Die Blaue Holzbiene ist die größte Bienenart bei uns in Deutschland. Sie ist wärmeliebend und ist von Mitte April bis in den August hinein bei uns im Kraichtal zu beobachten. Ihren Namen verdankt sie der Tatsache, dass sie ihre Eier in in Holz legt. Dabei fertigt sie die dafür notwendigen Gänge selbst an. Vor allem in Totholz oder markhaltigem Holz sind diese Gänge zu sehen. Die Biene selbst ist schon wegen ihrer Größe von knapp 3 cm  und ihrer schwarzen Färbung nicht mit anderen heimischen Bienen oder Wildbienen zu verwechseln.

Die Flügel schimmern bei entsprechendem Licht blauviolett. Da sie mit ihrem kurzen Rüssel nicht an den Nektar herankommt, beißt sie die Blütenkronröhre in Höhe der Kelchblätter an, wie man auf dem Bild sehen kann.  Dadurch wird die Blüte nicht bestäubt, weil sie an den Staubblättern vorbei den Nektar holt. Man bezeichnet diese Art der Nektar-Beschaffung als „Nektar-Raub“. Zum Größenvergleich bieten sich  2 Ameisen an, die ebenfalls auf dem Ziest nach Nahrung suchen (siehe nächstes Bild).  Überwiegend werden Schmetterlingsblütler oder Lippenblütler als Nahrungspflanzen genutzt. Bei größeren Blüten, die der Holzbiene „Zutritt gewähren“, findet der Blütenbesuch auf herkömmliche Weise  – also ohne „Nektar-Raub“ statt.

Da die Holzbiene wegen ihres kurzen Rüssels auch nicht an den Nektar herankommt, beißt sie auch hier die Blütenkronröhre am Grund an und erreicht so den Nektar.

Je nach Lichteinfall erscheinen die Flügel blauviolett oder braun.