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Pfeifente

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Die Pfeifente ist bei uns im Kraichtal ein sehr seltener Gast im Winter. Auch sie stammt aus dem Norden und weicht im Winter in südliche Gebiete aus. An kleinen Teichen ist sie nur sehr selten zu beobachten. Tatsächlich blieb sie im Dezember 2016/Jan 2017 mehrere Tage im Kraichtal in der Gemeinschaft von Stockenten, Krickenten und Teichhühnern. Kennzeichen dieser mittelgroßen Ente sind ihr rotbrauner Kopf und Hals der cremegelbe Schild und Vorderscheitel – und der graublaue Schnabel mit schwarzer Spitze. Die Brust ist grau-rosa gefärbt. Oft tritt sie in größeren Trupps auf, wo sie auf Wiesen und Feldern grast.

 

Krickente

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Die Krickente ist die kleinste Art unter den Schwimmenten. Dies wird im Bild unten im Vergleich mit der Stockente (im Hintergrund) deutlich.. Man kann sie im Kraichtal nur ganz vereinzelt antreffen. Wahrscheinlich sind dies Vögel, die im Winter nach Süden ausgewichen sind. Die Bilder wurden im Kraichtal aufgenommen und stammen vom Dezember 2016. Die Krickenten kommen im Winter aus Nordeuropa zu uns und finden sich in fast allen Gewässertypen zurecht. Dabei kann man sie an den Meeresküsten, im Brackwasser, im Moor und in Sümpfen – aber auch im Binnenland in sehr kleinen Teichen antreffen, wie dies hier im Kraichtal der Fall war. Ihr Kennzeichen ist bei den Männchen der kastanienbraune Kopf mit den grünen Seiten, die durch einen schmalen gelben Streifen eingefasst sind. Am Steiß befindet sich ein schwarz eingefasster weißer Fleck, der sich im Prachtkleid gelb verfärbt. Auch der fein gemusterte Körper ist auffällig. Ihren Namen verdanken sie ihrem Ruf: „krick“ Das Weibchen ist weniger auffällig gefärbt.

Krickenten, Pfeifente, Stockente

Wo man Krickenten außerhalb des Kraichtals regelmäßig beobachten kann:

Eine erfolgsversprechende Beobachtungsmöglichkeit für Krickenten ist übrigens die Wagbachniederung  bei Waghäusel (Was für sehr viele Wasservögel gilt).

Teichhuhn oder Teichralle

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Das Teichhuhn gehört zur Gruppe der Rallen und ist im Kraichtal Brutvogel. An Seen, Teichen und Tümpeln mit ausreichender Ufervegetation kann man es beobachten. Allerdings ist es manchmal recht scheu. Bei erwachsenen Tieren ist der Schnabel rot und hat eine gelbe Spitze. Die Beine sind lang und grün gefärbt; auch die Zehen sind auffallend lang – eine Anpassung an weiche, sumpfige Böden. Das Gefieder ist schwarz und am Rücken leicht bräunlich gefärbt. Seitlich haben die Teichhühner eine weiße Linie. Der Schwanz ist recht lang und zeigt nach hinten einen weißen Winkel. Teichhühner wippen ständig mit dem Schwanz; beim Schwimmen nicken sie mit dem Kopf.

Teichhühner ernähren sich überwiegend von Pflanzen, aber auch von verschiedenen Kleintieren.  Zum Fressen verlassen sie oft ihre Teiche und gehen in den umliegenden Äckern und Wiesen auf Nahrungssuche.

Junges Teichhuhn: Das Gefieder ist noch nicht schwarz sondern graubraun. Der Schnabel ist noch nicht rot, die Schnabelspitze aber schon gelb.

Im unteren Bild werden die grünen Beine und die langen Zehen sichtbar. Die Zehen sind eine ideale Anpassung an die Bodenbeschaffenheit in sumpfigen Gewässern.

Ein wichtiges Merkmal ist das ständige Wippen mit dem Schwanz. Die weißen Schwanzfedern bilden einen spitzen Winkel.

 

 

„Strom“-Netz

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Wir alle nutzen – und brauchen Strom. Wir sind auf ihn angewiesen. Deswegen gehören auch diese Bilder zum Kraichtal. Unser „Strom“-Netz.

Aber selbst hier findet die Natur Möglichkeiten, wenn man sie ihr bietet ….

 

Bergfink

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So wie zum Beispiel die Nachtigall im Kraichtal ein „Sommervogel“ ist, sind Bergfinken im Kraichtal „Wintervögel“. Schon ab Ende September kann man die ersten Bergfinken bei uns antreffen. Den Sommer verbringen sie im Norden Europas, wo sie in Nadel- und Birkenwäldern brüten. In strengen Wintern kommen sie oft in großen Scharen zu uns, in milden Wintern kann es vorkommen, dass man bei uns nur einzelne Exemplare sieht. Bergfinken ernähren sich im Winter von Sämereien, vor allem von Bucheckern. Aber auch sie profitieren von den immer häufiger angelegten Feldern mit „Zwischenfrucht“, wo sie sich von zahlreichen samentragenden Pflanzen ernähren (z.B. Sonnenblumen). Manchmal kann man sie auch an den winterlichen Futterstellen beobachten. Je nach Witterung kehren sie spätestens Anfang/Mitte April wieder in ihre Brutgebiete zurück.

Auch bei den Bergfinken ist das Männchen auffälliger gefärbt als das Weibchen.. So sind beim Männchen Kopf und Schulter blauschwarz, Kehle und Brust sind braun-orange, der Schnabel ist im Prachtkleid schwarz. Im Sommerkleid ist der Schnabel gelblich gefärbt, hat aber eine schwarze Spitze. Das Weibchen ist insgesamt heller  und weniger auffallend gefärbt. So ist die Kopfseite beim Weibchen nicht schwarz.

Männchen

Weibchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buchfink

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Der Buchfink ist im Kraichtal recht häufig. In den Wintermonaten kommen noch zusätzliche Buchfinken aus Nord- und Nordosteuropa oft in großen Schwärmen  zu uns, die bei uns dann den Winter verbringen und im Frühjahr wieder in ihre  ursprünglichen Gebiete abziehen. Beide Geschlechter unterscheiden sich im Gefieder; das Weibchen ist weniger auffällig gefärbt, die Oberseite ist grün-grau, die Unterseite ist weißlich-grau, die Flügelbinden sind schmaler als beim Männchen. Buchfinken suchen ihre Nahrung oft am Boden. Buchfinken ernähren sich vor allem von Sämereien. Bei uns sind die Buchfinken Jahresvögel. In strengen Wintern kann es aber vorkommen, dass sie in wärmere Gebiete ausweichen. Wenn Buchfinken ans Futterhaus kommen, lesen sie meist die heruntergefallenen Sämereien vom Boden auf. Auffallend ist auch ihr Gesang, der während der Brutzeit sehr oft zu hören ist, und dem regional einige Merkverse als „Eselsbrücke“ unterlegt werden Bekannt ist auch sein Regenruf  „trüb“.

Buchfink-Weibchen im Herbst und Frühjahr (unten) auf Nahrungssuche

Männchen und Weibchen im Frühjahr kurz vor der Brutzeit

Im Prachtkleid zeigt das Buchfinken-Männchen kräftige Farben: graublauer Kopf, rotbraune Brust und grüner Bürzel sind die Kennzeichen.

Buchfinken-Männchen im „Prachtkleid“

Teile eines Buchfinken-Schwarms im Dezember 2016; vereinzelt sind auch Bergfinken zu sehen. Links und rechts des Wirtschaftsweges befinden sich Erlen und Birken. Die am Boden liegenden Sämereien werden von den Finken gefressen.

Turteltaube

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Die Turteltaube gehört zu den kleineren Taubenarten. Sie ist im Kraichtal als Sommervogel (April bis September) heimisch.  Offene Landschaft mit Hecken- und Gehölzstreifen und lichte Wälder:  Diese – für das Kraichtal typischen Lebensräume – braucht sie. Dazu muss es warm sein. Überall dort, wo Weinbau betrieben wird, kann man sie beobachten. Das ist allerdings sehr schwierig, denn Turteltauben sind sehr scheu und haben eine hohe Fluchtdistanz. Aus der Ferne kann man sie manchmal auf Strommasten oder Baumwipfeln sitzen sehen. Wenn man Glück hat, kann man sie entdecken, wenn sie auf dem Boden nach Sämereien sucht. So findet man sie oft in der Nähe frisch abgeernteter Getreidefelder bei der Nahrungssuche. Typisch ist neben ihrem auffallenden Flügelmuster auch der Halsfleck, der aus weißen und schwarzen, aber auch bläulichen Streifen besteht und das orangerote Auge.

 

Die Turteltaube – mal aus einem anderen Blickwinkel

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„Turteltaube am Schlauchweg“                                    Grafik von Thomas Bratzel,  24.11.17

Thomas Bratzel ist ein begeisterter Naturfreund. Er hat sich in vielen Jahren ein enormes Wissen in zahlreichen Gebieten der Natur angeeignet. Was er zum Beispiel über Vögel und deren Lebensweise weiß, ist begeisternd. Aber auch in vielen anderen Bereichen der Biologie kennt er sich sehr gut aus. Eigentlich ist er schon seit seiner Kindheit in Sachen Natur unterwegs. Und bis heute arbeitet er aktiv an Naturschutz-Projekten mit und gibt sein breites Wissen vorbehaltlos an andere weiter. Nun hat er vor einigen Jahren mit dem Zeichnen begonnen. Und es ist klar, dass er seine „Objekte“ draußen in der Natur findet. Schon die ersten seiner Bilder, die ich zu sehen bekam, haben mich tief beeindruckt. So kann man auch an der Grafik der Turteltaube erkennen, mit wieviel Sachverstand und Detailtreue er ans Werk geht. Seine Bilder drücken seine Liebe zur Natur aus und dokumentieren aus einem anderen Blickwinkel, wie viel Leben es bei uns im Kraichtal noch  gibt – und dass es darum gehen muss, dieses Leben zu erhalten.

Für mich ist auch sein grafisches Talent beeindruckend. Deswegen werde ich auf diesem Blog weiterhin Bilder von Thomas Bratzel veröffentlichen, weil es ihm mit seinen Bildern gelingt, auszudrücken, wie liebens- und lebenswert unsere Natur im Kraichtal noch ist – und dass es wert ist, sich um den Erhalt dieser,  unserer Lebenswelt zu bemühen. Zudem denke ich, dass er seine tollen Bilder mit  anderen Menschen teilen sollte.

 

Die Sache mit der Baumrinde Teil 1: Die Dohle versucht`s

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Sie sind wieder im Kraichtal, Saatkrähen  – und gemeinsam mit ihnen die Dohlen – die den Winter bei uns verbringen. Und wie bei allen Tieren geht es jetzt darum, satt zu werden und den Winter zu überleben. Die Krähen kommen jährlich zu uns, weil sie vor dem harten Winter im Osten Europas  fliehen. Dabei sind sie sehr schlau und einfallsreich. In den großen Schwärmen sind fast immer auch zahlreiche Dohlen dabei, die ebenfalls bei der Nahrungssuche sehr geschickt sind. Und wie die folgende Bildergeschichte zeigt, stehen sie den Krähen, was Geschicklichkeit und Einfallsreichtum betrifft,  nicht nach. So lernen die einen von den anderen ….

Es beginnt damit, dass eine Dohle junge Saatkrähen beobachtet hat, die sich an lose Rindenstücke eines alten Apfelbaumes gehängt haben, um die Rinde großflächig wegzureißen. Da das nicht sofort geklappt hat, fliegen die jungen Krähen ab. Die Dohle aber beginnt sich nun ebenfalls für die Sache zu interessieren.

Zunächst schaut sie sich die „Baustelle“ erst mal genau an. Das geht mehrere Minuten. Dann wendet sie die gleiche Technik an wie die Saatkrähen zuvor: Anfliegen, das Rindenstück im Flug in den Schnabel nehmen und dann mit Schwung abreißen …..

Anfliegen ……

… die Rinde in den Schnabel nehmen

Ende … das Wegreißen hat nicht geklappt.

Doch jetzt kommt sie an die Unterseite der Rinde heran und kann wenigstens einige Insekten und andere Kleintiere einsammeln.

Aktion beendet … Abflug!

Aber:  Auch sie wird beobachtet ……

(Die Geschichte geht weiter)

 

Die Sache mit der Baumrinde Teil 2: Die Saatkrähe kann`s

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Eine alte Saatkrähe – man erkennt dies am grauen Schnabel und den sichtbaren Nasenlöchern – hat die Dohle beobachtet und fliegt auf den Ast.  Zuerst schaut sie sich die Angelegenheit gründlich an – und beginnt dann mit der Arbeit.

Mit ihrem Schnabel fährt sie unter die Rinde und löst sie weiter vom Ast ab.

Nachdem sie die freiliegenden Kleintiere gefressen hat, reißt sie die losen Teile ab und setzt ihre Arbeit fort.

Und nun sind die nächsten Rindenstücke an der Reihe.

Immer wieder löst sie mit ihrem Schnabel die Rinde vom Ast ab.

Das geht jetzt so lange, bis es für die Krähe nichts mehr zu holen gibt …

 

Die Arbeit ist jetzt erledigt……

Abflug!

Gute Arbeit!!!