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Taubenschwänzchen

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Das Taubenschwänzchen ist ein tagaktiver Nachtfalter aus der Gruppe der Schwärmer. Bei uns im Kraichtal kann man ihn überall dort finden, wo es nektarreiche Blütenpflanzen gibt. Wiesen, Parks, Felder, aber auch Gärten oder Blumenkästen vor den Fenstern sind solche Orte. Sein Name kommt vom zweitgeteilten Haarbüschel am Hinterende, der wie ein Taubenschwanz aussieht. Als Wanderfalter kann man ihn in ganz Europa vorfinden. Im Sommer kommen sie bis nach Nordeuropa. Dabei können sie Entfernungen von mehr als 3 000 km in 14 Tagen zurücklegen. Viele von ihnen verbringen die Wintermonate in geschützten Quartieren. Für Mitteleuropa und Süddeutschland sind einige Fälle der Überwinterung dokumentiert. Auch für die Überwinterung im Kraichtal gibt es Hinweise dafür (siehe Ende des Beitrags).

Auffallend ist ihr „Schwirrflug“ der an Kolibris erinnert. Mit dem langen Rüssel kommen sie an die Nektarvorräte der Pflanzen heran.

Taubenschwänzchen haben als erwachsene Falter ein breites Nahrungsspektrum. Sie bevorzugen allerdings Blüten mit einer verengten und verlängerten Blütenkronröhre, weil bei diesen Pflanzen die Konkurrenz geringer ist.

Auch wenn sie die Blüten wechseln bleibt der Rüssel ausgefahren.

So können sie sich von den verschiedensten Arten von Garten- und Kübelpflanzen ernähren und finden große Teile des Jahres Nahrung. Tatsächlich ist aber auch die Liste der nektarreichen Wildkräuter für die Falter bei uns groß: Zieste, Klee, Storchschnäbel, Natternkopf, Primeln und viele andere Arten sind ein Beispiel dafür.

Beim „Schwirrflug“ beträgt die Schlagfrequenz 70 bis 90 Schläge pro Minute.

Bei ihren Wanderflügen erreichen sie Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h

Die Taubenschwänzchen legen ihre Eier dort ab, wo die Raupen genug Nahrung finden – aber auch die erwachsenen Falter eine große Auswahl an nektarreichen Blütenpflanzen vorfinden. Das trifft auf sonnige und warme Äcker-, Wald-, Wegränder und Wiesen zu, wenn man die Pflanzen stehen lässt. Die Bilder zeigen eine Raupe, die am Echten Labkraut frisst. Tatsächlich sind die verschiedenen Arten der Labkräuter die Hauptnahrungsquelle der Raupen des Taubenschwänzchens. Weil es bei uns diese Futterpflanzen noch reichlich gibt, können hier die Raupen aufwachsen.

Eine Raupe auf dem Echten Labkraut. Große Teile der Pflanze sind schon kahlgefressen.Die Raupen sind grün und weisen am gesamten Körper gelblichweiße Punkte auf. Sie zeigen in der Mitte eine weiße Linie und an der Seitenmitte eine gelbliche Längslinie auf. Charakteristisch für die Schwärmerraupen ist auch das Horn am Hinterleib, das bei älteren Raupen am Grunde blau ist und eine orangefarbene Spitze hat.

Diese beiden Bilder der Raupen bestätigen die Annahme, dass einige Taubenschwänzchen bei uns im Kraichtal überwintern. Denn Anfang Juni, als diese Bilder im Kraichtal entstanden, waren die Taubenschwänzchen aus dem Mittelmeerraum und Afrika noch nicht bei uns angekommen. Für die Oberrheinebene und Oberschwaben sind vereinzelte Überwinterungen bereits dokumentiert. Trotzdem ist dieser Fund für das Kraichtal recht selten.

Landkärtchen sehen im Sommer anders aus als im Frühling

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Beim Landkärtchen-Falter gibt es zwei unterschiedlich aussehende Schmetterlinge: die Falter der Frühlingsgeneration und die Falter der Sommergeneration. Sie sehen so unterschiedlich aus, dass man sie lange Zeit für zwei verschiedene Arten gehalten hat.

Die Frühlingsgeneration entsteht aus überwinternden Puppen der Sommergeneration des Vorjahres.  Aus diesen Puppen schlüpfen im Frühling des folgenden Jahres die fertigen Schmetterlinge der Frühlingsgeneration. Die Falter der Frühlingsgeneration fliegen von April bis Juni. Aus deren Eiern und Puppen entwickeln sich dann die Schmetterlinge der Sommergeneration. Und so sehen die Landkärtchen im Frühling aus:

Für die Eiablage sucht das Weibchen Brennnesselbestände. Diese sollen im Schatten liegen, wie dies zum Beispiel entlang von Waldwegen oder in lichten Wäldern der Fall ist. Volle Sonne ertragen die Raupen nicht. Aber Brennnesseln sind als Nahrungspflanze für die Raupen lebensnotwendig.

Das Weibchen legt die Eier auf Brennnesseln ab; die Raupen halten sich überwiegend auf der Unterseite der Blätter auf.

Dieses Verhalten bringt einen gewissen Schutz vor Fressfeinden, da die Raupen von oben ja nicht zu sehen sind.

Aus diesen Raupen entwickeln sich die Puppen aus denen dann  dann die Falter der  Sommergeneration schlüpfen, die von Ende Juni/Anfang Juli bis Ende August fliegen.

Und so sehen die Falter der Sommergeneration aus: Man findet sie in Waldschlägen mit vielen Blütenpflanzen wie zum Beispiel Disteln, Doldenblütengewächse  aber auch auf Wiesen mit vielen Blütenpflanzen. Die Sommergeneration hat auch den Schmetterlingen den Namen gegeben. Weil die Flügelunterseiten landkartenähnliche Strukuren und Linien aufweisen, bezeichnete man die Falter als „Landkärtchen“.

In diesem Jahr sind im Kraichtal recht viele Landkärtchen zu sehen.

Da die erwachsenen Falter ein breites Nahrungsspektrum haben, gelten sie derzeit bei uns als nicht gefährdet.

Goldene Acht oder Hufeisenklee-Gelbling

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Die Goldene Acht ist ein Schmetterling aus der Familie der Weißlinge. Man kann ihn auf blühenden Wiesen, Luzerne- oder Kleefeldern, auf Trockenrasen, auf Weiden oder Brachen beobachten. Die rotumrandete Acht auf gelben Flügel gab ihm den Namen.

Die Falter fliegen im Sommer überwiegend violette Blüten an, im Herbst vor allem gelbe Blüten.

Das Weibchen, das gerade auffliegt, ist auf der Oberseite weiß mit schwarzen Ecken auf den Vorderflügeln. Die Hinterflügel zeigen 2 orangefarbene Flecken, die nicht umrandet sind.

Beim Männchen ist die Grundfärbung der Flügel insgesamt gelb, also auch die Flügeloberseiten.

Die Goldene Acht fliegt in zwei bis drei Generationen von Mai bis Oktober. Wo es noch Wiesen gibt, die nur wenige Male gemäht werden, kann man ihn noch finden. Ansonsten ist er auch bei uns selten geworden. Es gibt einige Unterarten des Schmetterlings, die nur sehr schwer voneinander unterschieden werden können.

Schachbrettfalter oder Damenbrett

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Der Schachbrettfalter gehört innerhalb der Schmetterlinge zur Familie der Edelfalter. Seinen Namen hat er von der Musterung der Flügel. „Damenbrett“ wird er wegen der Augenflecken, die wie Damen-Spielsteine aussehen, genannt. Man kann ihn bei uns auf Wiesen, an Wegrändern oder auf Trockenrasen beobachten.

Die Falter kann man auf verschiedenen Blütenpflanzen entdecken. Hier holen sie sich auf Rotklee Nektar.

Aber auch auf Skabiosen und Disteln kann man sie oft beobachten. Die erwachsenen Falter fliegen in einer Generation von Juni bis August. Die Raupen kann man ab dem Herbst finden.

Schachbrettfalter sind in ihrer Musterung sehr variabel. Bei uns sind sie noch recht häufig, in manchen Bundesländern in Norddeutschland ist ihr Bestand aber gefährdet.

Viele Raupen sind auf Brennnesseln angewiesen

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In unserer Kultur-Landschaft scheint es kaum noch Platz für Brennnesseln zu geben. Sobald sich eine Ansammlung davon am Wegesrand bildet, wird sie gemäht. Viele finden einen solchen Anblick als störend, unordentlich und unsauber. Dabei verbirgt sich an solchen Stellen oft mehr Leben als in einem hunderte Quadratmeter großen sorgfältig gepflegten und „unkrautfreiem“ Rasen um das Haus. Die Zeiten, in denen Brennnesseln hochwillkommen waren – und der Mensch noch vieles mit ihnen anzufangen wusste, sind offenbar leider vorbei.

Große Brennnessel-Bestände finden sich an Wegrändern, Waldrändern, in Wäldern oder entlang von Feldern. Dabei ist sie für viele Tierarten – unter anderem für mehr als 20 Schmetterlingsarten – eine Lebensgrundlage für den Nachwuchs. Darunter sind Schmetterlingsraupen, die sich ohne Brennnesseln nicht zum fertigen Schmetterling entwickeln können. Dazu gehören auch die Raupen des Tagpfauenauges, eines Schmetterlings, der vielen von uns bekannt ist, und den wir eigentlich bei uns nicht vermissen wollen.

Am Gespinst hängen noch die Reste der gehäuteten Raupen des Tagpfauenauges

Junge Raupen, die sich gerade gehäutet haben und aus dem Gespinst herausgekommen sind. Man kann auch die unterschiedliche Färbung der Raupen erkennen.

Zwar kommt der erwachsene Falter mit unseren Umweltbedingungen gut zurecht, weil er wenig spezialisiert ist und auf eine große Zahl von Futterpflanzen zurückgreifen kann, doch als Raupe braucht er für seine Entwicklung unbedingt die Brennesseln. Und die müssen so lange stehen bleiben, bis er sich mehrmals gehäutet hat. Und dann verpuppt er sich. Bis der fertige Schmetterling dann schlüpft, können mehr als 6 Wochen vergehen. eine recht lange Zeit also, in denen die Bestände stehen bleiben sollten …..

Die Bilder zeigen fast erwachsene Raupen des Tagpfauenauges. Sie sind schwarz mit weißen Punkten – und sie besitzen dornige Fortsätze. Anfangs leben sie noch in großen Gruppen, wenn sie nach mehreren Häutungen ihre Endgröße erreicht haben, gehen sie einzeln auf Futtersuche und suchen sich einen geeigneten Platz zum Verpuppen.

Das Umweltamt der Gemeinde Kraichtal stellt deswegen ehrenamtlichen Helfern und Naturschützern solche Schilder zur Verfügung, die darauf hinweisen, dass hier Pflanzen wachsen, die für andere schützenswerte Lebewesen (z.B. Schmetterlinge oder Wildbienen) wichtig sind. Es wäre toll, wenn diese Hinweise auch überall beachtet würden.

Zu den „Brennnessel-Faltern“, also den Faltern, die während ihrer Entwicklung unbedingt Brennnesseln brauchen,  gehört neben dem Tagpfauenauge auch der Kleine Fuchs, das Landkärtchen, der C-Falter und der Admiral. Darüber hinaus nutzen auch zahlreiche andere Arten die Brennnessel als Futterpflanze für ihre Raupen.

 

Schwalbenschwanz

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Der Schwalbenschwanz ist ein sehr großer Schmetterling. Gemeinsam mit dem Segelfalter ist er die größte Schmetterlingsart in Deutschland. Seinen spitzen Anhängseln an den Hinterflügeln, die wie der Schwanz einer Rauchschwalbe aussehen, hat er seinen Namen zu verdanken. Die Hauptfarben sind schwarz-gelb, sowie rote Augenflecken an den Flügelrändern der Hinterflügel. Die Hinterflügel tragen am Rand ein blau gefärbtes Band. An den Vorderbeinen hat er lange Haare, die wie ein Kämmchen aussehen. Er verwendet sie zum Putzen.

Der fertige Schmetterling ernährt sich von verschiedenen Blütenpflanzen, hier zum Beispiel am Rotklee. Mit seinem langen Rüssel kommt er leicht an die Nektarquellen in den Blüten heran.

Der Schwalbenschwanz liebt offene und sonnige Flächen und Magerrasen, wo er seine Eier ablegen kann. Als Futterpflanze brauchen die Raupen des Schwalbenschwanzes  Doldenblütengewächse, zum Beispiel  die Wilde Möhre.

Ein Kennzeichen der Wilden Möhre ist es, dass sich die Dolden nach dem Verblühen wie ein Vogelnest zusammenballen.

Das Schmetterlingsweibchen legt seine Eier direkt auf die Blätter der Futterpflanze. Wenn die Raupen schlüpfen, fangen sie sofort mit dem Fressen an. Die Raupen häuten sich mehrfach – und sehen nach jeder Häutung anders aus. Im folgenden Bild ist eine fast ausgewachsene Raupe zu sehen.

Die Raupen des Schwalbenschwanzes sind auffällig gefärbt. Schwarze Bänder mit roten Flecken auf grünem Grund.

Natürlich  kann man die Raupen auch im Kulturland finden, wenn dort auf Äckern oder in Gärten die Kultur-Möhre, Dill  oder Pastinak angebaut wird.

Da die Wilde Möhre vorwiegend auf Magerwiesen vorkommt, ist das Vorkommen des Schwalbenschwanzes stark bedroht. Er steht deswegen unter Naturschutz. Meist hält sich der erwachsene Falter auf reich blühenden Wiesen auf. Bevorzugte Futterplanzen sind der Rotklee, aber auch der Flieder wird geschätzt.

Die erwachsenen Falter leben in blütenreichen Wiesen, wo sie sich von zahlreichen Blütenpflanzen ernähren. Hier ist es eine Wiese mit Rotklee.

Im Flug ist der Schwalbenschwanz nicht zu übersehen.

Mitte Juli: Dieser Falter ist schon stark „abgeflogen“. Die Flügel sind beschädigt und teilweise durchlöchert.  Auch die Farben sind im Vergleich zur ersten Sommergeneration stark verblasst. Trotzdem kann der Falter damit noch recht gut fliegen. Dieser holt sich bei einer Wilden Karde gerade Nektar aus den Blüten.

Vom Schwalbenschwanz gibt es im Jahr 3 Generationen. Die erste Generation fliegt bei uns von Ende Aril bis Juli, die beiden folgenden Generationen fliegen im  Juli und im  September. Die Raupen der 3. Jahresgeneration verpuppen sich im Herbst und überwintern als Puppe.

 

Pantherspanner

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Der Panther- oder Fleckenspanner ist ein tagaktiver Nachtschmetterling. Auch bei uns im Kraichtal kann man ihn vereinzelt beobachten. Die Flügelspannweite beträgt knapp 2-3 cm. Er gehört zur Schmetterlingsfamilie der Spanner. Dies ist eine der größten Schmetterlingsfamilien mit weltweit mehr als 20.000 Arten.

Den Namen „Spanner“ verdanken die Schmetterlinge der Art der Fortbewegung ihrer Raupen. Dabei rückt der Hinterleib bis an das Vorderende heran. Der Körper der Raupe bildet dann eine Art „Schlaufe„, die wie ein Omega aussieht. Danach bewegt sich der Kopfteil der Raupe wieder nach vorne, bis der gesamte Körper flach gespannt ist. So besteht die gesamte Fortbewegung aus einem ständigen Wechsel von Anspannen und Entspannen des Körpers der Raupe.

Bei uns im Kraichtal kann man den Pantherspanner in lichten Wäldern und entlang lichter Waldwege beobachten. Die Falter fliegen bei uns von Ende April bis Juli.

Ab September kann man die grünen Raupen des Pantherspanners finden. Im September verpuppen sich die Falter in einem mit Erde vermischten Gespinst.  So überwintern sie. Im nächsten Frühjahr schlüpfen dann die fertigen Falter.

Pfaffenhütchen-Gespinstmotte

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Die Pfaffenhütchen-Gespinstmotte ist ein sehr kleiner Falter, der eine Spannweite von 18 – 24 mm hat. Der Schmetterling ist in ganz Europa weit verbreitet – und tritt überall dort auf, wo es kalkhaltige Böden gibt – und wo Pfaffenhütchen wachsen. Auch bei uns im Kraichtal sind seine Larven (Raupen) derzeit zu sehen. Die erwachsenen Falter fliegen nämlich erst ab Juli bis August. Die Eier werden von den Faltern in Gruppen von 50 bis 100 Eiern auf der Rinde des Pfaffenhütchens abgelegt. Dort überwintern sie. Im nächsten Mai beginnen die Raupen, Teile des Strauches mit Gespinst zu überziehen.  Dabei kann der gesamte Strauch eingesponnen werden. Dann fressen die Raupen die Blätter und benagen die Rinde. So kommt es oft dazu, dass der ganze Busch oder Strauch entblättert wird.  Dies können die Pfaffenhütchen aber mit dem Sommertrieb wieder ausgleichen. Im Juli verpuppen sich die Raupen dann in einem dichten, weißen Sammelkokon. 10 bis 20 Tage später schlüpfen dann die voll entwickelten Falter.

Oft wird der gesamte Strauch eingesponnen. Die vielen Raupen werden das Pfaffenhütchen wahrscheinlich kahl fressen.

Die Raupen sind an den seitlichen schwarzen Punkten gut zu erkennen.

Hier kann man noch die Blüten des Pfaffenhütchens erkennen. Die Blattverluste kann der Strauch mit dem Sommertrieb („Johannis-Trieb“) wieder weitgehend ersetzen.

Hier kann man noch ein eingesponnenes Tier sehen (vielleicht die Schwarze Bohnenlaus?)

Hier sieht man eine Raupe, die gerade einen Blattstiel zerlegt. Die schwarzen Kügelchen sind Kotballen der Raupen. Eine Bekämpfung der Raupen ist nicht notwendig, weil der Fraßverlust wieder ausgeglichen werden kann. Aber auch die Raupen leben gefährlich. Zwar sind sie vor Vogel-Angriffen in ihrem Gespinst relativ sicher, doch werden sie von verschiedenen Arten der Raupenfliegen parasitiert. Diese legen die Eier entweder auf die Raupen oder in deren Nähe. Nach dem Schlüpfen bohren sie sich in die Raupe und fressen diese von innen her auf. Dann verpuppen sie sich und schlüpfen als voll entwickelte Raupenfliege aus der befallenen Raupe.

Grünader-Weißling

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Der Grünader-Weißling  ist bei uns im Kraichgau recht häufig. Insgesamt gehört er zu den häufigsten Tagschmetterlingen. Unterseite und Oberseite der Flügel sind bei diesem Falter unterschiedlich gefärbt. Die Oberseite ist weißlich mit schwarzen Zeichnungen, die Unterseite ist gelbgrün und zeigt die deutlich grün beschuppten Flügeladern. An den Flügelenden sind sie grau gefärbt.

  

Bei uns  gibt es normalerweise drei Generationen des Schmetterllings – von März bis in den Oktober hinein. Die letzte Generation eines Jahres legt Eier, aus denen sich dann die Raupen und die Puppen entwickeln. Aus diesen Puppen erscheinen dann im Frühjahr die fertigen Schmetterlinge. Die Überwinterung erfolgt also als Puppe.

Grünader-Weißlinge kann man vor allem in feuchten Wäldern, Waldrändern, Hecken oder beschatteten Wiesen finden.

In  der ersten Generation sind die Falter noch kräftig gefärbt und die Erkennungsmerkmale (z.B. grüne Adern) treten dann noch deutlich sichtbar hervor. In den späteren Jahresgenerationen verblassen diese Merkmale dann häufig.

Dieser Falter – ein Männchen – befindet sich auf einer Knoblauchrauke. Dies ist auch eine mögliche Futterpflanze für die kommenden Raupen. Futterpflanzen sind bei dieser Schmetterlingsart, Schaumkraut-Arten, Senfe, Kresse-Arten und Knoblauch.

Männchen kann man an der Anzahl der schwarzen Flecken auf den Vorderflügeln erkennen. Bei den Männchen sind es je zwei pro Flügel, bei den Weibchen nur 1 Fleck pro Flügel. Der Grünader-Weißling wird auch als „Rapsweißling“ bezeichnet; dass aber der Raps bei der Ernährung der Pflanzen eine Rolle spielt, ist noch nicht geklärt. Möglicherweise leitet sich der Name auch dadurch her, dass er zeitgleich zur Rapsblüte häufig zu beobachten ist.

Dieser Schmetterling befindet sich auf einer Bärlauch-Pflanze. Deutlich zu erkennen sind die verschieden gefärbten Unter- und Oberseiten der Flügel.

Waldbrettspiel

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Das Waldbrettspiel gehört bei den Schmetterlingen zur Familie der Edelfalter. Innerhalb dieser Gruppe zählt man sie zur Gruppe der Augenfalter, weil sie auf ihren Flügeln augenförmige Muster haben. Man findet sie vor allem in Laubmischwäldern, Auwäldern und seltener in Nadelwäldern. In diesen Lebensräumen suchen sie sonnige, lichte Plätze.

  

Die männlichen Falter zeigen ein auffälliges Revierverhalten. Von einer erhöhten, oft sonnigen Sitzwarte aus kontrolliert das Männchen sein Revier. Vorbeifliegende Rivalen werden vertrieben. Danach kehrt das Männchen wieder zu seinem Aussichtspunkt  – oder in die unmittelbare Nähe davon – zurück. Die erwachsenen Falter kann man nur ganz selten auf Blüten beobachten. Vielmehr saugen sie an Pfützen oder im Spätjahr an Fallobst.

 

Auf der Flügelunterseite kann man weiß gekernte Augenflecken sehen.

Die erwachsenen Schmetterlinge fliegen in zwei Generationen. Die Frühlingsgeneration fliegt von Mitte April  bis Juni, die Sommergeneration von Juli bis September.

Auf der Oberseite der Hinterflügel befinden sich drei bis vier Augenflecke nebeneinander

Waldbrettspiele sind die einzigen Tagfalter, die man auch in geschlossenen Wäldern beobachten kann, wenn es dort zumindest kleine Lichtungen gibt.