Die Rötelmaus ist eine recht kleine Mäuseart und gehört zur Familie der Wühlmäuse. Es gibt mehrere Unterarten. Die Rötelmaus oder auch Wald-Wühlmaus gehört zu den häufigsten Säugetierarten in Europa. Ihr Bestand ist bei uns nicht gefährdet. Sie hat ihren Namen vom rotbraunen Rückenfell. Das Bauchfell ist weißlich oder grau. Je nach Region und Lebensraum kann sie unterschiedlich groß werden. Ihre Ohren sind relativ groß. Als Lebensraum bevorzugt sie Wälder, Gebüsche und waldnahe Hecken, aber auch Feuchtgebiete. Ihre Lebenserwartung beträgt im Normalfall  1,5 Jahre; im Einzelfall können die Rötelmäuse auch älter werden. In dieser Zeit bringen weibliche Rötelmäuse durchschnittlich 2-3 mal in ihrem Leben durchschnittlich 3 Jungen zur Welt.

Dass die Rötelmäuse nicht älter werden, liegt auch an der großen Anzahl der Feinde: Schleiereule, Waldkauz, Uhu, Waldohreule, Turmfalke, Sperber, Habicht,  ja auch der Storch und die Fischreiher machen Jagd auf sie. Zwar gelten die Rötelmäuse als Forstschädlinge, weil sie die Baumrinden verschiedener Baumarten fressen, aber die große Zahl der Jäger verhindert in den allermeisten Fällen ein Massenvorkommen der Mäuse – und damit einen großen Schaden im Forst.

Leider hat die Rötelmaus auch eine Bedeutung als Krankheitsüberträger: Zum einen ist sie Zwischenwirt für den Fuchsbandwurm – und zum anderen überträgt sie oft den Hantavirus, der ein Fieber auslöst, das schwere gesundheitliche Folgen mit sich bringen kann. Die Symptome sind mit Grippesymptomen vergleichbar. Die Übertragung wird durch den direkten Kontakt mit befallenen Tieren, oder durch Urin oder Kot ausgelöst. Selbst im getrockneten Kot sind die Viren noch infektiös. Deswegen sind auch Infektionen über die Atemwege möglich. Glücklicherweise sind schwere Verläufe der Krankheit in Deutschland relativ selten. In Deutschland gelten folgende Gebiete als belastet: Schwäbische Alb, Gebiete in Bayern und die Eifel.

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