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Huflattich

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Der Huflattich gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Diese Familie ist sehr artenreich und mit zahlreichen Arten bei uns im Kraichtal vertreten. Er ist ein Frühblüher. Die Blüten erscheinen lange vor den Blättern. Die Blütezeit ist von Februar bis April. Er liebt lehmhaltige Böden und mag es warm. Unter günstigen Bedingungen kann es zu Massenausbreitungen kommen wie hier auf dieser Ackerfläche, auf der von September ab eine Zwischenfrucht-Kultur ausgesät wurde. Erst wenn die Pflanze verblüht ist, erscheinen die Laubblätter. Während der Blütezeit kann man am Stängel schuppenartige Blättchen erkennen.

An den Stängeln sind die schuppenförmigen Blättchen zu sehen.

Die Blüten, die bei allen Korbblütengewächsen in einem „Blütenkorb“ stehen, täuschen eine einzelne Blüte vor, bestehen aber in Wirklichkeit aus mehreren Hundert weiblichen und einigen männlichen Blüten.

Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Insekten, vor allem Bienen, Käfer und Schwebfliegen

Wie bei vielen Korbblütengewächsen übernimmt der Wind die Hauptrolle bei der Verbreitung der Samen. Ähnlich wie beim Löwenzahn erfolgt diese durch die zahlreichen schirmartigen Flieger.

Dem Huflattich wurden bedeutende Heilwirkungen nachgesagt. Er war die Heilpflanze des Jahres 1994. Er wurde vor allem bei Erkrankungen der Atemwege und als Hustenlöser eingesetzt. Allerdings entdeckte man im Huflattichin neuerer Zeit auch Substanzen, die einen derzeitigen Einsatz als Heilpflanze als nicht mehr ratsam erscheinen lassen. Wenn überhaupt, sollte nur Huflattich aus kontrolliertem Anbau für therapeutische Maßnahmen verwendet werden, weil nur in diesen die neu entdeckten Substanzen weggezüchtet wurden. In den Wildpflanzen kommen sie dagegen weiterhin vor.

Gänseblümchen

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Gänseblümchen sind ganz frühe Frühlingsboten. Das Gänseblümchen dürfte eine der bekanntesten Blütenpflanzen Mitteleuropas sein, da es fast überall vorkommt. Schon ab Ende Januar kann man es an sonnigen Stellen finden. Es wächst auf Wiesen und Weiden, aber auch zwischen den Reben in den Weinbergen kann man sie entdecken. Der Stängel der Gänseblümchen ist blattlos aber leicht behaart – und am Ende befindet sich der Blütenkopf mit zahlreichen Blüten. Die Blätter befinden sich alle am Stängelgrund und bilden eine Blattrosette.

Am Abend und bei schlechtem Wetter schließen sich die Blütenköpfchen der Gänseblümchen. Im Lauf des Tages drehen sich die Blütenköpfchen immer in die Richtung der Sonne. Dies ist bei vielen Vertretern der Korbblütengewächse so.

Das Gänseblümchen gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Zwar sieht der Blütenkopf wie eine einzige Blüte aus, in Wirklichkeit sammeln sich aber in dem Blütenkopf zahlreiche Einzelblüten. Die äußeren weißen Blüten sind zungenförmig und haben mit der Bestäubung nichts zu tun. Auf dem Boden des Blütenkopfes drängen sich oft über 100 gelbe Einzelblüten, die nacheinander aufblühen und die eigentlichen Blütenorgane wie Staubblätter und Fruchtblätter beherbergen. Um das Gänseblümchen, das auch als Arzneipflanze Verwendung fand, bildeten sich viele Mythen. Im Volksglauben diente es auch als „Orakelpflanze“: Beim Herausziehen der weißen Zungenblüten kam oft der Abzählvers “ er liebt mich“, „er liebt mich nicht!“ ins Spiel. Bestäubt werden die Gänseblümchen vor allem von Insekten, aber auch andere Tiere, der Mensch, Wind und Regen spielen hierbei eine Rolle.