Maikäfer sind im Kraichtal in diesem Jahr wieder einmal zu sehen. Es gibt mehrere Arten von Maikäfern. Bei uns ist der Feld-Maikäfer die häufigste Art. Wenn die Tiere ihre Larvenentwicklung abgeschlossen haben, kommen sie im April und Mai aus dem Boden. Im Mai und im Juni fliegen sie und paaren sich und fressen Blätter von den Laubbäumen. Nach ihrem Erscheinen leben sie etwa bis zu 7 Wochen. Wenn sie sich gepaart haben, stirbt das Männchen; das Weibchen stirbt nach der Eiablage.

Männchen und Weibchen kann man an den Fühlern unterscheiden. Die Fühler des Männchens sind recht groß, beim Weibchen sind sie klein.  Bei dem abgebildeten Käfer handelt es sich um ein Weibchen.

 

Das Maikäfer-Weibchen hat sich auf einem Zwetschgenbaum niedergelassen, wo es sofort mit dem Verzehr der Blätter beginnt.

Hier kann man deutlich die einzelnen „Blättchen“ der Fühler erkennen.

Ob und wie man Maikäfer bekämpfen sollte, ist derzeit heftig umstritten.

Bei der Eiablage werden bis zu 100 Eier in den Boden gebracht. Bevorzugt werden feuchte, humusreiche Böden. Die Engerlinge der Maikäfer gelten als Forstschädlinge, weil sie die Wurzeln der Laubbäume fressen und so großen Schaden anrichten können. Die Larvenentwicklung der Maikäfer vom Engerling bis zum fertig entwickelten Käfer dauert 3 bis 5 Jahre. In manchen Jahren kommt es zum Massenaufkommen der entwickelten Käfer. Diese „Maikäfer-Jahre“ laufen regional unterschiedlich ab.

Für Kinder kann es zu einem beeindruckenden Erlebnis werden, wenn sie die fliegenden und brummenden Käfer „live“ erleben dürfen. In früheren Jahrzehnten wurden die Maikäfer von Kindern nach ihrem Aussehen sortiert. Auch einige Literaturvorlagen belegen die enge Verbindung von Kindern mit den Maikäfern („Peterchens Mondfahrt“).