Ein Turmfalke benötigt pro Tag ungefähr 3 Mäuse. Wenn er Junge zu versorgen hat, sind es entsprechend mehr. Die Mäuse werden nicht in einem Stück verzehrt; der Turmfalke reißt Teile vom Beutetier ab und verschluckt erst ganz zum Schluss den gesamten Rest. Haare, Federn oder Knochen kann er nicht verdauen. Diese unverdaulichen Nahrungsbestandteile werden im Magen zu einer zylinderförmigen Masse zusammengefügt – und dann vom Vogel ausgewürgt. Meist umhüllen Haare die Knochenreste; so wird Verletzungen beim Auswürgen vorgebeugt. Das ausgewürgte Teil sieht wie ein Wollknäuel aus („Gewölle“).

Gewölle finden sich bei den meisten Greifvögeln und Eulen. Je größer das Beutetier, desto größer auch die Gewölle oder „Speiballen“.

Bei den Bildern handelt es sich um ein Weibchen. Deutlich sichtbar: der braune Kopf und Mantel und vor allem der gebänderte Schwanz sind sichere Erkennungsmerkmale.

Das Weibchen würgt mehrfach -und dann kommt das „Gewölle“ zum Vorschein.