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Schafstelze

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Auch die Schafstelze aus der Familie der Pieper und Stelzen kommt bei uns im Kraichtal vor. Sie brütet bei uns vor allem auf feuchten Wiesen, aber auch auf Feldern und Äckern. Hier sind auch die Aufnahmen entstanden. Es gibt verschiedene Gefiedervarianten unter den Schafstelzen. So ist es nicht immer leicht, die genaue Unterart zu bestimmen. Deutliche Unterschiede zur Bachstelze ist der etwas kürzere Schwanz, der bei der Gebirgsstelze erheblich länger ist. Vor allem an der tief gelb gefärbten Unterseite unterscheidet sie sich von den anderen Stelzenarten. Der Kopf ist blaugrau und der dicke Oberaugenstreif sind weitere Kennzeichen. Dazu kommt der weiße Bartstreif zwischen der dunklen Kopfseite und der gelben Kehle.

Männchen im Frühjahr kurz vor dem fertigen Prachtkleid. Die Wangenseite wird dunkelgrau, der Scheitel färbt sich blaugrau.

Jetzt ist das Männchen im Prachtkleid. Kräftiges Gelb an der Kehle und Bauchseite; dunkles Blaugrau an den Wangen und am Scheitel, dazu der leuchtend weiße Überaugenstreif.

Das Weibchen der Schafstelze ist viel blasser gefärbt.

Weibliche Schafstelzen in einem Maisfeld

Schafstelzen sind Bodenbrüter. Sie legen ihr Nest gewöhnlich in dichter Vegetation an. Normal sind 2 Jahresbruten mit jeweils 5-6 Jungen.

Kleinspecht

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Der Kleinspecht ist der kleinste europäische Specht. Er brütet in Wäldern mit altem Baumbestand, vor allem in Wassernähe. Man kann ihn aber auch in Streuobstwiesen, Parks und größeren Gärten entdecken. Allerdings ist er leicht zu übersehen, weil er sich vor allem im Kronenbereich der Bäume aufhält – und weil er ungefähr nur so groß ist wie ein Spatz. Deswegen kann man ihn kaum mit anderen Spechten verwechseln. Er ist im Kraichtal nicht so häufig  wie der Buntspecht. Beobachten kann man ihn vor allem im Spätherbst nach dem Laubfall – und im Frühjahr während der Brutzeit.

Hier nutzt er gerade einen dürren Ast eines Apfelbaumes als „Resonanz- und Klangkörper“ für seine Trommelwirbel. Wenn er einen solchen Ast gefunden hat, nutzt er ihn immer wieder.

Beim Kleinspecht unterscheiden sich Männchen und Weibchen ebenfalls im Gefieder: Beim Weibchen ist das gesamte Gefieder ohne Rot; beim Männchen zeigt sich ein roter Scheitel; die Unterseite weist bei beiden Geschlechtern kein Rot oder Rosa auf. Die Unterseite ist gestrichelt. Die Oberseite ist schwarz mit weißen Querbändern. Der Kopf-Seitenstreif erreicht nicht den Scheitel.

Ringeltaube

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Die Ringeltaube ist die größte einheimische Taubenart. Auch sie ist eine typische Bewohnerin der Feldflur. Allerdings kann man sie seit einigen Jahren auch in der Nähe der menschlichen Siedlungen antreffen.  So brütet sie auch in geeigneten Biotopen (Parkanlagen, große Gärten) in den Dörfern. Ihr Kennzeichen ist der weiße Seitenfleck (sieht von weitem wie ein Ring aus, ist aber keiner) am Hals. Dazu fällt beim Fliegen ihr weißes Band auf  den Flügeln auf. Ein weiteres Merkmal ist das laute Flügelklatschen, wenn sie aufgeschreckt bei Gefahr startet. Ebenso fällt ihr Balzflug auf.  Dieser ist gekennzeichnet durch einen kurzen, sehr steilen Aufstieg mit Flügelklatschen – und anschließendem Abwärtsgleiten mit steif gehaltenen Flügeln und gespreizten Steuerfedern.

Hier kann man auch die leicht weinrote Brust erkennen, die zum Bauch hin blasser und heller wird.

Im  Winter kommen viele Ringeltauben zu uns ins Kraichtal und bilden dort oft riesige Schwärme mit mehreren Hundert Vögeln. Auch an den verschiedensten Futterstellen kann man sie beobachten, wie hier gemeinsam mit Buchfinken.

Dieser Schwarm vom Winter bestand aus mindestens 500 Vögeln, die in mehreren Ketten über das gesamte Feld verteilt waren.

Türkentaube

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Die Türkentaube ist eine mittelgroße Taube, die sich durch ihr einfarbiges, helles Gefieder von den anderen bei uns vorkommenden Taubenarten unterscheidet. Man findet sie oft in der Nähe menschlicher Siedlungen, wo sie auch gerne brütet. Ihre Nahrung aber findet sie vor allem in der umliegenden Feldflur. Im Winter besucht sie oft die angebotenen Futterstellen für Singvögel. Das Gefieder ist auf der Oberseite in verschiedenen hellgrauen Tönen gefärbt, die Unterseite ist weißlich-grau. Die rötlichen Augen haben einen weißen Augenring. Ihr wichtigstes Kennzeichen ist aber der schmale schwarze, weißgerandete Nackenring. Auch ihr Ruf ist charakteristisch. Während der Brutzeit ist er intensiv und lange zu hören. Die Betonung liegt dabei auf der zweiten Silbe:   “ … du-DUU-du“.

Die Türkentaube stammt ursprünglich aus Asien, breitete sich aber in den vergangenen Jahrzehnten nach Mitteleuropa aus. Inzwischen sind sie bei uns Standvögel geworden, die auch im Kraichtal das ganze Jahr beobachtet werden können.

Türkentauben ernähren sich von Samen, Getreidkörnern und verschiedenen Früchten.

In Gärten und Parks zeigen sie sich oft wenig scheu, vor allem wenn sie dort reichlich Futter vorfinden.

Ihr Nest baut sie in hohen Bäumen; bevorzugt werden dabei Nadelbäume. Das Nest selbst ist sehr einfach gebaut. Türkentauben bekommen im Schnitt 1-2 Jungvögel, die im Jugendgefieder keinen grauschwarzen Nackenring aufweisen. Oft erfolgen mehrere Bruten hintereinander, um die hohen Verluste durch Beutegreifer auszugleichen. In einigen Bundesländern und anderen europäischen Ländern ist zudem die Jagd auf Türkentauben erlaubt. Allerdings bestehen in diesen Fällen feste Jagd- und Schonzeiten.

Die Taube ruft gerade. Das tut sie meist sehr ausdauernd.

Hier geht es um das Revier

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Ein Feldlerchen-Männchen bewacht sein Revier. Es sitzt auf den Blättern, damit es eine bessere Übersicht hat. Offenbar hat er einen Konkurrenten gesichtet oder gehört. Der Federkamm am Hinterkopf ist schon leicht gesträubt – ein Zeichen der Erregung. Das Revier wird mit allen Mitteln verteidigt.

Wer singt, der meldet Revierbesitz an! Tatsächlich! Wagt doch ein anderes Männchen in seinem Revier zu singen! So geht das aber nicht!

Und schon geht es los!

Und nun beginnt ein heftiger Luftkampf um das Revier!

Der Rivale ist weg – Landung

Die Sache ist vorerst mal gelaufen!

 

Mönchsgrasmücke

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Die Mönchsgrasmücke ist bei uns ein typischer Vogel der Gärten, Parks, lichten Wälder und Feldgehölze. Sie ist bei uns Sommervogel; das heißt, sie ist etwa von Anfang April bis Mitte September bei uns. Während der Brutzeit kann man ihren wunderschönen, abwechslungreichen und melodiösen Gesang hören. Die Mönchsgrasmücke gehört zur Familie der Grasmücken, von der bei uns einige Arten im Sommer regelmäßig brüten. Der Name „Grasmücke“ kommt nicht etwa daher, dass diese Vögel im Gras Mücken fangen – sondern das Wort stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet „Grauschlüpfer“ . Tatsächlich ist die Grundfarbe vieler Grasmücken-Arten ein helles Grau oder Graubraun – und sie bewegen sich in Büschen und Hecken; sie schlüpfen also ständig im Unterholz herum oder sind  im Gebüsch versteckt. Manche Arten – zum Beispiel die Gartengrasmücke – kann man eher hören als dass man sie sieht.

Eine männliche Mönchsgrasmücke. Der Rücken ist dunkelgrau, die Brust grauweiß. Auf dem Kopf hat das Männchen eine schwarze Kappe. Der Name „Mönchsgrasmücke“ leitet sich wahrscheinlich vom Aussehen der Vögel ab.  Als Vorbild mag die Ordenskleidung der Dominikaner gegolten haben, die eine weiße Kutte, einen schwarzen Überwurf und ein schwarzes Käppchen trugen.

Mönchsgrasmücken ernähren sich vor allem von Insekten, aber auch von den verschiedensten Früchten und Beeren. Die Brutzeit dauert  je nach Witterung bei uns von April bis Juli. Bei günstigen Nahrunsbedingungen erfolgen 1-2 Jahresbruten.

Weibchen der Mönchsgrasmücke. Im Gegensatz zu den Männchen kann man die Weibchen an ihrer braunen Kappe erkennen. Jungvögel haben ebenfalls eine braune Kappe.

Zilpzalp

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Die meisten von uns haben ihn sicher schon gehört: den Gesang des Zilpzalps: Dieser klingt nämlich so, wie der Vogel heißt: „Zilp-zalp“. Der Zilpzalp ist eine Zwillingsart des Fitislaubsängers und gehört wie dieser zu den Zweigsängern. Vom Aussehen her kann er leicht mit dem Fitis verwechselt werden, aber es gibt einige deutliche Unterschiede. Die Beine des Zilpzalps sind dunkel bis schwarz. Dies gilt auch für den Schnabel. Seine Brustseite ist deutlich dunkler. Der weiße Augenring ist vorn und hinten vom dunklen Augenstreif unterbrochen.

Manchmal kann man ihn auch in Pfützen beim Baden beobachten.

Der Zilpzalp ist bei  uns  von März bis Oktober; er überwintert vorwiegend im Mittelmeeerraum. Bei uns im Kraichgau ist er häufig und regelmäßig zu hören. Seine bevorzugten Lebensräume sind Waldränder, Feldhecken, Parks und große Gärten. Das Nest ist ähnlich gebaut wie beim Fitis, ist aber in der Regel weiter vom Boden entfernt.

 

Fitis-Laubsänger

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Der Fitislaubsänger oder Fitis ist ein Vogel des Waldes, aber auch in Feldhecken, Parks und Gärten mit Laubgehölzen und in Feuchtgebieten ist er zu Hause. Bei uns im Kraichtal ist er noch recht häufig anzutreffen. Allerdings ist er ein Sommervogel, der von April bis September bei uns beobachtet werden kann. Im Herbst zieht er ins tropische Afrika. Die Oberseite ist grünlich bis olivbraun, die Unterseite ist gelblichweiß gefärbt.

Er gehört zu den kleinen Vögeln, ist zierlich mit dünnen Beinen und spitzem Schnabel. Er bewegt sich rastlos, wenn er im Bereich der Baumwipfel auf Insektenjagd geht. Man kann ihn leicht mit dem Zilpzalp verwechseln, allerdings hat er hellere Beine und einen ausgeprägteren Augenstreif der deutlich länger und heller ist, als dies beim Zilpzalp der Fall ist. Wenn beide singen, kann man sie allerdings nicht mehr verwechseln. Der Gesang des Fitislaubsängers ist variabler und melodischer.

Der Fitis sammelt gerade auf dem Waldboden Material für sein Nest. Dieses besteht auf Moos und Gras und in diesem Fall auch aus Holz- und Rindenfasern.

An dieser Stelle war ein Holzlagerplatz, und es finden sich noch genügend Teile der geschälten Rinde, von der er einige Stückchen anzupft. Der Fitis ist ein Bodenbrüter, der sein Nest in dichtem Gebüsch gut versteckt. Das Nest hat ein Dach und einen seitlichen Eingang. Zur Tarnung werden oft Gegenstände aus der Umgebung verwendet.

 

Zaunkönig

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Der Zaunkönig ist einer der  kleinsten Singvögeln bei uns im Kraichtal, hat aber eine laute, beeindruckende Stimme. Auch sein schmetternd vorgetragenes Lied ist sehr melodisch. Der Zaunkönig ist ein sehr guter Sänger. Vor allem während der Brutzeit, wenn er auf Ästen oder Büschen im Wald sein Lied vorträgt, kann man ihn beobachten. Er gehört innerhalb der Sperlingsvögel zur Familie der Zaunkönige. Ein typisches Kennzeichen von ihm ist neben seiner geringen Größe auch sein meist steil aufgerichteter, kurzer Schwanz. Er bevorzugt Wälder mit dichtem Unterwuchs oder Hecken – und ist meist in Gewässernähe anzutreffen. Im Winter kann man ihn aber auch in Siedlungsnähe beobachten, wo er nach in den Gärten nach tierischer Nahrung sucht.

Sogar im Winter kann man ihn manchmal singen hören; deswegen erhielt er in manchen Gegenden den Namen „Schneekönig“.

Der lange, spitze Schnabel zeigt, dass er sich überwiegend von Insekten und Kleintieren ernährt. Auch der gelbweiße Augenstreif ist eines seiner typischen Merkmale.

Der Zaunkönig baut sein kugelförmiges Nest mit seitlichem Eingang immer sehr gut versteckt in Bodennähe in Gebüschen, Totholz oder sogar in aufgelassenen Bruthöhlen anderer Vogelarten (z.B. Eisvogel). Zaunkönige brüten 2mal im Jahr, wobei das Männchen in der Regel mit mehreren Weibchen zusammenlebt.

 

Bachstelze

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Die Bachstelze ist bei uns von März bis in den Oktober hinein zu beobachten. Sie ist also im Kraichtal ein Sommervogel. Die Bachstelze findet man in der Nähe von Siedlungen in offener Kulturlandschaft, in der Nähe von Wasser, aber auch auf Industrieflächen. Sie baut gerne an Gebäuden, in Gebäudelücken, auf Dachbalken oder sogar in Holzstößen. Sie fällt durch ihr schwarz-weißes Gefieder – und durch ihr ständiges Schwanzwippen auf. Sie bleibt selten an einem Platz und läuft unruhig hin und her. Bachstelzen ernähren sich von Insekten und anderen Kleintieren.

Die Aufnahmen stammen von Mitte März kurz nach der Ankunft im Kraichtal. Die Bachstelze läuft ständig auf der Nahrungssuche umher.

 

Männchen im Prachtkleid

Männchen und Weibchen sind ähnlich gefärbt; beim Weibchen findet sich weniger Schwarz im Gefieder; eher überwiegen schwarz-graue Farbtöne. Bei den Bildern oben handelt es sich um ein Männchen. Die unteren Bilder zeigen ein Weibchen in einer großen Pfütze.

Im Vergleich zum Männchen zeigen Weibchen mehr Grau – und auch das Schwarz ist nicht so stark ausgeprägt. Zudem haben manche Vögel im Kehl- und Kinnbereich einen grün-gelben Anflug oberhalb des schwarzen Brustbandes.