Es ist Anfang August – und es ist sehr heiß. Die jungen Zauneidechsen mögen es, wenn es so richtig warm ist. Doch sie müssen auf der Hut sein. Es gibt genügend Fressfeinde, vor allem aus der Luft, aber auch von Fuchs, Mardern und Wildschweinen droht Gefahr. Deswegen müssen sie gut getarnt sein. Und das sind sie. Ihr Körper ist so gemustert, dass sie kaum auffallen, wenn sie sich in spärlicher Vegetation mit steinigem Untergrund aufhalten. Normalerweise kann man sie nur entdecken, wenn sie sich bewegen.

Frisch geschlüpfte Zauneidechsen sind 50 bis 60 Millimeter lang. Auf diesem Bild ist eine junge Zauneidechse zu sehen. Sie hat sich gut versteckt. Können Sie die junge Eidechse entdecken? Die nächsten Bilder helfen Ihnen dabei.

Nur bei entsprechender Nähe und Vergrößerung wird die junge Zauneidechse sichtbar. Die olivbraune Grundfarbe und die feinen seitlichen Punkte lösen aus größerer Entfernung die Körperkontur auf.

Zauneidechsen sind in ihrem Bestand – leider auch im Kraichtal – stark bedroht. Vor allem das Verschwinden ihrer Lebensräume macht ihnen zu schaffen.  So stellt die Wiederbewirtschaftung von Brachland, der Verlust von Randstreifen oder Böschungen, aber auch der Straßen- und Siedlungsbau die Tiere vor große Probleme. Mit dem intensiven Mähen und Mulchen dieser Orte geht darüber hinaus manchmal auch noch die letzte Deckung verloren. Der Bestand der Zauneidechse ist in ganz Deutschland gefährdet. Deswegen steht sie unter strengem Schutz durch das Naturschutzgesetz!