Der Riesen-Bärenklau gehört zur Familie der Doldenblütengewächse und kann über 3 m hoch werden. -Er ist im Kraichtal recht selten anzutreffen. Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem Kaukasus und ist in Europa und Amerika zu einer invasiven Art geworden. 2006 wurde er zur  „Giftpflanze des Jahres“ ernannt, weil der Kontakt mit ihm zu schweren, verbrennungsähnlichen Verletzungen und anderen gesundheitlichen Schäden führen kann. In Europa wurde er eingeführt, weil ihm nachgesagt wurde, ein hervorragender Pollen- und Nektarlieferant für Honigbienen zu sein. Dies trifft allerdings – wie neuere Forschungen gezeigt haben – nicht zu. Auch die Hoffnung, dass man mit dieser Art Böschungen oder Gefällstrecken befestigen könnte, hat sich nicht bewahrheitet.

Die Blätter – hier ein Bild vom Mai – können mit dem Blattstiel zusammen eine Länge von 3 Metern erreichen.

Im Juni sind die Blätter schon ziemlich groß geworden. So kann die Pflanze dichte Bestände bilden und den Boden beschatten, dass keine anderen Pflanzen mehr wachsen können.

Die Pflanze enthält mehrere Substanzen, die im Zusammenhang mit Tageslicht zu schweren Verletzungen der Haut führen können. Deswegen sollte man im Umgang mit der Pflanze unbedingt Schutzkleidung – auch im Bereich des Gesichtes – tragen.

  Der Stängel hat „Besenstiel-Format“,  besitzt violette Flecken und Stacheln.  An der Basis kann er einen Durchmesser bis zu 10 cm haben.

Die Blütenknospe öffnet sich. Deutlich sind auch die großen Blattscheiden zu erkennen.

  

Im Umgang mit dem Riesen-Bärenklau sollte darauf geachtet werden, dass dies an einem eher trüben Tag geschieht. Bei intensiven Kontakten ist es auch möglich, dass die Giftstoffe die Schutzkleidung durchdringen. Die Folgen sind erheblich. Es kann zu einer blasenbildenden Dermatitis kommen, die Verbrennungen ersten bis zweiten Grades hervorrufen kann. Die Heilung ist schmerzhaft und meist sehr langwierig. Spuren dieser Verletzungen sind oft auch noch Jahre später sichtbar. Auf jeden Fall sollte man nach der Arbeit Kontakt mit Sonnenlicht oder starkem Kunstlicht vermeiden. Arbeitsgeräte sollten gründlich mit Spiritus gereinigt werden. Verwendete Gummi-Handschuhe sollte man nach dem Kontakt mit der Pflanze umstülpen und nicht mehr verwenden. Beim Arbeiten mit der Motorsense, dem Rasentrimmer oder beim Abhacken muss man daran denken, dass durch den – die Schutzkleidung durchdringenden – Pflanzensaft ebenfalls die angesprochenen Hautreaktionen ausgelöst werden können. Auch Einmal-Handschuhe bieten nur eingeschränkte Sicherheit. Innerhalb einer Stunde können die Giftstoffe die dünnen Handschuhe durchdringen. An heißen Tagen besteht die Gefahr, dass die giftigen Stoffe „ausgasen“  können. Der Aufenthalt in der Umgebung der Pflanze kann an solchen Tagen zu einer langwierigen, bis zu 3 Wochen andauernden aktuten Bronchitis führen. Weitere mögliche Folgen sind Fieber, Schweißausbrüche oder Kreislaufschocks. Beim Erscheinen von Haut- oder anderen Reaktionen nach dem Kontakt mit der Pflanze sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.