Blässhühner brüten zweimal im Jahr. Die Brutzeit beginnt im März/April und endet im August. Das Nest ist meist im Schilf des Uferbereichs verborgen und ist oft ein „Schwimmnest“. Bei jeder Brut werden 4 – 10 Eier gelegt. Manchmal sind es auch mehr als 10 Eier. Die Jungen werden von den Altvögeln mit Wasserpflanzen,Insekten, Schnecken und anderen Kleintieren gefüttert. In siedlungsnahen Gewässern spielt auch Brot eine große Rolle als Nahrung, weil sie dort von den Besuchern mit Brotresten versorgt werden. In diesem Kleingewässer im Kraichtal waren Brotreste allerdings kein Thema.

Die Küken haben ein grauschwarzes Federkleid, einen roten Kopf und einen gelb-roten Kragen. Als Nestflüchter verlassen sie schon kurz nach dem Schlüpfen das Nest und schwimmen mit den Altvögeln auf dem jeweiligen Gewässer.

Die Jungen suchen die Nähe zum Altvogel, beginnen aber schon selbst nach Futter zu suchen. Dem Wasserfrosch  hingegen wurde die Situation zu brenzlig. Er schwamm weg.

Beim Nestbau, bei der Bebrütung des Geleges und bei der Aufzucht der Jungen sind beide Altvögel beteiligt. Gegen Ende einer Brutperiode übernimmt oft das Männchen die Fütterung der Jungvögel, weil das Weibchen schon die nächste Generation ausbrütet.

Männchen und Weibchen lassen sich nur schwer unterscheiden. Beide sehen eigentlich gleich aus; Männchen haben ein etwas größeres weißes Stirnschild und sind insgesamt etwas größer. Die Jungvögel werden noch mehrere Wochen von den Altvögeln gefüttert.