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Rote Taubnessel

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Die rote Taubnessel gehört zur Familie der Lippenblütengewächse. Ein Merkmal dieser Pflanzenfamilie sind die Blüten, die von der Seite aus wie ein geöffneter Mund aussehen – mit Ober- und Unterlippe. Der Name „Taubnessel“ ist auf die Form der Blätter zurückzuführen: Alle Taubnesseln haben brennnesselähnlich aussehende Blätter, denen aber die Nesselzellen fehlen. Beim Berühren der Blätter kommt es zu keinem „Brennen“ oder „Nesseln“, die Blätter sind „taub“. Die rote Taubnessel ist normalerweise die erste blühende Pflanze aus dieser Familie im Jahr. Bis in den Oktober/November hinein kann man sie bei uns blühend vorfinden. In milden Wintern ist dies sogar über das ganze Jahr hindurch möglich.

Es gibt viele rotblühende Lippenblütengewächse bei uns. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist aber die Form der Blütenkrone. Bei der roten Taubnessel ist die Blütenkronröhre gerade und nicht gebogen. Die Pflanze ist im oberen Teil oft rötlich überlaufen. Die sehr ähnliche rotblühende „Gefleckte Taubnessel“ blüht allerdings viel später und hat gebogene Blütenkronröhren. Zudem ist die rote Taubnessel meist viel kleiner.

Es gibt aber auch weißblühende Varianten:

Typische Standorte für die rote Taubnessel sind Weinberge, Äcker, aber auch Wiesen und Weiden. Je nach Nahrungsangebot  sind sie dort sehr häufig anzutreffen. Bestäubt werden sie vor allem von Insekten. Für die Verbreitung der Samen sind auch bei dieser Pflanze die Ameisen verantwortlich. Die Samen enthalten ein süßes Anhängsel, das von Ameisen gesammelt – und zum Nest transportiert wird. Der eigentliche Samen wird dann auf dem Weg zum Nest vom Anhängsel getrennt und verstreut.

 

Gänseblümchen

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Gänseblümchen sind ganz frühe Frühlingsboten. Das Gänseblümchen dürfte eine der bekanntesten Blütenpflanzen Mitteleuropas sein, da es fast überall vorkommt. Schon ab Ende Januar kann man es an sonnigen Stellen finden. Es wächst auf Wiesen und Weiden, aber auch zwischen den Reben in den Weinbergen kann man sie entdecken. Der Stängel der Gänseblümchen ist blattlos aber leicht behaart – und am Ende befindet sich der Blütenkopf mit zahlreichen Blüten. Die Blätter befinden sich alle am Stängelgrund und bilden eine Blattrosette.

Am Abend und bei schlechtem Wetter schließen sich die Blütenköpfchen der Gänseblümchen. Im Lauf des Tages drehen sich die Blütenköpfchen immer in die Richtung der Sonne. Dies ist bei vielen Vertretern der Korbblütengewächse so.

Das Gänseblümchen gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Zwar sieht der Blütenkopf wie eine einzige Blüte aus, in Wirklichkeit sammeln sich aber in dem Blütenkopf zahlreiche Einzelblüten. Die äußeren weißen Blüten sind zungenförmig und haben mit der Bestäubung nichts zu tun. Auf dem Boden des Blütenkopfes drängen sich oft über 100 gelbe Einzelblüten, die nacheinander aufblühen und die eigentlichen Blütenorgane wie Staubblätter und Fruchtblätter beherbergen. Um das Gänseblümchen, das auch als Arzneipflanze Verwendung fand, bildeten sich viele Mythen. Im Volksglauben diente es auch als „Orakelpflanze“: Beim Herausziehen der weißen Zungenblüten kam oft der Abzählvers “ er liebt mich“, „er liebt mich nicht!“ ins Spiel. Bestäubt werden die Gänseblümchen vor allem von Insekten, aber auch andere Tiere, der Mensch, Wind und Regen spielen hierbei eine Rolle.

Schwarzerle

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Die Schwarzerle ist ein typischer Begleitbaum von Gewässern aller Art, aber auch in staunassen, überschwemmten Gebieten ist sie anderen Laubbäumen überlegen. Sie gehört zur Gruppe der Birkengewächse – und wie die meisten Vertreter dieser Art bereitet sie mit ihren Pollen vielen Allergikern Probleme. Die Schwarzerle bildet ebenfalls Kätzchen – und die weiblichen Blüten reifen zu Zapfen heran, die im Spätherbst und Winter den Samen freigeben.

Hier sieht man eine ganze Reihe von Schwarzerlen entlang eines Grabens. Dabei festigen die Wurzeln das Grabenufer.

Hier sind die männlichen und weiblichen Blüten noch nicht reif; die Kätzchen sind noch geschlossen – und auch die zahlreichen weiblichen Blütenstände sind noch nicht geöffnet.

Hier sind zum einen die männlichen Blütenstände (Kätzchen), die reifen zapfenförmigen weiblichen Blüten(rot) und die reifen Früchte des letzten Jahres sichtbar. Die reifen Zapfen haben die Zapfenschuppen geöffnet, die Samen können herausfallen oder werden von Vögeln herausgeholt. Dies sind vor allem der Distelfink und der Erlenzeisig.

Die Blütezeit der Schwarzerle ist je nach Witterung von Februar bis April. Da die Erle in Gewässernähe wächst, wird ihr Samen in großen Teilen durch das Wasser verbreitet.

Ein typischer Standort für die Schwarzerle im Kraichtal: Bruchwälder mit oft lang anhaltender Staunässe.

Und hier nochmal eine begleitende Baumreihe entlang eines Grabens im Kraichtal. Leider sind aber die Schwarzerlen, ähnlich wie die Eschen, von einer fäulnisbildenden Pilzkrankheit bedroht.

Frisch geschlagenes Holz der Schwarzerle färbt sich orangerot. Deswegen wird die Schwarzerle oft auch als „Rot-Erle“ bezeichnet, was botanisch falsch ist, da es eine eigene Art „Rot-Erle“ gibt. Nach dem Trocknen verschwindet die Färbung aber wieder.

Das Holz der Schwarzerle lässt sich gut in Wasser verbauen und zeigt ähnliche Eigenschaften wie Eichenholz. Steinzeitliche Pfahlbauten wurden oft auf Schwarzerle errichtet, ebenso Teile von Venedig.

Persischer Ehrenpreis

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Der Persische Ehrenpreis geört zu den Braunwurzgewächsen und blüht schon sehr früh im Jahr. Bei entsprechend milden Klima kommt es vor, dass man ihn das ganze Jahr über blühen sieht. Normalerweise ist er aber ab Ende Januar bei uns zu entdecken. Er stammt aus dem Gebiet des Kaukasus und wurde vorwiegend in Botanischen Gärten angepflanzt.  Er liebt von Menschen geschaffene nährstoffreiche Lebensräume (Gärten, Felder, Weinberge, Unkrautfluren). Der Persische Ehrenpreis ist ein Lehmzeiger. Die kleinen, aber sehr schönen Blüten haben einen Durchmesser von 8 – 10 mm. Der Persische Ehrenpreis ist ein früh blühender Vertreter einer artenreichen Pflanzenfamilie.

Für uns ist er auch deswegen von großer Bedeutung, weil sich an diesem Beispiel  zeigt, wie schnell sich eine Art bei günstigen Bedingungen ausbreiten kann. Laut zeitgenössischen Berichten soll er 1805 aus dem Botanischen Garten in Karlsruhe „verwildert sein“ und ist heute in ganz Mitteleuropa verbreitet. Wie schnell seine Ausbreitung ablief, soll ein konkreter Fall aufzeigen: Nachdem er um 1805  aus dem Botanischen Garten in Karlsruhe verwilderte – wurde er im Jahre 1826 für die Gegend um Freiburg schon als „häufig vorkommend“ beschrieben. Das sind immerhin 115 km Luftlinie. Ein erstaunlicher Wert, zumal die heute für die Verbreitung von Wildpflanzen üblichen „Transportwege“ (Bahn, LKW, Auto, Flugzeug) noch nicht – oder nicht in relevanter Größe verfügbar waren.

Obwohl er  bei uns im Kraichtal gerade blüht, wird er  oft übersehen – so schön wie er ist – der Persische Ehrenpreis ….

Kleines Schneeglöckchen

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Das Schneeglöckchen ist ursprünglich in Südosteuropa rund um das Schwarze Meer beheimatet. Es gibt ungefähr 20 Arten. Das Schneeglöckchen gehört zu den Amaryllisgewächsen. Bei uns in Mitteleuropa ist nur das Kleine Schneeglöckchen heimisch. Da es schon seit Jahrhunderten als Gartenpflanze verwendet wird, gibt es inzwischen zahlreiche Kultur- und Hybridformen, die sich oft nur schwer unterscheiden lassen. Das Schneeglöckchen ist ein früh blühender Frühlingsbote, der bei uns im Kraichtal an Waldrändern, feuchten Wiesen und entlang der Kraich an lichten Stellen vorkommt. In Ortrandnähe finden sich auch oft Kulturformen, die als Gartenabfälle in die Landschaft verbracht worden sind. Auch Schneeglöckchen sind giftig – werden aber pharmazeutisch genutzt.

Ihren Namen hat die Pflanze, weil ihre glockenförmige Blüten manchmal aus dem Schnee herausragen.

Winterling

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Der Winterling gehört zu den Hahnenfußgewächsen und ist eine Pflanze, die schon im Vorfrühling blüht. In diesem Jahr ist dies im Kraichtal schon seit Mitte Januar der Fall. Bei entsprechenden Temperaturen (>10°C.) wird er auch schon sehr häufig von Insekten besucht. Die wichtigsten Bestäuber sind Hummeln und Bienen, aber auch Fliegen. War seine ursprüngliche Heimat der Mittelmeerraum, wurde er schon vor einigen Jahrhunderten bei uns als Gartenpflanze verwendet. Im Kraichtal kommt er entlang von Gebüschen, an Bachsäumen und an einigen Stellen an den Waldrändern verwildert vor. Auffällig sind die Blätter direkt unter der Blüte. Verwechslungen sind kaum möglich, da nur wenige andere Pflanzen in dieser Zeit blühen. Die Frucht wird normalerweise im  Mai/Juni reif. Wie viele Vertreter der Hahnenfußgewächse ist auch der Winterling giftg.

Winterlinge sind „winterhart“. Trotz Schnee blühen sie weiter (05.02.2018)

Im Mai/Juni sind die Früchte reif, die Früchte öffnen sich – und die Samen  können ausgestreut werden.

Stinkende Nieswurz

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Die Stinkende Nieswurz ist eine Pflanze, die sofort auffällt. Während die Bäume im Wald noch kahl sind – und auch auf dem Boden noch nichts Blühendes zu entdecken ist, hebt sich das helle Grün der neuen Triebe mit den zahlreichen Blüten deutlich von der Umgebung ab. Eigentlich kann man sie nicht übersehen. Die Stinkende Nieswurz gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und ist mit der Christrose verwandt. Die Pflanze ist stark giftig. Ihren Namen verdankt sie dem unangenehmen Geruch und einem ihrer Gifte, das die Schleimhäute reizen kann und zum Niesen anregt. Früher hat man die Pflanze in der Heilkunde verwendet. Wegen der starken Giftigkeit findet sie heute nicht mehr als Arzneipflanze Verwendung. Die Stinkende Nieswurz ist bei uns besonders geschützt.

Die Stinkende Nieswurz ist vor allem in Baden-Württemberg und in Rheinland Pfalz heimisch. Im übrigen Deutschland ist sie sehr selten oder fehlt ganz. Bei uns im Kraichtal kommt die Stinkende Nieswurz vereinzelt an Waldrändern und Heckensäumen vor. Sie ist für die Insekten ein wichtiger Nektarlieferant. Sie wird vor allem von Hummeln und Wildbienen bestäubt. Denn nur sie kommen mit ihren Mundwerkzeugen an den Nektar heran. Die Blütezeit erstreckt sich  je nach Witterung von Mitte Januar bis März.

Ältere Blüten bekommen einen roten Rand. Danach entwickeln sich die auffälligen Früchte.

In den Früchten reifen die Samen heran. Werden die Früchte reif, so öffnen sie sich und entlassen die Samen, die durch den Wind aus den Früchten herausgeschüttelt werden. Und nun eine Besonderheit: Alle Samen enthalten ein Anhängsel, das aus Zucker, Fetten und Vitaminen besteht. Deswegen sind die Samen bei Ameisen sehr begehrt. Sie sammeln diese und tragen sie in ihren Bau ein. Dort trennen sie das nährstoffreiche Anhängsel vom eigentlichen Samen  ab und deponieren es im Bau, wo es später verzehrt wird. Der Samen selbst wird wieder aus dem Nest getragen und auf dem „Ameisen-Kompost“ gelagert. Dort findet er gute Bedingungen, kann auskeimen und neue Pflanzen bilden.

Die Haselsträucher blühen schon

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Die Hasel ist bei uns sehr häufig anzutreffen. Sie gehört zu den Birkengewächsen und ist eine typische Pflanze der Waldränder und Feldhecken. Schon im Spätherbst erscheinen dann die noch unreifen Kätzchen. Je nach Witterung blühen die ersten Haselsträucher schon ab Anfang Januar. Die gelben Kätzchen sind die männlichen Blütenstände. Diese produzieren Unmengen an Pollen, unter denen zahlreiche Allergiker leiden. Für Insekten, zum Beispiel Bienen, sind die Haselpollen eine erste, eiweißreiche Nahrungsquelle. Die Hasel ist auch für viele Schmetterlingsarten als Nahrungspflanze wichtig.

Noch sind die Kätzchen nicht reif. Die zahlreichen – noch unreifen –  männlichen Blüten stehen dicht an dicht in den Kätzchen zu einem Blütenstand vereint. Die weiblichen Blütenknospen sind jetzt noch fest verschlossen.

Die Kätzchen haben sich „gestreckt“ und geben die einzelnen „Stockwerke“ des Blütenstandes, in dem die männlichen Blüten angeordnet sind,  frei. Jetzt sind sie reif. Die gelbe Farbe verdeutlicht dies. Jedes dieser Kätzchen kann weit mehr als eine Million Pollen freisetzen. An warmen Wintertagen werden nur die Kätzchen angeflogen, wo die Insekten, vor allem Honigbienen, Pollen sammeln.  An windigen Tagen lassen sich während der Vollblüte ganze Pollenwolken beobachten. Die Hasel wird nur durch den Wind bestäubt.

Die unscheinbaren weiblichen Blütenstände werden nicht angeflogen, da sie geruchlos sind und auch keinen Nektar anbieten.

Die weiblichen Blütenstände befinden sich immer in der Nähe der Kätzchen.

Die weiblichen Blütenstände sind von Blütenknospen umschlossen; lediglich die roten Narben schauen aus den Knospen hervor. Damit werden vorbeifliegende Pollen aufgefangen und bleiben an der Narbe kleben.

Die Haselsträucher verwandeln den Waldrand in eine gelbe Wand. In diesem Jahr blühen die Haseln wegen der milden Witterung schon jetzt.

Efeu

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Efeu ist eine Pflanze, die schon im Altertum als Heilpflanze oder in den verschiedensten Religionen und antiken Kulturen eine bedeutende Rolle spielte. Bei uns im Kraichtal ist Efeu heimisch und an vielen Stellen zu entdecken. Efeu kann man bei uns überall dort finden, wo es Hecken, Wald oder Obstbäume hat. Efeu ist ein Lichtspezialist. Beim Kampf ums Licht ist er den meisten anderen Holzgewächsen überlegen, weil er auf dem Weg zum Licht keinen massiven Stamm ausbilden muss. Er lehnt sich an die entsprechenden Bäume an. Weil er das tut, kann er schneller wachsen.

Dabei nutzt er seine Haftwurzeln, die normalerweise nicht in die Baumrinde eindringen – sondern nur an der Baumrinde anhaften. Er holt sich also keine Baumsäfte, um sich zu ernähren. Er wird – wie die meisten Pflanzen – von seinen zahlreichen Blättern versorgt. Pflanzen benötigen vor allem zwei Dinge: Wasser mit den darin gelösten Nährstoffen und Licht. Beides verschafft sich Efeu selbst. Er lebt also nicht als Schmarotzer.

Bei einzeln stehenden kleineren Bäumen – oft Obstbäumen – gelingt es ihm aber manchmal, den gesamten Baum zu überwuchern. Weil der Baum darunter kaum noch Licht bekommt, kann er den Baum dadurch schädigen oder auch zum Absterben bringen. In diesem Falle (s.Bild oben)  kann ihm das nicht gelingen.Der Baum ist zum einen zu hoch, zum anderen hat er bereits eine viel zu große Krone entwickelt. Zwar kann Efeu recht hoch klettern, aber wirklich große Bäume kann er nicht schädigen.

Efeu ist in allen Teilen giftig, findet aber Verwendung als Heilpflanze. In Deutschland war er schon In der Natur hat er vor allem für Vögel und Insekten eine große Bedeutung. Im Gegensatz zu den meisten anderen Blütenpflanzen blüht er von September bis Ende Oktober, manchmal sogar bis Anfang November. Bienen, Wespen, Schwebfliegen und einige Schmetterlingsarten, zum Beispiel der Admiral, profitieren davon.

Die unscheinbaren Efeublüten dienen darüber hinaus einigen auf Efeu spezialisierten Insekten als Nahrung.

Ab Ende Januar bis April werden die Früchte reif, die vor allem von einheimischen Singvögeln gerne gefressen werden. Dieses Bild entstand Ende Dezember 2017. Es zeigt, dass die Früchte schon ab Ende Dezember heranreifen.

So sehen die Früchte im Februar aus. Aber selbst dann sind noch nicht alle Früchte ganz reif.

Hier ein Beispiel einer verholzten Efeuwurzel (rechts), die schon einen beachtlichen Durchmesser erreicht hat.

Ein Efeu kann unterschiedliche Blattformen ausbilden. Die Blätter des Efeus werden mehrere Jahre alt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Laubbäumen wirft er seine Blätter im Frühjahr ab. In dieser Zeit werden auch die meisten Efeublätter gebildet.

In lichten Waldbeständen kann  er auch auch problemlos abseits der Wege oder Waldlichtungen wachsen.

Neben diesen „Natur-Standorten“ findet man Efeu auch in Steinbrüchen oder an Ruinen. Dabei kann er nur beschädigtem Mauerwerk, das schon Risse oder Schäden aufweist, schaden. Auch Gebäude mit Wärmeisolierungen aus Hartschäumen sollte man von Efeu freihalten. Ansonsten kann eine Bewachsung mit Efeu für ein Haus mit intaktem Mauerwerk und  geeignetem Außenputz eine echte und effiziente Wärmedämmung darstellen.

 

 

Fichte oder „Rot-Tanne“

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Auch die Fichte gehört zu den Kieferngewächsen. Von ihr gibt es viele Unterarten. Sie wächst schnell und bringt dadurch hohe Erträge. Deswegen wurde sie in der Vergangenheit oft als Monokultur angepflanzt. Fichten können harte Winter gut ertragen. Im Sommer haben sie aber einen hohen Wasserbedarf. In trockenen, niederschlagsarmen Sommern  bekommen sie  deswegen ein  Problem.  Was  bei der Fichte sofort auffällt: Im Gegensatz zu den Tannenzapfen hängen die Fichtenzapfen an den Zweigen nach unten und fallen als ganzer Zapfen auf den Boden, wo sie sich dann auflösen. Tannenzapfen zerfallen aber auf dem Baum (siehe den Beitrag „Nordmann-Tanne“).

Im Unterschied zu Tannennadeln sind die Fichtennadeln vierkantig und spitz und nicht wie die Tannennadeln flach. Ein Merksatz macht dies deutlich:  „Die Fichte sticht, die Tanne nicht!“

Fichtennadeln bilden an ihrer Basis auf der Rinde einen kleinen Höcker aus. Löst man Fichtennadeln ab, so löst sich dieser Höcker mit ab.  Tannennadeln lassen sich vollständig lösen, ohne das ein Teil des Zweiges mit abgelöst wird.

Die Rinde einer Fichte bildet rötliche Schuppen aus. Deswegen erhielt sie auch die Bezeichnung „Rottanne“, obwohl sie botanisch gesehen, nicht zur Familie der Tannen gehört. Im unteren Bild die Rinde einer einzeln stehenden alten Fichte, Wind und Wetter ausgesetzt. Obwohl sie überwiegend grau ist, gibt es doch noch rötliche Teile der Rinde.