffen werden.

Hier ist ein Rotmilan in das Revier eines Mäusebussards eingeflogen. Der Mäusebussard greift an. Der Rotmilan fliegt auf, dreht eine elegante Kurve nach rechts oben – und ist weg …

Abgesehen davon,  dass Krähen lästig werden können, gibt es kaum Probleme.