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Schafstelze

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Auch die Schafstelze aus der Familie der Pieper und Stelzen kommt bei uns im Kraichtal vor. Sie brütet bei uns vor allem auf feuchten Wiesen, aber auch auf Feldern und Äckern. Hier sind auch die Aufnahmen entstanden. Es gibt verschiedene Gefiedervarianten unter den Schafstelzen. So ist es nicht immer leicht, die genaue Unterart zu bestimmen. Deutliche Unterschiede zur Bachstelze ist der etwas kürzere Schwanz, der bei der Gebirgsstelze erheblich länger ist. Vor allem an der tief gelb gefärbten Unterseite unterscheidet sie sich von den anderen Stelzenarten. Der Kopf ist blaugrau und der dicke Oberaugenstreif sind weitere Kennzeichen. Dazu kommt der weiße Bartstreif zwischen der dunklen Kopfseite und der gelben Kehle.

Männchen im Frühjahr kurz vor dem fertigen Prachtkleid. Die Wangenseite wird dunkelgrau, der Scheitel färbt sich blaugrau.

Jetzt ist das Männchen im Prachtkleid. Kräftiges Gelb an der Kehle und Bauchseite; dunkles Blaugrau an den Wangen und am Scheitel, dazu der leuchtend weiße Überaugenstreif.

Das Weibchen der Schafstelze ist viel blasser gefärbt.

Weibliche Schafstelzen in einem Maisfeld

Schafstelzen sind Bodenbrüter. Sie legen ihr Nest gewöhnlich in dichter Vegetation an. Normal sind 2 Jahresbruten mit jeweils 5-6 Jungen.

Bachstelze

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Die Bachstelze ist bei uns von März bis in den Oktober hinein zu beobachten. Sie ist also im Kraichtal ein Sommervogel. Die Bachstelze findet man in der Nähe von Siedlungen in offener Kulturlandschaft, in der Nähe von Wasser, aber auch auf Industrieflächen. Sie baut gerne an Gebäuden, in Gebäudelücken, auf Dachbalken oder sogar in Holzstößen. Sie fällt durch ihr schwarz-weißes Gefieder – und durch ihr ständiges Schwanzwippen auf. Sie bleibt selten an einem Platz und läuft unruhig hin und her. Bachstelzen ernähren sich von Insekten und anderen Kleintieren.

Die Aufnahmen stammen von Mitte März kurz nach der Ankunft im Kraichtal. Die Bachstelze läuft ständig auf der Nahrungssuche umher.

 

Männchen im Prachtkleid

Männchen und Weibchen sind ähnlich gefärbt; beim Weibchen findet sich weniger Schwarz im Gefieder; eher überwiegen schwarz-graue Farbtöne. Bei den Bildern oben handelt es sich um ein Männchen. Die unteren Bilder zeigen ein Weibchen in einer großen Pfütze.

Im Vergleich zum Männchen zeigen Weibchen mehr Grau – und auch das Schwarz ist nicht so stark ausgeprägt. Zudem haben manche Vögel im Kehl- und Kinnbereich einen grün-gelben Anflug oberhalb des schwarzen Brustbandes.

 

 

Wintergast Wiesenpieper

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Der Wiesenpieper gehört zur Gruppe der Pieper und Stelzen und ist normalerweise nur während der Wintermonate im Kraichtal zu beobachten. Ab Ende September/Anfang Oktober stellen sich die ersten Exemplare ein. Bei uns im Kraichtal sind im Winter meist kleinere Schwärme des Wiesenpiepers unterwegs. Die natürlichen Lebensräume des Wiesenpiepers sind offene Wiesenflächen und Weidelandschaften, Moore und Heiden. Die bei uns überwinternden Vögel kommen meist aus nördlichen Gebieten, vor allem Skandinavien.

Der Wiesenpieper ist ungefähr so groß wie ein Haussperling. Wichtige Kennzeichen sind der gelbe Schnabel und die kräftige Strichelung auf dem Rücken. Der Überaugenstreif ist meist nur sehr kurz. Er kann mit dem Baumpieper verwechselt werden; allerdings unterscheiden sich ihre Lebensräume voneinander. Auch im Gefieder und in der Schnabelform unterscheiden sich beide Arten. Zudem überwintert der Baumpieper nicht bei uns.

Durch sein Gefieder ist der Wiesenpieper hervorragend an den Lebensraum Wiese und Weide angepasst. Die folgenden Bilder zeigen einen Wiesenpieper in einem Graben am Rande einer ausgedehnten Wiese im Januar im Kraichtal. Man muss schon genau hinschauen, um ihn zu entdecken. Er ist auf jedem der folgenden Bilder zu sehen.

In einer solchen Umgebung ist der Wiesenpieper nur schwer zu entdecken. Kaum zu glauben: Trotz der kräftigen Rückenstrichelung ist der Wiesenpieper in einer solcchen Umgebung hervorragend getarnt.

 

Gebirgsstelze

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Obwohl sie eigentlich in höheren Lagen zu Hause ist, kann man sie im Kraichtal das ganze Jahr über beobachten. Auf dem Bild ist eine Gebirgsstelze im Winter zu sehen, die sich an einem Graben auf Nahrungssuche macht. Auffällig für Gebirgsstelzen ist ihr langer Schwanz (der längste unter den Stelzenarten) und ihre kurzen Beine. Von der Schafstelze, die ähnlich gefärbt ist, unterscheidet sie sich durch den sehr langen Schwanz, den grauen Kopf und Mantel, den schmaleren Überaugenstreif und wesentlich mehr Gelb an der Schwanzbasis.

Hier geht sie in dem flachen Graben mit relativ schnell fließendem Wasser auf die Jagd. Dabei stochert sie im Boden, dreht Blätter um und findet so  ausreichend Nahrung. Ein weiteres Kennzeichen der Gebirgsstelzen ist das ständige Wippen mit dem Hinterleib und dem Schwanz.

 

Das Video zeigt ein weiteres Merkmal der Gebirgsstelze:  Ständiges Wippen mit dem Hinterleib und dem langen Schwanz. Es wird mehr als deutlich: Im Wasser ist sie in ihrem Element.