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Wasserfrösche

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Wasserfrösche ist eigentlich ein Sammelbegriff von vielen unterschiedlichen Formen der Art. Eigentlich gibt es bei uns ursprünglich nur den Kleinen Wasserfrosch und den größeren  Seefrosch.  Da es aber innerhalb der Gruppe zu zahlreichen Hybridisierungen gekommen ist, kann man die einzelnen Froscharten durch äußere Merkmale allein oft nicht mehr sicher voneinander unterscheiden. Man bezeichnet also Wasserfrösche als Frösche, die überwiegend am und im Wasser leben. Jedenfalls gibt es bei uns Wasserfrösche, welcher Art auch immer. Sie machen sich vor allem im Frühjahr und Frühsommer durch ihr „Froschkonzert“, das tags, aber auch nachts stattfindet, bemerkbar. Sie ernähren sich von Insekten und anderen Kleinlebewesen. Während der Fortpflanzungszeit versammeln sich oft viele Frösche in den Tümpeln und Teichen – und gehen mit Rivalen sehr robust um,wie die folgenden Bilder zeigen. Die Fortpflanzung ist aufgrund genetischer Besonderheiten recht kompliziert. Wasserfrösche gehören zu den sogenannten „Grünfröschen“.

Zustand des Teiches im Juni 2016:

 

Feuersalamander

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Der Feuersalamander gehört zur Gruppe der Schwanzlurche. Innerhalb dieser Gruppe ist er die größte Art. Wie viele unserer heimischen Amphibienarten ist auch der Feuersalamander geschützt. Bei uns ist er vorwiegend im Wald zu finden, wo er  vor allem bei Regentagen oder nachts aktiv ist. Er braucht klare, saubere Bäche und Quellen. Die Paarung erfolgt an Land. Im Gegensatz zu anderen Amphibienarten legt das Weibchen  keine Eier ab – sondern voll ausgebildete Jungtiere, die allerdings noch durch Kiemen atmen. Die Jungtiere setzt sie in den Gewässern seines Lebensraumes ab, wo sich die jungen Feuersalamander vor allem in den Stillwasserzonen aufhalten und von dortigen Kleinlebewesen ernähren. Auch der Feuersalamander leidet unter dem Verschwinden vieler Kleingewässer, aber auch durch einen Pilz, der den Bestand der Tierart stark bedroht. Im Winter zieht sich der Feuersalamander in frostgeschützte Stellen zurück. Aber in milden Wintern kann er auch beobachtet werden. Der Feuersalamander war der Lurch des Jahres 2016.

 

Erdkröte

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Die Erdkröte gehört zu den Froschlurchen und ist die häufigste Amphibienart im Kraichtal. Trotzdem bekommt man sie meist nur während der Fortpflanzungszeit im Frühjahr zu sehen, wo sie zu ihrem Laichgewässer wandert. Dies geschieht vor allem in den ersten frostfreien Nächten – je nach Region und Witterung schon Ende Februar/Anfang März. Dabei überqueren sie bei dieser Wanderung öffentliche Straßen und fallen so oft dem Straßenverkehr zum Opfer. Bei der Paarung klettert das Männchen auf den Rücken des Weibchens und klammert sich fest. Manchmal kommen die Erdkröten schon im „Huckepack“ am Laichgewässer an. Am Laichgewässer angekommen warten schon paarungsbereite Männchen. Oft kommt es vor, dass ein Männchen ein anders Männchen besteigen will. Dann gibt das Männchen einen Warnton ab. Wenn das Weibchen die Eischnüre ablegt, gibt das Männchen seine Samenzellen dazu.

Wie schon beschrieben bedeutet der Straßenverkeht eine große Gefahr für die wandernden Erdkröten. Deswegen ist die Errichtung von Krötenzäunen und das regelmäßige Absammeln eine große Hilfe für den Fortbestand der Lurche. Auch Erdkröten sind streng geschützt.

Amphibien brauchen unsere Hilfe

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Die Amphibien haben sich auf Feuchtgebiete spezialisiert, und das ist ihr Problem:  Für ihre Entwicklung brauchen sie unbedingt Wasser. Was viele nicht wissen: Außerhalb der Entwicklungszeit verbringen die meisten Lurche ihre Zeit an Land. Frösche, Kröten und Unken, aber auch verschiedene Molcharten gehörten vor einigen Jahrzehnten noch zur Kraichgaulandschaft. Das hat sich leider dramatisch verändert. Einige Amphibienarten sind inzwischen aus unserer Landschaft verschwunden oder sie sind extrem selten geworden. Dies hat neben der geringer werdenden Zahl der Feuchtgebiete auch damit zu tun, dass schon seit einigen Jahren der Grundwasserspiegel stetig fällt. So liegen auch im Kraichtal in diesem Jahr einige Laichgewässer, die für die Entwicklung der Amphibien-Larven lebenswichtig sind, schon seit Monaten trocken.

Und ohne die vorbildliche Arbeit zahlreicher Helfer, die während der Laichzeit Tag für Tag an den „Krötenzäunen“ die wandernden Lurche absammeln und vor dem Straßenverkehr in Sicherheit bringen, wäre deren Lage noch viel schlimmer. Dabei spielen doch die Amphibien eine wichtige Rolle. Außerhalb der Laichperiode gehen sie in den Feldern, im Wald, aber auch in den Siedlungen auf die Jagd nach Schädlingen.

Ein Blick in den Sammeleimer am Morgen …..