Der Kleinspecht ist der kleinste europäische Specht. Er brütet in Wäldern mit altem Baumbestand, vor allem in Wassernähe. Man kann ihn aber auch in Streuobstwiesen, Parks und größeren Gärten entdecken. Allerdings ist er leicht zu übersehen, weil er sich vor allem im Kronenbereich der Bäume aufhält – und weil er ungefähr nur so groß ist wie ein Spatz. Deswegen kann man ihn kaum mit anderen Spechten verwechseln. Er ist im Kraichtal nicht so häufig  wie der Buntspecht. Beobachten kann man ihn vor allem im Spätherbst nach dem Laubfall – und im Frühjahr während der Brutzeit.

Hier nutzt er gerade einen dürren Ast eines Apfelbaumes als „Resonanz- und Klangkörper“ für seine Trommelwirbel. Wenn er einen solchen Ast gefunden hat, nutzt er ihn immer wieder.

Beim Kleinspecht unterscheiden sich Männchen und Weibchen ebenfalls im Gefieder: Beim Weibchen ist das gesamte Gefieder ohne Rot; beim Männchen zeigt sich ein roter Scheitel; die Unterseite weist bei beiden Geschlechtern kein Rot oder Rosa auf. Die Unterseite ist gestrichelt. Die Oberseite ist schwarz mit weißen Querbändern. Der Kopf-Seitenstreif erreicht nicht den Scheitel.