Die Erdkröte gehört zu den Froschlurchen und ist die häufigste Amphibienart im Kraichtal. Trotzdem bekommt man sie meist nur während der Fortpflanzungszeit im Frühjahr zu sehen, wo sie zu ihrem Laichgewässer wandert. Dies geschieht vor allem in den ersten frostfreien Nächten – je nach Region und Witterung schon Ende Februar/Anfang März. Dabei überqueren sie bei dieser Wanderung öffentliche Straßen und fallen so oft dem Straßenverkehr zum Opfer. Bei der Paarung klettert das Männchen auf den Rücken des Weibchens und klammert sich fest. Manchmal kommen die Erdkröten schon im „Huckepack“ am Laichgewässer an. Am Laichgewässer angekommen warten schon paarungsbereite Männchen. Oft kommt es vor, dass ein Männchen ein anders Männchen besteigen will. Dann gibt das Männchen einen Warnton ab. Wenn das Weibchen die Eischnüre ablegt, gibt das Männchen seine Samenzellen dazu.

Wie schon beschrieben bedeutet der Straßenverkeht eine große Gefahr für die wandernden Erdkröten. Deswegen ist die Errichtung von Krötenzäunen und das regelmäßige Absammeln eine große Hilfe für den Fortbestand der Lurche. Auch Erdkröten sind streng geschützt.