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Die jungen Stare sind flügge, aber sie wollen nicht ausfliegen!

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Stare sind Höhlenbrüter. Jede verlassene Höhle wird, wenn möglich als Kinderstube benutzt. Hier ist es ein alter Apfelbaum, in dem mehrere Starenfamilie ihre Jungen großziehen. Die zwei Jungvögel sind die letzten der Brut, die das Nest verlassen sollen. Ein Altvogel sitzt vor dem Nest und lockt.

Die beiden Jungvögel sind hoch interessiert, trauen sich aber nicht aus der Nisthöhle.

Der andere Altvogel kommt. Er hat einen Schnabel voller Insekten dabei. Es ist erstaunlich, wie es der Altvogel schafft, so viele Insekten in seinem Schnabel festzuhalten.

Er landet unterhalb des Nestes und fliegt dann auf den Nachbarbaum, von wo aus er die Jungvögel lockt.

Die sind aber nicht bereit, für das angebotene Futter die Bruthöhle zu verlassen.

Da erscheint der andere Altvogel an der Höhle. Er hat ein Super-Angebot dabei: Eine Blindschleiche. Jetzt muss es doch klappen!

Die Jungen schnappen zu; der Altvogel lässt nicht locker und will die Jungen offenbar aus der Nisthöhle ziehen.

Ein wildes Gerangel und Gezerre mit beiden Jungvögeln beginnt.

Die Bemühungen bleiben umsonst. Der Altvogel verschwindet mit seiner attraktiven Beute.

Die Jungen schreien wild hinterher – und bleiben in der Höhle.

Die Jungvögel bleiben  am Einflugloch und warten erst mal ab. ….

Wenig später: Offenbar hat der Hunger doch gesiegt. Die Höhle ist leer. …

18 Wochen später: Ende September. Jungstare unter sich. Vielleicht sind sie auch dabei …..

Vogel des Jahres 2018: Star

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Er ist der Vogel des Jahres 2018, und während der Brutzeit ist er tatsächlich ein „Star“. Es gibt kaum einen Vogel bei uns, der ein solch breites Spektrum von Tönen und Geräuschen in seinem Gesang aufweist. Weil er andere Vögel und andere Umweltgeräusche täuschend nachahmen kann, finden sich in seinem Gesang viele Fragmente von Geräuschen und Melodien: Mäusebussard, Hühner, Enten, Sperlinge, ja sogar das Klingeln eines Telefons können manche Stare imitieren. Und gerade beim „Mäusebussard“ schaut man öfter in den Himmel, um dort den gerade rufenden Bussard zu entdecken – und registriert dann, dass ein Star auf einem Baum oder in der Hecke der eigentliche Urheber ist. Und gerade in Waldnähe entpuppt sich mancher „Pirol“ als sangesfreudiger Star. Trotz seines Gesanges hat sich der Star aber nicht überall beliebt gemacht. Vor allem bei den Wein- und Obstbauern hat er sich wegen seines Appetits auf Kirschen und Trauben recht wenig Freunde gemacht. Die Zahl der Starehat in den letzten Jahren in manchen Gegenden stark abgenommen. Er gilt in Teilen Deutschlands als „gefährdete Art“.

Während der Brutzeit sitzen die Männchen oft exponiert auf Ästen und Zweigen – und schlagen während des Gesangs wie wild mit den Flügeln

Der Star gehört innerhalb der Sperlingsvögel zur Gruppe der Stare. Waren die Stare vor einigen Jahrzehnten noch Zugvögel, so bleiben viele von ihnen das ganze Jahr bei uns. Im Kraichtal ist er sehr häufig zu beobachten. Während der Sommermonate und im Herbst bilden sich oft große Schwärme mit beeindruckenden Flugfiguren, wenn die Stare ihren Übernachtunsplatz ansteuern.  Im Winter kann man die Ansammlungen von Staren vor allem in den Streuobstwiesen beobachten, wo sie sich vom Fallobst ernähren können.

Jungstare im Oktober auf einem Kirschbaum. Da die Stare bei günstiger Witterung meist 2 Bruten/Jahr haben, kann die Zahl der Jungvögel im Herbst noch sehr beachtlich sein.

Und so sieht es im Frühjahr aus:

Kaum werden die Tage wärmer, gehen ganze Trupps von Staren in den Wiesen auf Insektenjagd. Übrigens: Zur Brut der Stare und der Jungenaufzucht wird ein weiterer Beitrag in diesem Blog folgen.