Der Haussperling ist schlicht der Kulturfolger des Menschen. Er ist sicher der bekannteste Singvogel bei uns. Der Haussperling findet überall dort seine idealen Lebensräume, wo er ganzjährig an Sämereien und Getreide kommt – und wo er geeignete Nistmöglichkeiten findet. Haussperlinge sind Höhlenbrüter. Sie bevorzugen vor allem das kultivierte Getreide wie Weizen, Hafer und Gerste. Darüber hinaus sind sie sehr anpassungsfähig, was sie in den Städten oft beweisen, wenn sie sich an die Abfälle von Imbißbuden heranmachen. In geeigneten Lebensräumen sind oft ganze Kolonien von Haussperlingen anzutreffen. Ideale Plätze sind landwirtschaftlich geprägte Siedlungen, Geflügelfarmen, Aussiedlerhöfe,  Zoologische Gärten, aber auch Einkaufszentren. Durch den Rückgang der landwirtschaftlichen Betriebe, aber auch durch die geänderte Bauweise und Versiegelungsmaßnahmen an Neubauten fallen viele Gebäude als Nistmöglichkeiten aus. Deswegen nimmt seit einigen Jahren der Bestand der Haussperlinge bei uns ständig ab. Ein Grund ist sicher auch, dass in den Dörfern die Kleintierhaltung stark abgenommen hat. Hier konnten die Haussperlinge bisher rund um die Uhr problemlos an Futter gelangen.

Das Männchen ist leicht an seinem schwarzen Kehllatz und dem grauen Scheitel zu erkennen. Dazu hat es  graue Wangen und einen grauen Bauch. Insgesamt ist es kontrastreicher gefärbt als das Weibchen.

Der schwarze Fleck an der Kehle („Latz“) ist zwar schon sichtbar; zur Brutzeit ist er aber voll entwickelt, wenn das Männchen sein „Prachtkleid“ zeigt.

Das Weibchen ist viel unauffälliger gefärbt als das Männchen. Deutliches Kennzeichen ist jedoch der helle Augenstreif, der mehr oder weniger ausgeprägt sein kann. 

Sperlinge galten lange Zeit als Fruchtschädlinge, die intensiv bejagt wurden. Haussperlinge haben zahlreichen Feinde. Neben den Greifvögeln wie Sperber und Turmfalke, machen Schleiereulen, aber auch Katzen Jagd auf Sperlinge.