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Judasohr

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Diesen Pilz kann man manchmal an alten Holunderstämmen entdecken: Das Judasohr, das oft als Ersatz asiatischer Pilze („Mu Err“) bei uns als Speisepilz verwendet wird. Dabei ist er eher geschmacksneutral.  Man sieht auch hier an der aufgesprungenen Rinde, dass er  auf bereits abgestorbenem Holz lebt und  dort die „Weißfäule“ erzeugt. Das Juadasohr gehört zur Familie der Ohrlappenpilze. Das untere Bild zeigt einen intakten Stamm des Schwarzen Holunders.

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Steinpilz

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Der Steinpilz ist ein wertvoller Speisepilz. Er hat seinen Namen, weil er ein festes Fruchtfleisch hat. Sein Hut ist bräunlich, die Hutunterseite zeigt bei jungen Pilzen weiße, später dann blassgelbe Röhren. Der Stiel zeigt meist ein netzartiges Muster. Steinpilze können sehr groß werden. Bei Druck gibt es in der Röhrenschicht keine Verfärbungen. Allerdings sind auch die Steinpilze oft von Würmern befallen oder werden von Schnecken gefressen. Von den Steinpilzen gibt es mehrere Unterarten, die nicht leicht voneinander zu unterscheiden sind.

     

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Goldröhrling

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Der Goldröhrling oder Lärchenröhrling ist an das Vorkommen von Lärchen gebunden. In Ausnahmefällen kann man ihn auch unter Douglasien finden. Er ist ein guter Speisepilz. Allerdings ist sein Hut etwas schleimig. Ältere Exemplare sind  oft von Würmern befallen oder von Schnecken angefressen.

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Herbsttrompete

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Die Herbsttrompete oder Totentrompete ist ein Pilz des Buchenwaldes. Er bildet Trichter, die einen Durchmesser von mehr als 10 cm aufweisen können. Ab September bis zu den ersten Frosttagen kann man ihn finden. Der Pilz ist ein sehr guter Speisepilz, der sich auch gut zum Würzen eignet. Auch kann man ihn leicht trocknen und so sehr lange aufbewahren. Die Herbst- oder Totentrompete ist mit den Pfifferlingen verwandt.

 

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Rotfußröhrling

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Der Rotfußröhrling gehört zu den Röhrenpilzen. Er ist ein typischer Herbstpilz – und er ist essbar. Es gibt ihn in vielen Variationen und Färbungen; oft verfärbt er sich  – je nach Art – intensiv blau oder gelb. Man kann ihn im Laub- und Nadelwald von Juni bis Oktober finden. Er hat einen leicht säuerlichen Geschmack und eignet sich vor allem für Mischpilz-Gerichte. Allerdings sollten nur junge und festfleischige Exemplare verspeist werden! Rotfußröhrlinge sind oft von Pilzen befallen. Dies macht den Pilz ungenießbar und giftig. Bei uns im Kraichtal ist er in diesem Jahr – wie viele andere Pilzarten auch – wegen der lang anhaltenden Trockenheit nicht sehr häufig.

Hinweis für Pilzsammler: Grundsätzlich sollte man nur die Pilze sammeln, die man genau kennt!

Dieser Rotfußröhrling ist von einem Pilz befallen – und damit ungenießbar geworden. Die gelbe Röhrenschicht unter dem Hut verfärbt sich blau, wenn man seine Festigkeit prüft. Die Färbung tritt sehr schnell auf. Auf dem Bild sieht man die beginnende Verfärbung (Daumen-Abdruck).

Ein weiteres Merkmal: Fraßstellen färben sich im Bereich des Hutes oft rot.

 

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Rolle der Pilze im Wald

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Pilze kennt eigentlich jeder. Man kann einige Arten essen; manche Arten sind hoch giftig, aber einige von ihnen haben schon viele Leben gerettet (Penicillin). Aber auch  bei unserer Ernährung spielen Pilze eine bedeutende Rolle, zum Beispiel die Schimmel- und Hefepilze. Die meisten Pilze sind jedoch ungenießbar. Es gibt sie nicht nur im Wald. Vielmehr kann man sie überall finden.  Viele Pilze sind mit bestimmten Pflanzen eine enge Beziehung eingegangen. Dabei erhalten sie einen Teil der Nährstoffe, welche die Pflanzen produziert haben. Dafür geben sie den Pflanzen wichtige Nährstoffe zurück, die bei der Zersetzung von organischem Material entstanden sind.

Pilze spielen eine wichtige Rolle im Naturhaushalt. Weil sie organisches Material zersetzen können und diese Nährstoffe wieder an andere Organismen abgeben, findet durch die Pilze eine hoch effektive Abfallbeseitigung mit anschließendem „Nährstoff-Recycling“ statt. So sind sie  auch  im Wald sehr wichtig. Sie zersetzen totes Material und setzen die Nährstoffe frei, die von anderen Pflanzen wieder aufgenommen werden. Begleitet wird diese Aktion von einer großen Anzahl von Kleinlebewesen, welche ebenfalls am Abbauprozess beteiligt sind.

So wirken Weißfäule und Braunfäule im Holz:

Bäume können sich normalerweise gegen Pilze wehren. Werden sie jedoch durch Wind oder Witterung oder Tiere (Vögel, Insekten) beschädigt, können Pilze durch die offenen „Wunden“ in den Baum eindringen. Ist der Baum durch zusätzliche Faktoren wie Trockenheit, Staunässe oder ähnliches geschwächt, haben Pilze oft ein leichtes Spiel. Je nach Pilzart schädigen sie den Baum auf unterschiedliche Weise. Bei Weißfäule hervorrufenden Pilzarten wird vor allem das harte Lignin im Stamm abgebaut; das Holz wird weich und faserig – und kann dann sogar mit der Hand zerteilt werden.

So sieht ein Baumstamm aus, wenn ein Schwarzspecht in einer von der Weißfäule befallenen Weide nach Larven sucht. Auch die benachbarten Stämme sind von Pilzen befallen, wo sich zahlreiche Fruchtkörper am Stamm zeigen.

Bei der Braunfäule wird die Zellulose abgebaut; das Lignin bleibt und der Stamm wird bröselig. Das Holz bricht in Blöcken ab.

Stammholz, das über eine lange Zeit im Wald gelagert – und nicht abgeholt wird, zeigt, wie rasch die Besiedelung durch Pilze erfolgen kann. Auch hier haben Weißfäule hervorrufende Pilzarten gewirkt. Rinden sprengende Pilze und andere Pflanzen wie Moose  stellen sich ein und beschleunigen so den Effekt.

Der Baumstamm unten ist schon ganz mit Pilzgeflecht überzogen; auf der anderen Seite wachsen Porlinge – und auf dem Stamm hat sich schon eine Pflanze angesiedelt, welche die Nährstoffe verarbeiten kann….