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Waldkauz

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Lebensraum des Waldkauzes ist der Wald. Hier brütet er in alten Laubbäumen mit großen Höhlen.  Auch er jagt vorwiegend Mäuse, aber auch Insekten. Wenn sich Jungvögel in der Nisthöhle befinden, kann er auch Menschen gegenüber aggressiv reagieren. Der abgebildete Waldkauz hatte seine Bruthöhle in einer alten Buche, die in etwa 12 m Höhe abgebrochen war – und offenbar eine größere Höhle hatte. Diese war von Efeu überwuchert. Wenn dann am Nachmittag die Sonne auf die Höhle schien, ließ er sich regelmäßig beim Sonnenbad beobachten. Bei Störungen zog er sich in die Höhle zurück.

Waldohreule

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Die Waldohreule ist etwas kleiner als der Waldkauz und ungefähr so groß wie die Schleiereule. Ein Kennzeichen sind die langen Federohren, die während der Balz, bei Alarm oder in der Tarnhaltung gut zu sehen sind. Waldohreulen kann man bei uns im Kraichtal  in Gehölzen und Bäumen in Waldnähe beobachten. Da sie dämmerungs- und nachtaktiv ist, kann man sie tagsüber oft in Nadelbäumen beobachten, wo sie recht gut versteckt den Tag verbringt. Sie ernährt sich hauptsächlich von Mäusen. Waldohreulen brüten meist in verlassenen Nestern anderer Vögel, z.B. Krähennestern.

Die Jungvögel verbringen im Laufe ihrer Entwicklung einige Tage als sog. „‚Ästlinge“ außerhalb des Nestes, wo sie von ihren Eltern gefüttert werden. Dabei fallen vor allem ihre lauten und durchdringenden „Bettelrufe“, die „herzzerreißend“ klingen und sehr weit zu hören sind, auf. Oft sind in den Bäumen, wo sich die Ästlinge aufhalten, größere Ansammlungen von Jungvögeln zu entdecken. Dies birgt aber auch Gefahren für die Jungeulen. Wenn sie zum Beispiel von Rabenkrähen entdeckt werden, kann dies das Ende bedeuten. Die folgenden Bilder zeigen einen solchen Vorfall:

Eine junge Waldohreule wurde von Krähen in einem Baum entdeckt und sofort attackiert. Glücklicherweise geschah dies in einem parkähnlichen Hausgarten. Die Besitzerin bemerkte den Vorfall und brachte die Waldohreule in ihrem Haus in Sicherheit. Anschließend wurde sie in eine Station für verunglückte Greifvögel gebracht, wo sie sich gut erholte und wieder ausgewildert werden konnte.

Beeindruckend ist die orange Iris der jungen Waldohreule.

Uhu

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Der Uhu ist die größte einheimische Eule.  Er teilte das Schicksal aller Greifvögel. Jahrhunderte lange rigorose Jagd auf alle „Krummschnäbel“ brachte viele Greifvögel und Eulen an den Rand der Ausrottung. Um 1950 war der Uhu aus Baden-Württemberg als regelmäßiger Brutvogel so gut wie verschwunden. Lange Zeit gab es ihn nur noch  ganz sporadisch in den Felsregionen der Schwäbischen Alb und an der oberen Donau. Mit neuen und wirksamen Naturschutzgesetzen in den 1930er Jahren begann das Umdenken. Erste Wiedereibürgerungsversuche mißlangen aber. Mit der Umweltbewegung in den 60er und 70er Jahren  kam neuer Schwung in die Bemühungen. Und es scheint Erfolg zu bringen: Nach intensiven Schutzmaßnahmen hat der Uhu in den letzten Jahren  auch wieder im Flachland Fuß gefasst. Nun kann man ihn auch bei uns wieder hören.

Der abgebildete Uhu ist kein Volierenvogel. Er war in der Nacht in einen Hühnerstall am Ortsrand eingeflogen und wollte dort offensichtlich Ratten jagen, denn die Hühner befanden sich  im Stall – unerreichbar für den Uhu.  Am Morgen konnte er wegen der installierten Greifvogel-Schutznetze über dem Gehege den Ausgang nicht mehr finden. Zum Glück gelang es, den Uhu sanft aus dem Gehege hinauszubegleiten. Kaum in Freiheit flog er sofort in Richtung seines Ruheplatzes davon.  Seither hat er das Gehege nicht mehr aufgesucht, ist aber – so wie es derzeit aussieht – im Gebiet geblieben. Beeindruckend bei dem mächtigen Vogel sind seine Augen und die kräftigen Fänge mit den langen Krallen. Er jagt kleine bis mittelgroße Säugetiere und Vögel. Igel, Ratten, Kaninchen, Feldhasen, Rabenvögel, Tauben und Enten.

Schleiereule

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Die Schleiereule ist im Kraichtal noch anzutreffen. Meist kann man sie in abgelegenen Feldscheunen, in Gehöften und Scheunen beobachten. Dass man sie aber in einem alten, hohlen Birnbaum entdeckt, den sie sich offenbar als Ruheplatz ausgesucht hat, ist schon ein Glücksfall. Diese Bilder verdanke ich dem Tipp eines Freundes, der mir seine Entdeckung mitteilte.

Die Schleiereule braucht genau diese kleinzellige Landschaft mit alten Bäumen, Hecken und abgelegenen Gehöften, wo sie nachts auf Jagd gehen kann. Sie jagt Mäuse, Frösche, Insekten. Zur Brut nimmt sie auch angebotene Nisthilfen an. In vielen Gegenden Deutschlands wurde beim Bau einer Scheune oder eines Gehöftes im Dachboden ein sogenanntes „Uhlenloch“ gelassen. Hier konnte sie ein- und ausfliegen und war geschützt. Dies brachte allen einen großen Nutzen, weil sie die Getreideschädlinge wie Mäuse dezimieren konnte. Zum Glück gibt es immer mehr Menschen, die den Nutzen dieser Eule erkannt haben und Hilfen zum Überleben anbieten. In strengen Wintern überleben viele Eulen leider nicht.