natur-erleben-online

So ein Birnbaum!

Mehr lesen

Er stammt aus einer Zeit, in der es bei uns im Kraichtal um fast alle Orte noch einen dichten Streuobstgürtel gab. Dort wuchsen alte Bäume, junge Bäume – und alle wurden gepflegt. Denn im Herbst konnte man von den Bäumem eine reiche Ernte erwarten. Dann kam die Zeit der Obstplantagen: Alle Bäumchen in einer Reihe, alle die gleiche Größe; schnell  und bequem zum Ernten sollten sie sein. Und die alten Bäume fielen reihenweise der Axt und der Säge zum Opfer, viele der Streuobstgürtel verschwanden völlig oder blieben nur zum Teil erhalten. Und mit den ursprünglich alten Bäumen verschwanden auch viele alte Obstsorten, die einmal die Vielfalt in den Kellern bestimmt haben. Und heute ist es weitgehend so, dass kaum jemand noch die alten Birnen- und Apfelsorten kennt.

Und nun begegnet man einem solchen Baum! Ein Birnbaum, wie es mächtiger kaum geht. Zwar werden einige seiner Äste schon abgestützt, doch wer das Blütenmeer dieses Baumes  im Frühling sieht – und schon beobachtet hat, wie viele Birnen im Herbst geerntet werden können, der kann erahnen, was alles mit den damaligen Bäumen verschwunden ist. Dieser Birnbaum ist ein Zeuge einer längst vergangenen Zeit – und er ist mein Lieblingsbaum geworden, den ich schon seit vielen Jahren immer wieder besuche und bewundere.

Gerade jetzt blüht er wieder. Die Luft ist erfüllt vom Summen und Brummen der Bienen und Hummeln, die sich an den Blüten bedienen. Wer ihn sehen will, der kann ihn in der Nähe des „Hauptflug-Geländes“ des Gleitschirmclubs Kraichtal besuchen.

Eine Pracht – einer riesigen weißen Wolke ähnlich –  steht er in der Flur.

Bleibt zu hoffen, dass sich viele Menschen noch einige Jahre an diesem alten Birnbaum erfreuen können …

Frühlings-Fingerkraut

Mehr lesen

Das Frühlings-Fingerkraut gehört zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse. Bei uns im Kraichtal ist es recht häufig anzutreffen. Die Blütezeit ist von Ende März bis in den Mai; im Herbst kann es aber noch einmal zur Blüte kommen. Es findet sich vor allem an trockenen Standorten wie Weinbergmauern, Straßen- und Böschungen oder an Wegrändern vor.

Das Frühlings-Fingerkraut bildet teppichartige Rasen aus. Die Blüten sind auffallend klein und haben einen Durchmesser von 10-15 mm. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten.

Vom Frühlings-Fingerkraut gibt es mehrere ähnliche Unterarten.

Es blüht im Kraichtal: Schwarzdorn

Mehr lesen

Der Schwarzdorn oder die Schlehe ist für die Kraichtaler Hecken ganz typisch. Er gehört zu den Rosengewächsen und ist für viele Tiere, aber auch für den Menschen, von großer Bedeutung. Ab Ende März bis Mitte April  – manchmal sogar bis in den Mai hinein – bestimmen die zahlreichen strahlend weiß blühenden Hecken das Landschaftsbild im Kraichtal.

Der Schwarzdorn liebt sonnige Standorte: Wald- und Wegränder, Hecken. Dort kann er dichte, fast undurchdringliche Mauern schaffen.

Im Frühjahr bieten die Blüten für zahlreiche Insekten wie Wildbienen, Schmetterlinge, aber auch Honigbienen Pollen und Nektar.

Der Schwarzdorn oder die Schlehe trägt ihren Namen nicht zu Unrecht: Die Pflanze bildet massive Dornen aus. Im Spätsommer reifen dann die blauen Früchte heran, die von vielen Vögeln sehr begehrt werden, aber auch vom Menschen genutzt werden. Sonst bieten die dichten, dornigen Hecken Deckung, Schutz und Brutmöglichkeiten für zahlreiche Tierarten. Und der Mensch nutzt auch das Holz des Schwarzdorns. Auch als Heilpflanze hat Schwarzdorn eine Bedeutung erlangt.  Über all diese Dinge wird in einem weiteren Beitrag im Laufe des Sommers/Herbstes berichtet werden.

Erdbeer-Fingerkraut

Mehr lesen

Das Erdeer-Fingerkraut gehört zur großen Pflanzenfamilie der Rosengewächse. Innerhalb dieser Familie gehört es zur artenreichen Gruppe  der Fingerkräuter  ( 300-500 Arten) Ihren Namen haben die Fingerkräuter von der Form der Laubblätter. Diese bestehen bei den Fingerkräutern immer aus mehreren Teilblättchen, den „Fiedern“ oder „Fingern“. Bei vielen Fingerkräutern sind es 5 Teilblättchen, die dann das Blatt wie eine Hand mit 5 Fingern aussehen lassen. Beim Erdbeer-Fingerkraut besteht ein Blatt aber nur aus 3 Teilblättchen. Die Ausläufer des Erbeer-Fingerkrauts werden ungefähr 10 cm – 15 cm lang. Die Blütezeit ist je nach Witterung von Februar bis Mai.

Die weißen Blüten besitzen 5 Blütenblätter, die sich aber nicht berühren. Sie sind 5-6 mm lang und herzförmig. Das Erdbeer-Fingerkraut gehört zu den selteneren Pflanzenarten im Kraichtal. Man findet es an Waldrändern, Gebüschen und mageren Wiesen. Es ist wärmeliebend, erträgt aber Halbschatten.

Die Pflanze ist weich behaart; somit können auch kalte Frühlingsnächte  überstanden werden. Die folgenden Bilder sind Ende März nach einer Frostnacht entstanden (-3° C.)