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Erlenzeisig

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Der Erlenzeisig gehört innerhalb der Sperlingsvögel zu den Finken. Er ist bei uns im Kraichtal regelmäßig zu beobachten. Der kleine Vogel ist bei uns Jahresvogel. Man kan ihn aber im Winterhalbjahr am besten beobachten, wenn er sich an die Samen von Schwarzerlen oder Birken heranmacht. Das Männchen hat einen schwarzen Scheitel, beim Weibchen sind die Farben insgesamt blasser; aber vor allem fallen beim Weibchen die Strichelungen auf. Im Winterhalbjahr sind die Erlenzeisige oft in kleinen Schwärmen unterwegs.

Das Männchen mit deutlich schwarzem Scheitel. Während der Brutzeit wird  die Färbung deutlich intensiver.

Die nächsten Bilder zeigen Weibchen ohne schwarzen Scheitel, aber mit deutlichen Strichelungen. Erlenzeisige kann man auch am kurzen, stark gegabelten Schwanz erkennen.

Hier holt sich ein Erlenzeisig-Männchen gerade die Samen aus einem „Erlenzapfen“ heraus. Im unteren Bild sind es zwei Weibchen.

Neben den Samen von Erle und Birke ernähren sich die Erlenzeisige auch von Knospen.

Erlenzeisig-Männchen im Prachtkleid

Bergfink

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So wie zum Beispiel die Nachtigall im Kraichtal ein „Sommervogel“ ist, sind Bergfinken im Kraichtal „Wintervögel“. Schon ab Ende September kann man die ersten Bergfinken bei uns antreffen. Den Sommer verbringen sie im Norden Europas, wo sie in Nadel- und Birkenwäldern brüten. In strengen Wintern kommen sie oft in großen Scharen zu uns, in milden Wintern kann es vorkommen, dass man bei uns nur einzelne Exemplare sieht. Bergfinken ernähren sich im Winter von Sämereien, vor allem von Bucheckern. Aber auch sie profitieren von den immer häufiger angelegten Feldern mit „Zwischenfrucht“, wo sie sich von zahlreichen samentragenden Pflanzen ernähren (z.B. Sonnenblumen). Manchmal kann man sie auch an den winterlichen Futterstellen beobachten. Je nach Witterung kehren sie spätestens Anfang/Mitte April wieder in ihre Brutgebiete zurück.

Auch bei den Bergfinken ist das Männchen auffälliger gefärbt als das Weibchen.. So sind beim Männchen Kopf und Schulter blauschwarz, Kehle und Brust sind braun-orange, der Schnabel ist im Prachtkleid schwarz. Im Sommerkleid ist der Schnabel gelblich gefärbt, hat aber eine schwarze Spitze. Das Weibchen ist insgesamt heller  und weniger auffallend gefärbt. So ist die Kopfseite beim Weibchen nicht schwarz.

Männchen

Weibchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buchfink

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Der Buchfink ist im Kraichtal recht häufig. In den Wintermonaten kommen noch zusätzliche Buchfinken aus Nord- und Nordosteuropa oft in großen Schwärmen  zu uns, die bei uns dann den Winter verbringen und im Frühjahr wieder in ihre  ursprünglichen Gebiete abziehen. Beide Geschlechter unterscheiden sich im Gefieder; das Weibchen ist weniger auffällig gefärbt, die Oberseite ist grün-grau, die Unterseite ist weißlich-grau, die Flügelbinden sind schmaler als beim Männchen. Buchfinken suchen ihre Nahrung oft am Boden. Buchfinken ernähren sich vor allem von Sämereien. Bei uns sind die Buchfinken Jahresvögel. In strengen Wintern kann es aber vorkommen, dass sie in wärmere Gebiete ausweichen. Wenn Buchfinken ans Futterhaus kommen, lesen sie meist die heruntergefallenen Sämereien vom Boden auf. Auffallend ist auch ihr Gesang, der während der Brutzeit sehr oft zu hören ist, und dem regional einige Merkverse als „Eselsbrücke“ unterlegt werden Bekannt ist auch sein Regenruf  „trüb“.

Buchfink-Weibchen im Herbst und Frühjahr (unten) auf Nahrungssuche

Männchen und Weibchen im Frühjahr kurz vor der Brutzeit

Im Prachtkleid zeigt das Buchfinken-Männchen kräftige Farben: graublauer Kopf, rotbraune Brust und grüner Bürzel sind die Kennzeichen.

Buchfinken-Männchen im „Prachtkleid“

Teile eines Buchfinken-Schwarms im Dezember 2016; vereinzelt sind auch Bergfinken zu sehen. Links und rechts des Wirtschaftsweges befinden sich Erlen und Birken. Die am Boden liegenden Sämereien werden von den Finken gefressen.

Grünfink oder Grünling

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Der Grünfink gehört innerhalb der Gruppe der Sperlingsvögel zu den Finken. Im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten ist der Grünfink, ähnlich wie der Haussperling, zu einem „Kulturfolger“ des Menschen geworden. Sein ursprünglichen Lebensräume waren der Waldrand, vor allem aber offene Feldfluren mit Hecken. Heute kann man ihn sogar in kleineren Gärten finden, wenn es dort eine dichte Hecke oder Bäume gibt. Sogar mitten in den Großstädten ist er ein typischer Vogel der Parks, Friedhöfe oder sonstigen Grünanlagen.

Seinen Namen verdankt er seiner Gefiederfarbe. Ein Merkmal sind aber die gelben Federn an den Flügelrändern und am Schwanz. Das Weibchen ist weniger auffällig gefärbt. Der kräftige Schnabel gibt einen Hinweis auf die Ernährung. Grünfinken ernähren sich von Samen oder Beeren und im Winter von ölhaltigen Sämereien. Selbst die Jungvögel werden überwiegend mit pflanzlicher Nahrung großgezogen. Im Winter ist er ein häufiger Gast an den Futterstellen. Dabei kann er sehr zutraulich sein.

    

Distelfink oder Stieglitz

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Es ist Ende Oktober, Anfang November. Der junge Distelfink ist gerade in der Mauser und wird sein Erwachsenenkleid mit dieser Mauser erhalten. Dann wird sein Gefieder vor allem am Kopf ein kräftiges rotes „Gesicht“ und schwarze Streifen erhalten. Er wird dann zu den farbenprächtigsten Vögeln bei uns im Kraichtal gehören. Der Distelfink war der „Vogel des Jahres 2016“

Der Distelfink ist auf die offene Feldflur spezialisiert. Brachliegende Felder mit einem hohen Distelbestand, Unkrautflächen, aber auch Getreide- und Rapsfelder oder Sonnenblumen werden regelmäßig besucht. Er gehört bei uns zu den farbenprächtigsten Vögeln. Er ist ein Standvogel, das heißt, auch im Winter bleibt er bei uns und besucht die zahlreich angebotenen Futterstellen im Feld und in den Dörfern. Auch er tritt immer in kleinen Trupps auf, die sich gegenseitig vor Feinden warnen. Die Fluchtdistanz ist meist sehr groß.