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Bergfink

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So wie zum Beispiel die Nachtigall im Kraichtal ein „Sommervogel“ ist, sind Bergfinken im Kraichtal „Wintervögel“. Schon ab Ende September kann man die ersten Bergfinken bei uns antreffen. Den Sommer verbringen sie im Norden Europas, wo sie in Nadel- und Birkenwäldern brüten. In strengen Wintern kommen sie oft in großen Scharen zu uns, in milden Wintern kann es vorkommen, dass man bei uns nur einzelne Exemplare sieht. Bergfinken ernähren sich im Winter von Sämereien, vor allem von Bucheckern. Aber auch sie profitieren von den immer häufiger angelegten Feldern mit „Zwischenfrucht“, wo sie sich von zahlreichen samentragenden Pflanzen ernähren (z.B. Sonnenblumen). Manchmal kann man sie auch an den winterlichen Futterstellen beobachten. Je nach Witterung kehren sie spätestens Anfang/Mitte April wieder in ihre Brutgebiete zurück.

Auch bei den Bergfinken ist das Männchen auffälliger gefärbt als das Weibchen.. So sind beim Männchen Kopf und Schulter blauschwarz, Kehle und Brust sind braun-orange, der Schnabel ist im Prachtkleid schwarz. Im Sommerkleid ist der Schnabel gelblich gefärbt, hat aber eine schwarze Spitze. Das Weibchen ist insgesamt heller  und weniger auffallend gefärbt. So ist die Kopfseite beim Weibchen nicht schwarz.

Männchen

Weibchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vogelbad – bei 9 Grad

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Ende Oktober. Eine Pfütze vor einer Feldhecke. Außentemperatur:  9°C.  Dichtes Gedränge. Bergfinken, Bluthänflinge, Buchfinken,  Distelfinken, Grünfinken,  und sogar ein Rotkehlchen baden ausgiebig. Aber zuerst ist Trinken angesagt. Pfützen in der Nähe von Hecken oder anderen Gehölzen sind sehr beliebt, weil sie Verstecke und Fluchtmöglichkeiten bieten. Beim Baden sind die Vögel stets fluchtbereit. Ein fremdes Geräusch oder eine Bewegung – aber auch das Verhalten eines anderen badenden Vogels löst meist bei allen Badenden den Fluchtreflex aus. Aber nach wenigen Minuten kommen die Vögel an die Badestelle zurück. Die Vögel baden  nicht, weil es ihnen zu warm ist. Das Bad dient vor allem der Gefiederpflege. Sogar im Winter, wenn sich bei Tauwetter Pfützen bilden, kann man oft Vögel beim Baden beobachten.

Buchfink (links) und Bluthänfling (rechts)

Bergfink

Buchfink, Distelfink, Grünfink und Bluthänfling (v. links)