Kiebitze waren noch vor einigen Jahrzehnten Brutvögel im Kraichtal. Leider sind einige Feuchtgebiete nicht mehr vorhanden. So sind Kiebitze bei uns nur kurz zu beobachten, wenn sie im Herbst nach West- und Südeuropa ziehen – oder im Frühjahr, wenn sie unser Gebiet wieder auf dem Rückweg besuchen. Deswegen bleibt es im Kraichtal derzeit leider nur bei Zufallsbeobachtungen während des zweimaligen Vogelzuges im Jahr. Für ihre Brut bevorzugen sie Feuchtwiesen, Sümpfe oder Gewässerränder.

Auf ihrem Zug machen sie Rast auf  Wiesen und Feldern, wo sie nach Nahrung suchen können. Ihre Anwesenheit zeigt aber deutlich, dass der Frühling nun doch vor der Tür steht.

Kiebitze sind ungefähr so groß wie eine Taube. Im Prachtkleid ist die „Federholle“ länger als im Schlichtkleid – und auch das Gefieder ist kräftiger gefärbt. Bei geeignetem Sonnenlicht und aus der Nähe zeigt das Gefieder einen schönen grünen  und violetten Metallglanz. Die Unterseite ist weiß; zum Schwanz hin hat das Gefieder einen braunen Bereich.  Während der Brutzeit zeigen die Kiebitze auch ihre Flugkünste mit akrobatischen Vorführungen – und auch ihr Gesang ist in dieser Zeit besonders eindrucksvoll.  Im Herbst ziehen sie oft in großen Gruppen, in denen auch oft andere Vogelarten vergesellschaftet sind. Im Frühjahr sind die Gruppen oft kleiner.   (den Beitrag zum Herbst-Zug ansehen)