Gänseblümchen sind ganz frühe Frühlingsboten. Das Gänseblümchen dürfte eine der bekanntesten Blütenpflanzen Mitteleuropas sein, da es fast überall vorkommt. Schon ab Ende Januar kann man es an sonnigen Stellen finden. Es wächst auf Wiesen und Weiden, aber auch zwischen den Reben in den Weinbergen kann man sie entdecken. Der Stängel der Gänseblümchen ist blattlos aber leicht behaart – und am Ende befindet sich der Blütenkopf mit zahlreichen Blüten. Die Blätter befinden sich alle am Stängelgrund und bilden eine Blattrosette.

Am Abend und bei schlechtem Wetter schließen sich die Blütenköpfchen der Gänseblümchen. Im Lauf des Tages drehen sich die Blütenköpfchen immer in die Richtung der Sonne. Dies ist bei vielen Vertretern der Korbblütengewächse so.

Das Gänseblümchen gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Zwar sieht der Blütenkopf wie eine einzige Blüte aus, in Wirklichkeit sammeln sich aber in dem Blütenkopf zahlreiche Einzelblüten. Die äußeren weißen Blüten sind zungenförmig und haben mit der Bestäubung nichts zu tun. Auf dem Boden des Blütenkopfes drängen sich oft über 100 gelbe Einzelblüten, die nacheinander aufblühen und die eigentlichen Blütenorgane wie Staubblätter und Fruchtblätter beherbergen. Um das Gänseblümchen, das auch als Arzneipflanze Verwendung fand, bildeten sich viele Mythen. Im Volksglauben diente es auch als „Orakelpflanze“: Beim Herausziehen der weißen Zungenblüten kam oft der Abzählvers “ er liebt mich“, „er liebt mich nicht!“ ins Spiel. Bestäubt werden die Gänseblümchen vor allem von Insekten, aber auch andere Tiere, der Mensch, Wind und Regen spielen hierbei eine Rolle.