Die Gemeine Feuerwanze ist bei uns recht häufig. Ihren Namen hat sie wegen ihrer auffälligen Färbung. Mit dieser Färbung, die normalerweise nur bei giftigen Tieren vorkommt, täuscht die Feuerwanze Giftigkeit und damit Gefahr vor. Doch Feuerwanzen sind weder gefährlich noch giftig. Tatsächlich wird sie aber von Vögeln selten gefressen. Sie lebt gesellig – und wenn man ihr Biotop kennt, kann man sie auch fast das ganze Jahr entdecken. Die Feuerwanzen leben am Boden, sind aber oft an Baumstämmen zu finden. Vor allem im Herbst und Winter suchen sie hier Schutz. Sie ernähren sich von Pflanzen. Dabei saugen sie die Samen von Linden oder Robinien. Auch die Samen von Kräutern werden vereinzelt ausgesaugt. Sie ist kein Gartenschädling, trotzdem wird sie manchmal wegen ihrer großen Zahl – oder weil sie für schädlich gehalten wird, bekämpft. Aber sie richtet im Garten keinen Schaden an. Auch durch das Saugen an den Samen der Bäume kann kaum Schaden entstehen.

Bis die Gemeine Feuerwanze geschlechtsreif ist, macht sie in sehr kurzer Zeit zahlreiche Häutungen durch. Bei der Feuerwanze gibt es 5 Larvenstadien, die alle unterschiedlich gefärbt sind. Einige dieser Stadien sind auf den Bildern sichtbar.