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Kiebitze auf Stippvisite im Kraichtal

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Kiebitze waren noch vor einigen Jahrzehnten Brutvögel im Kraichtal. Leider sind einige Feuchtgebiete nicht mehr vorhanden. So sind Kiebitze bei uns nur kurz zu beobachten, wenn sie im Herbst nach West- und Südeuropa ziehen – oder im Frühjahr, wenn sie unser Gebiet wieder auf dem Rückweg besuchen. Deswegen bleibt es im Kraichtal derzeit leider nur bei Zufallsbeobachtungen während des zweimaligen Vogelzuges im Jahr. Für ihre Brut bevorzugen sie Feuchtwiesen, Sümpfe oder Gewässerränder.

Auf ihrem Zug machen sie Rast auf  Wiesen und Feldern, wo sie nach Nahrung suchen können. Ihre Anwesenheit zeigt aber deutlich, dass der Frühling nun doch vor der Tür steht.

Kiebitze sind ungefähr so groß wie eine Taube. Im Prachtkleid ist die „Federholle“ länger als im Schlichtkleid – und auch das Gefieder ist kräftiger gefärbt. Bei geeignetem Sonnenlicht und aus der Nähe zeigt das Gefieder einen schönen grünen  und violetten Metallglanz. Die Unterseite ist weiß; zum Schwanz hin hat das Gefieder einen braunen Bereich.  Während der Brutzeit zeigen die Kiebitze auch ihre Flugkünste mit akrobatischen Vorführungen – und auch ihr Gesang ist in dieser Zeit besonders eindrucksvoll.  Im Herbst ziehen sie oft in großen Gruppen, in denen auch oft andere Vogelarten vergesellschaftet sind. Im Frühjahr sind die Gruppen oft kleiner.   (den Beitrag zum Herbst-Zug ansehen)

Kiebitz

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Der Kiebitz ist ein schwarz und weiß gefärbter Regenpfeifer in Taubengröße. Aus der Nähe betrachtet glänzt sein Gefieder und am Hinterkopf steht eine lange, dünne „Federholle“ ab. Auffallend ist auch sein „schaukelnder“ Flug, vor allem aber der akrobatische Flug und seine Rufe während der Brutzeit.  Er brütet in Feuchtwiesen, Sümpfen und Gewässerrändern. Er leidet sehr unter dem Verschwinden dieser Gebiete. Seine Zahl hat in Deutschland in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen. Das Titelbild zeigt einen Trupp Kiebitze beim Anflug auf ein Feld in Kraichtal.

Vor einigen Jahrzehnten war der Kiebitz im Kraichtal entlang der Kraichbachniederung noch regelmäßig Brutvogel. Durch das Verschwinden vieler Feucht- und Sumpfwiesen durch das Anlegen von Industrie- und Wohngebieten ist er aber aus unserem Gebiet verschwunden. Doch kann man ihn jedes Jahr im Frühjahr und Herbst beobachten, wenn er in großen Trupps auf seinem Zug in den Süden bei uns Rast macht. Dann kann man ihn auf abgeernteten Feldern oder Wiesen und Weiden beobachten, wo er nach Insekten sucht.

 

Oft schließen sich den Trupps auch andere Vogelarten an.