Es ist Ende Mai, Anfang Juni. Die Ligustersträucher entlang der Waldwege blühen. Das ist die Zeit, wo man bei uns im Wald oder entlang von Feldhecken die Rosenkäfer beim Blütenbesuch beobachten kann. Der Goldglänzende Rosenkäfer gehört bei uns zu den geschützten Käferarten. Er kann bis zu 20 mm lang werden und gehört innerhalb der Käfer zur Gruppe der Blatthornkäfer. In Europa gibt es ungefähr 10 Arten. Weltweit gibt es fast 3000 Arten.

Die Körperoberseite ist sehr variabel gefärbt und schillert je nach Lichteinfall von goldgelb bis metallisch blau oder grün. Die Unterseite ist stark behaart; bei ältern Käfern sind die Haare auf der Oberseite meist schon abgerieben. Die Oberseite weist mehrere weiße Flecken auf, die je nach Lichteinfall gut zu sehen sind.

Goldglänzende Rosenkäfer sind eifrige Blütenbesucher. Sie fliegen von Ende April bis Oktober. Bei uns im Kraichtal kann man sie sehr häufig auf Ligusterblüten finden. Ihren Namen haben sie erhalten, weil sie häufig auf Rosenblüten und -blättern zu sehen sind. Im Gegensatz zu früheren Zeiten weiß man inzwischen, dass sie dabei aber kaum Schaden anrichten.

Andere Insektengruppen wie Milben oder Blattläuse oder Schildläuse sind eine viel höhere Bedrohung für die Rosen im Garten. Zudem sind Bekämpfungsmaßnahmen verboten, weil er – wie schon erwähnt – in Deutschland als seltene und bedrohte Tierart gilt – und deswegen geschützt ist.

Wir sollten uns darüber freuen, dass es bei uns im Kraichtal noch zahlreiche Exemplare dieser wunderschönen Käferart gibt.

Hier kann man erkennen, woher die Goldglänzenden Rosenkäfer ihren Namen haben.