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Nutrias in Weiß

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Nutrias kann man bei uns im Kraichtal recht häufig beobachten. Von der Kraich aus haben sie auch kleinere Bäche und Teiche für sich erobert. Sie sind geschickte Schwimmer. Die geselligen Tiere leben oft in kleinen Gruppen zusammen. In der Nähe von Siedlungen werden die Tiere oft sehr zutraulich, wenn sie von den Menschen gefüttert werden. Ganz links ist ein Eingang des umfangreichen Baus zu sehen. Und genau hier liegen die Probleme: Nutrias können an den Uferböschungen und Gewässerrändern große Schäden anrichten. Deswegen werden sie auch vielerorts bejagt.

Weiße Nutrias sind dagegen recht selten. Bisher konnte ich im Kraichtal nur 2 weiß gefärbte Tiere beobachten. Der Schwanz, die Schnauzenspitze, Ohren und die Beine sind rosa gefärbt. Die weißen Nutrias bewegten sich innerhalb der kleinen Gruppe  von 4 Tieren völlig unaufgeregt und völlig ruhig. Leider zeigte sich diese Gruppe aber recht scheu und konnte nur hinter dichtem Gehölz fotografiert werden. Nutrias gehören zur Familie der Stachelratten.

Auch das dunkel gefärbte Tier im Vordergrund zeigt Farbvarianten:  Das Fell ist braun mit gelblichen Flecken. Dies wird besonders unter dem Ohr deutlich. Tatsächlich gibt es verschiedene Farbschläge bei den Nutrias. Ein weiteres weißes Tier befindet sich direkt dahinter. Lediglich die Schnauzenspitze und ein Teil des Schwanzes sind sichtbar.

Diese beiden Tiere ruhen eng aneinadergeschmiegt direkt am Wasser in der Nähe des Baus.

Der Gang zum Wasser ist völlig unspektakulär. Nutrias sind geschickte Kletterer.

  Ein kleines Stück noch …

Plumps! – Jetzt kann es weitergehen!

Einen weiteren Beitrag zum Thema „Nutria“ lesen

Nutria

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Die Nutria (oder Biberratte) ist ein Neuankömmling aus Südamerika und inzwischen bei uns eingebürgert. Im Gegensatz zu der aus Nordamerika eingeführten Bisamratte ist sie wesentlich größer und hat einen runden Schwanz. Der Schwanz der Bisamratte ist seitlich abeflacht. Das Vorkommen der Nutrias in Deutschland geht auf entflohene Tiere aus Pelztierfarmen oder bewusste Auswilderung einzelner Tiere zurück. Nutrias können Schäden in der Landwirtschaft und im Wasserbau verursachen; allerdings scheinen sie die noch gefährlicheren Bisamratten zu verdrängen. Nutrias gelten als invasive Art. Deswegen ist die Einfuhr und die Zucht verboten. In der Nähe von Ortschaften zeigen sie sich sehr zutraulich, vor allem, wenn sie gefüttert werden. Die Bilder entstanden am Kraichbach.

Die gelben Zähne sind ein weiteres Merkmal der Nutrias. Diese kommt von Eisenablagerungen, welche die Zähne härter machen. Nutrias sind Nagetiere.

 

Ihre Vorderbeine können sie wie Hände einsetzen.

Auch der runde Schwanz ist ein Merkmal der Nutrias. Bisamratten haben einen seitlich abgeflachten Schwanz, der Schwanz der Biber ist total flach.