natur-erleben-online

Nilgans

Mehr lesen

Die Nilgans stammt aus Afrika. Die europäischen Vorkommen sind auf gezielte Freisetzungen zurückzuführen. Inzwischen brütet sie in vielen europäischen Ländern und gilt auch bei uns in Deutschland als eingebürgert. Nilgänse sind an jedem Gewässertyp anzutreffen. Bei uns ist die Nilgans stark umstritten. Als „nicht ursprünglich europäische Art“ ist sie auch nicht besonders geschützt. In NRW unterliegt sie dem Jagdrecht. Wegen ihres Brutverhaltens ist die Nilgans in Verruf geraten. Allerdings werden viele dieser Probleme – ähnlich wie bei der Kanadagans – durch Menschen verursacht, von denen sie in den Städten gefüttert werden. Der Nilgans werden zwar landwirtschaftliche Schäden nachgesagt, aber genaue Studien dazu gibt es nicht. Zudem ist die Zahl der Gänse zu gering. Alle Bilder entstanden in der Hügellandschaft im Kraichtal.

Kanadagans

Mehr lesen

Wie schon der Name sagt, stammt die Kanadagans aus Nordamerika und wurde in Europa eingeführt. Inzwischen kann man sie an vielen Gewässertypen vorfinden. Sie ist sehr groß. Durch ihren schwarzen Hals, ihre weiße Brust und dem weißen Kopffeld ist sie leicht von anderen Gänsearten zu unterscheiden. Eine gewisse Verwechslungsmöglichkeit besteht lediglich mit der Weißwangengans, die aber wesentlich kleiner ist und – da diese normalerweise in der Arktis lebt – kaum im Binnenland zu beobachten ist.  Im Gegensatz dazu ist die Kanadagans häufig in den Grünanlagen der Städte zu finden, wenn es dort Wasserflächen gibt. Da sie sehr zutraulich werden kann, wird sie von den Menschen gefüttert. Wenn sie in größerer Zahl erscheint, kann dies Probleme verursachen.  Eine einzelne Kanadagans tauchte in den letzten Jahren auch regelmäßig im Kraichtal auf, wobei sie sich meist in der Nähe der Kraich aufhielt. Nach ein paar Tagen verschwand sie dann immer wieder – um im folgenden Jahr wiederzukehren. Eine schöne Gans, die unsere heimische Tierwelt durchaus bereichert. Jedenfalls ist die Kanadagans die größte  Wildgans, die bei uns in freier Natur zu beobachten ist. Hier ein paar Bilder aus dem Jahre 2017:

Die Kanadagans ernährt sich vorwiegend von pflanzlicher Nahrung. Während der Wintermonate ist sie auch in der Nähe von Gewässern auf angrenzenden Äckern und Wiesen anzutreffen.

Wer in unserer Region Kanadagänse beobachten will, der kann dies an vielen Orten am Rhein (z.B. Leopoldshafen) – aber vor allem auch in der Wagbachniederung tun, wo die Kanadagans regelmäßig brütet.

Pfeifente

Mehr lesen

Die Pfeifente ist bei uns im Kraichtal ein sehr seltener Gast im Winter. Auch sie stammt aus dem Norden und weicht im Winter in südliche Gebiete aus. An kleinen Teichen ist sie nur sehr selten zu beobachten. Tatsächlich blieb sie im Dezember 2016/Jan 2017 mehrere Tage im Kraichtal in der Gemeinschaft von Stockenten, Krickenten und Teichhühnern. Kennzeichen dieser mittelgroßen Ente sind ihr rotbrauner Kopf und Hals der cremegelbe Schild und Vorderscheitel – und der graublaue Schnabel mit schwarzer Spitze. Die Brust ist grau-rosa gefärbt. Oft tritt sie in größeren Trupps auf, wo sie auf Wiesen und Feldern grast.

 

Krickente

Mehr lesen

Die Krickente ist die kleinste Art unter den Schwimmenten. Dies wird im Bild unten im Vergleich mit der Stockente (im Hintergrund) deutlich.. Man kann sie im Kraichtal nur ganz vereinzelt antreffen. Wahrscheinlich sind dies Vögel, die im Winter nach Süden ausgewichen sind. Die Bilder wurden im Kraichtal aufgenommen und stammen vom Dezember 2016. Die Krickenten kommen im Winter aus Nordeuropa zu uns und finden sich in fast allen Gewässertypen zurecht. Dabei kann man sie an den Meeresküsten, im Brackwasser, im Moor und in Sümpfen – aber auch im Binnenland in sehr kleinen Teichen antreffen, wie dies hier im Kraichtal der Fall war. Ihr Kennzeichen ist bei den Männchen der kastanienbraune Kopf mit den grünen Seiten, die durch einen schmalen gelben Streifen eingefasst sind. Am Steiß befindet sich ein schwarz eingefasster weißer Fleck, der sich im Prachtkleid gelb verfärbt. Auch der fein gemusterte Körper ist auffällig. Ihren Namen verdanken sie ihrem Ruf: „krick“ Das Weibchen ist weniger auffällig gefärbt.

Krickenten, Pfeifente, Stockente

Wo man Krickenten außerhalb des Kraichtals regelmäßig beobachten kann:

Eine erfolgsversprechende Beobachtungsmöglichkeit für Krickenten ist übrigens die Wagbachniederung  bei Waghäusel (Was für sehr viele Wasservögel gilt).

Stockente

Mehr lesen

Die Stockente ist die größte europäische Schwimmente. Auch bei uns im Kraichtal kommt sie vereinzelt vor. Bei uns kann man sie an Bachläufen, Gräben oder Teichen beobachten. Teilweise sind die Stockenten auf abgelegeneren, siedlungsfernen Gewässern bei uns aber recht scheu.  Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt. Männchen haben im Balzkleid einen grün-schillernden Kopf, einen weißen Halsring und einen leuchtend gelben Schnabel. Dazu kommt noch eine lockenförmge Feder im Schwanzbereich.Weibchen sind unauffällig braun gemustert. So fallen die Weibchen beim Bebrüten des Geleges nicht auf. In den Städten hat sich die Stockente oft an den Menschen gewöhnt  und ist in Gärten und Parkanlagen anzutreffen. Da sich Stockenten sowohl mit Hausenten als auch mit anderen Schwimmenten paaren, finden sich in Städten, wo sich viele Arten treffen, oft Mischformen der Stockente mit „Fehlfärbungen“. Dass Enten sich in der Umgebung des Menschen gut zurechtfinden, ist auch dem Umstand zu verdanken, dass Enten sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung zu sich nehmen. Sie sind „Allesfresser“.

Die folgenden Bilder entstanden im Mai 2013 am Rhein bei Leopoldshafen, wo sich regelmäßig zahlreiche Schwimmenten einfinden, weil sie dort von Besuchern gefüttert werden. Die abgebildete Ente ist offenbar eine Mischform unter Beteiligung der Stockente (weißer Halsring, Spiegel).