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Ringeltaube

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Die Ringeltaube ist die größte einheimische Taubenart. Auch sie ist eine typische Bewohnerin der Feldflur. Allerdings kann man sie seit einigen Jahren auch in der Nähe der menschlichen Siedlungen antreffen.  So brütet sie auch in geeigneten Biotopen (Parkanlagen, große Gärten) in den Dörfern. Ihr Kennzeichen ist der weiße Seitenfleck (sieht von weitem wie ein Ring aus, ist aber keiner) am Hals. Dazu fällt beim Fliegen ihr weißes Band auf  den Flügeln auf. Ein weiteres Merkmal ist das laute Flügelklatschen, wenn sie aufgeschreckt bei Gefahr startet. Ebenso fällt ihr Balzflug auf.  Dieser ist gekennzeichnet durch einen kurzen, sehr steilen Aufstieg mit Flügelklatschen – und anschließendem Abwärtsgleiten mit steif gehaltenen Flügeln und gespreizten Steuerfedern.

Hier kann man auch die leicht weinrote Brust erkennen, die zum Bauch hin blasser und heller wird.

Im  Winter kommen viele Ringeltauben zu uns ins Kraichtal und bilden dort oft riesige Schwärme mit mehreren Hundert Vögeln. Auch an den verschiedensten Futterstellen kann man sie beobachten, wie hier gemeinsam mit Buchfinken.

Dieser Schwarm vom Winter bestand aus mindestens 500 Vögeln, die in mehreren Ketten über das gesamte Feld verteilt waren.

Türkentaube

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Die Türkentaube ist eine mittelgroße Taube, die sich durch ihr einfarbiges, helles Gefieder von den anderen bei uns vorkommenden Taubenarten unterscheidet. Man findet sie oft in der Nähe menschlicher Siedlungen, wo sie auch gerne brütet. Ihre Nahrung aber findet sie vor allem in der umliegenden Feldflur. Im Winter besucht sie oft die angebotenen Futterstellen für Singvögel. Das Gefieder ist auf der Oberseite in verschiedenen hellgrauen Tönen gefärbt, die Unterseite ist weißlich-grau. Die rötlichen Augen haben einen weißen Augenring. Ihr wichtigstes Kennzeichen ist aber der schmale schwarze, weißgerandete Nackenring. Auch ihr Ruf ist charakteristisch. Während der Brutzeit ist er intensiv und lange zu hören. Die Betonung liegt dabei auf der zweiten Silbe:   “ … du-DUU-du“.

Die Türkentaube stammt ursprünglich aus Asien, breitete sich aber in den vergangenen Jahrzehnten nach Mitteleuropa aus. Inzwischen sind sie bei uns Standvögel geworden, die auch im Kraichtal das ganze Jahr beobachtet werden können.

Türkentauben ernähren sich von Samen, Getreidkörnern und verschiedenen Früchten.

In Gärten und Parks zeigen sie sich oft wenig scheu, vor allem wenn sie dort reichlich Futter vorfinden.

Ihr Nest baut sie in hohen Bäumen; bevorzugt werden dabei Nadelbäume. Das Nest selbst ist sehr einfach gebaut. Türkentauben bekommen im Schnitt 1-2 Jungvögel, die im Jugendgefieder keinen grauschwarzen Nackenring aufweisen. Oft erfolgen mehrere Bruten hintereinander, um die hohen Verluste durch Beutegreifer auszugleichen. In einigen Bundesländern und anderen europäischen Ländern ist zudem die Jagd auf Türkentauben erlaubt. Allerdings bestehen in diesen Fällen feste Jagd- und Schonzeiten.

Die Taube ruft gerade. Das tut sie meist sehr ausdauernd.

Turteltaube

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Die Turteltaube gehört zu den kleineren Taubenarten. Sie ist im Kraichtal als Sommervogel (April bis September) heimisch.  Offene Landschaft mit Hecken- und Gehölzstreifen und lichte Wälder:  Diese – für das Kraichtal typischen Lebensräume – braucht sie. Dazu muss es warm sein. Überall dort, wo Weinbau betrieben wird, kann man sie beobachten. Das ist allerdings sehr schwierig, denn Turteltauben sind sehr scheu und haben eine hohe Fluchtdistanz. Aus der Ferne kann man sie manchmal auf Strommasten oder Baumwipfeln sitzen sehen. Wenn man Glück hat, kann man sie entdecken, wenn sie auf dem Boden nach Sämereien sucht. So findet man sie oft in der Nähe frisch abgeernteter Getreidefelder bei der Nahrungssuche. Typisch ist neben ihrem auffallenden Flügelmuster auch der Halsfleck, der aus weißen und schwarzen, aber auch bläulichen Streifen besteht und das orangerote Auge.

 

Die Turteltaube – mal aus einem anderen Blickwinkel

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„Turteltaube am Schlauchweg“                                    Grafik von Thomas Bratzel,  24.11.17

Thomas Bratzel ist ein begeisterter Naturfreund. Er hat sich in vielen Jahren ein enormes Wissen in zahlreichen Gebieten der Natur angeeignet. Was er zum Beispiel über Vögel und deren Lebensweise weiß, ist begeisternd. Aber auch in vielen anderen Bereichen der Biologie kennt er sich sehr gut aus. Eigentlich ist er schon seit seiner Kindheit in Sachen Natur unterwegs. Und bis heute arbeitet er aktiv an Naturschutz-Projekten mit und gibt sein breites Wissen vorbehaltlos an andere weiter. Nun hat er vor einigen Jahren mit dem Zeichnen begonnen. Und es ist klar, dass er seine „Objekte“ draußen in der Natur findet. Schon die ersten seiner Bilder, die ich zu sehen bekam, haben mich tief beeindruckt. So kann man auch an der Grafik der Turteltaube erkennen, mit wieviel Sachverstand und Detailtreue er ans Werk geht. Seine Bilder drücken seine Liebe zur Natur aus und dokumentieren aus einem anderen Blickwinkel, wie viel Leben es bei uns im Kraichtal noch  gibt – und dass es darum gehen muss, dieses Leben zu erhalten.

Für mich ist auch sein grafisches Talent beeindruckend. Deswegen werde ich auf diesem Blog weiterhin Bilder von Thomas Bratzel veröffentlichen, weil es ihm mit seinen Bildern gelingt, auszudrücken, wie liebens- und lebenswert unsere Natur im Kraichtal noch ist – und dass es wert ist, sich um den Erhalt dieser,  unserer Lebenswelt zu bemühen. Zudem denke ich, dass er seine tollen Bilder mit  anderen Menschen teilen sollte.