Auch die Fichte gehört zu den Kieferngewächsen. Von ihr gibt es viele Unterarten. Sie wächst schnell und bringt dadurch hohe Erträge. Deswegen wurde sie in der Vergangenheit oft als Monokultur angepflanzt. Fichten können harte Winter gut ertragen. Im Sommer haben sie aber einen hohen Wasserbedarf. In trockenen, niederschlagsarmen Sommern  bekommen sie  deswegen ein  Problem.  Was  bei der Fichte sofort auffällt: Im Gegensatz zu den Tannenzapfen hängen die Fichtenzapfen an den Zweigen nach unten und fallen als ganzer Zapfen auf den Boden, wo sie sich dann auflösen. Tannenzapfen zerfallen aber auf dem Baum (siehe den Beitrag „Nordmann-Tanne“).

Im Unterschied zu Tannennadeln sind die Fichtennadeln vierkantig und spitz und nicht wie die Tannennadeln flach. Ein Merksatz macht dies deutlich:  „Die Fichte sticht, die Tanne nicht!“

Fichtennadeln bilden an ihrer Basis auf der Rinde einen kleinen Höcker aus. Löst man Fichtennadeln ab, so löst sich dieser Höcker mit ab.  Tannennadeln lassen sich vollständig lösen, ohne das ein Teil des Zweiges mit abgelöst wird.

Die Rinde einer Fichte bildet rötliche Schuppen aus. Deswegen erhielt sie auch die Bezeichnung „Rottanne“, obwohl sie botanisch gesehen, nicht zur Familie der Tannen gehört. Im unteren Bild die Rinde einer einzeln stehenden alten Fichte, Wind und Wetter ausgesetzt. Obwohl sie überwiegend grau ist, gibt es doch noch rötliche Teile der Rinde.